BANGKOK, THAILAND – 145 Verkehrstote und 769 Verletzte in nur drei Tagen haben den Jahreswechsel im Land überschattet. Nach offiziellen Angaben kam es zwischen dem 30. Dezember und dem 1. Januar landesweit zu 798 Unfällen auf den Straßen.
Offizielle Bilanz zum Jahreswechsel
Am 2. Januar stellte Jiraphong Theppitak, stellvertretender Ständiger Sekretär im Verkehrsministerium, die Zahlen bei einer Pressekonferenz vor. Er bezog sich dabei auf Daten des Departments of Disaster Prevention and Mitigation (DDPM), das die Unfälle während der Neujahrsreisezeit erfasst.
Allein am 1. Januar wurden 326 Unfälle registriert. Dabei wurden 317 Menschen verletzt, 54 kamen ums Leben. Dies geschah, obwohl parallel Kampagnen unter Slogans wie „Drive Safely, Slow Down, Prevent Accidents“ liefen, die zu vorsichtiger Fahrweise aufriefen.
Hauptursachen: Tempo und Alkohol
Die Behörden nannten zwei zentrale Risikofaktoren, die einen Großteil der Vorfälle erklärten:
• Geschwindigkeitsüberschreitungen waren in 40,18 % der Fälle die Ursache.
• Alkohol am Steuer spielte in 29,45 % der Unfälle eine Rolle.
Besonders betroffen waren Motorradfahrer: In 76,92 % aller Unfälle waren Motorräder beteiligt. Laut DDPM ereigneten sich die meisten Kollisionen auf geraden Strecken (78,22 %), häufig auf Fernstraßen (36,81 %) und Dorf- und Gemeindestraßen (29,75 %).

Gefährlichste Uhrzeiten und Altersgruppen
Die Analyse der Unfallzeitpunkte zeigte eine kritische Phase rund um Mitternacht. Zwischen 00:01 Uhr und 03:00 Uhr wurden 25,15 % aller Vorfälle verzeichnet – eine Zeitspanne, in der viele Menschen von Feiern zurückkehrten.
Die Altersgruppe der 20- bis 29-Jährigen war besonders stark betroffen und stellte 22,91 % der Opfer. Die Behörden sehen darin ein klares Risikomuster bei jungen Erwachsenen im motorisierten Verkehr.
Phuket und Bangkok besonders betroffen
Regional stach vor allem die Urlaubsinsel Phuket hervor: Dort wurden die meisten Unfälle (34) und Verletzten (38) gemeldet. Die Touristenprovinz ist während der Feiertage traditionell stark frequentiert, was das Verkehrsaufkommen zusätzlich erhöht.
Die Hauptstadt Bangkok verzeichnete dagegen die höchste Zahl an Todesopfern. Dort starben 12 Menschen im Straßenverkehr innerhalb der ersten drei Neujahrstage.
Teil der „Sieben gefährlichen Tage“
Die Bilanz ist Teil der landesweiten Kampagne „Seven Dangerous Days Road Safety Campaign“, in deren Rahmen Behörden jedes Jahr die Unfallsituation rund um den Jahreswechsel eng überwachen. Ziel ist es, typische Risikomuster zu erkennen und gezielt gegen Rasen, Trunkenheit am Steuer und unzureichende Sicherheit im Motorradverkehr vorzugehen.
Nach den nun veröffentlichten Zahlen dürfte der Druck auf Verkehrsbehörden und Polizei steigen, bestehende Maßnahmen weiter zu verschärfen und Kontrollen während der Hauptreisezeiten auszuweiten.
🗣 Wie oft muss sich das noch wiederholen?
Jedes Jahr dieselben Appelle, dieselben Plakate, dieselben Slogans – und doch wieder Leichensäcke auf dem Asphalt.
Ist das ein Vollzugsproblem, ein Mentalitätsproblem oder politisches Wegsehen?
Und wann hört „individuelle Schuld“ auf, wenn Muster seit Jahren identisch bleiben?
Was müsste sich jetzt ändern, damit diese Zahlen nicht zur Normalität werden?




Da wird sich nie was ändern so lange Polizei und Regierung nichts drastisches Unternimmt.
Das fängt damit an, dass Verkehrssünder nicht bestraft werden. Ausweisentzug konfiszieren des Auto usw.
Es muss richtig weh tun, dass man es lernt.
Bei Kontrollen nicht nur den Farang kontrollieren und büssen. Auch die Einheimische Bevölkerung.
Es wird leider schwierig bei der Korruption die da herrscht.