BANGKOK – Die anstehenden Neuwahlen im Februar 2026 bringen Thailands Infrastruktur-Offensive ins Stocken. Projekte im Wert von 360 Milliarden Baht liegen auf Eis, weil die Politik kein grünes Licht geben kann.
11 Mega-Projekte in der Warteschleife
Das Verkehrsministerium hat trotz eines höheren Budgets von 265,41 Milliarden Baht ein massives Problem. Elf fertig geplante Großprojekte können nicht starten.
Ihr Gesamtwert: Sagenhafte 359,8 Milliarden Baht. Sie warten darauf, einem neuen Kabinett nach der Wahl am 8. Februar vorgelegt zu werden.
„Sobald eine neue Regierung im Amt ist, können diese Projekte sofort vorangetrieben werden“, erklärt eine Ministeriumsquelle. Bis dahin herrscht politischer Stillstand.
Diese Autobahnen sind betroffen
Auf der Liste stehen prestigeträchtige Straßen- und Expressway-Projekte. Dazu gehört die Chalong Rat Expressway–Outer Bangkok Ring Road (East) für 13,67 Milliarden Baht.
Ebenfalls in der Warteschleife: Der Western Outer Ring Road Motorway (M9) von Bang Bua Thong nach Bang Pa-in (15,86 Mrd. Baht) und der Srinakarin–Suvarnabhumi Airport Expressway (20,81 Mrd. Baht).
Ein Mega-Projekt ist der Phuket Expressway von Muang Mai nach Kathu mit einem Volumen von 46,75 Milliarden Baht.
Bahn- und Flughafen-Ausbau hängen in der Luft
Auch die Schiene kommt nicht voran. Drei Doppelgleis-Abschnitte der Staatsbahn (SRT) in Südthailand mit einem Wert von 101,25 Milliarden Baht warten auf Genehmigung.
Gleiches gilt für den Ausbau der großen Flughäfen. Geplant sind Investitionen von 90,66 Milliarden Baht, um die Passagierkapazitäten massiv zu steigern.
Suvarnabhumi soll von 65 auf 80 Millionen Passagiere wachsen, Don Mueang von 30 auf 40 Millionen. Auch Chiang Mai und Phuket stehen vor großen Erweiterungen.
Wirtschaft braucht dringend Impulse
Das Verkehrsministerium sieht in den Projekten ein wichtiges Konjunkturprogramm. Sie könnten die Wirtschaft ankurbeln und zehntausende Jobs im Bausektor schaffen.
Doch die politische Unsicherheit lähmt diese Pläne. Projekte mit langfristigen Budgetverpflichtungen dürfen vor einer Regierungsbildung nicht beschlossen werden.
Experten warnen vor weiteren Verzögerungen für die ohnehin schon schwächelnde Wirtschaft. Jeder verlorene Monat kostet Wachstum.
Land Bridge und Hochgeschwindigkeitszug ebenfalls blockiert
Noch größere Brocken warten im Hintergrund. Die Land Bridge Initiative im Süden mit einem geschätzten Volanen von 990 Milliarden Baht benötigt ein eigenes Gesetz.
Auch die Klärung der PPP-Verträge für die Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen den drei Flughäfen Don Mueang, Suvarnabhumi und U-Tapao hängt von der neuen Regierung ab.
Die kommenden Wahlen entscheiden nicht nur über die Politik, sondern auch darüber, ob Thailands Infrastruktur endlich in die Zukunft startet oder weiter im Stau steht.
🗣 Wahlkampf oder Stillstand – Wer zahlt den Preis?
Demokratie braucht Zeit. Doch Straßen, Schienen und Flughäfen warten nicht.
Wie lange kann sich Thailand leisten, Milliardenprojekte auf Eis zu legen, während Wachstum schwächelt und Jobs fehlen?
Ist der Wahltermin ein notwendiger Neustart – oder ein Risiko für Wirtschaft und Vertrauen?
Was wiegt schwerer: politische Ordnung oder wirtschaftliche Geschwindigkeit?




So ist das eben, wenn Parteien und MP’s ihr eigenes Wohl über das des Landes stellen. Positiver ausgedrückt, es kann das Geld das ja eigentlich auch gar nicht da ist, auch nicht ausgegeben werden. Ganz unabhängig mal davon ob und was man von so manchen Großprojekt auch halten mag.