Chiang Mai: Fünf Monate Feuerverbot

Chiang Mai: Fünf Monate Feuerverbot
Workpoint

CHIANG MAI, THAILAND – Die Provinz Chiang Mai hat ein umfassendes Verbot für offenes Abbrennen von 1. Januar bis 31. Mai 2026 in Kraft gesetzt, um die anhaltende Feinstaubbelastung durch PM2,5 einzudämmen.

Fünfmonatiges Verbot für offenes Feuer

Seit dem 1. Januar 2026 ist in der gesamten Provinz jegliche Form von offenem Abbrennen untersagt, sofern sie nicht in eigens ausgewiesenen Brennstoff-Management-Zonen stattfindet. Ziel ist es, den wiederkehrenden Smog während der Trockenzeit zu begrenzen.

Die Anordnung wurde am 2. Januar 2026 von Ratthaphon Naradisorn, dem Gouverneur von Chiang Mai, unterzeichnet. In der Bekanntmachung werden die Zonen für Brennstoffmanagement und kontrollierte Feuer für das Haushaltsjahr 2026 festgelegt.

Außerhalb dieser ausgewiesenen Flächen ist offenes Feuer vollständig verboten. Innerhalb von Gemeinden ist zudem das Verbrennen von Müll, Ästen und Laub untersagt. Die Behörden wurden angewiesen, bei Verstößen das Gesetz konsequent anzuwenden.

Gesundheitsrisiko durch anhaltenden Smog

Chiang Mai hatte seit Jahren mit massiven Smogproblemen zu kämpfen, vor allem in der Trockenzeit, wenn die PM2,5-Werte regelmäßig ein Mehrfaches der Grenzwerte erreichen. Die Provinz greift daher immer wieder zu Notmaßnahmen, um die Luftqualität zu verbessern.

Als Hauptquellen der Luftverschmutzung gelten:

• offenes Abbrennen in freier Fläche

• landwirtschaftliche Feuer

• Verbrennen von Gemeindeabfällen

Abgase aus dem Straßenverkehr

Die Situation belastet die öffentliche Gesundheit erheblich. Feine Partikel der Größe PM2,5 können tief in die Lunge eindringen und gelten als Auslöser für Atemwegs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Strenge Auflagen für notwendige Feuer

Die aktuelle Provinzanordnung lässt nur eng begrenzte Ausnahmen für zwingend notwendiges Brennstoffmanagement zu. Solche Einsätze sind nur unter strikten Auflagen erlaubt.

Wer kontrollierte Feuer durchführen will, muss sich über das Fire-D/Burn Check-System registrieren und vorab eine Genehmigung beim Bezirkszentrum zur Verhütung und Lösung von Waldbränden, Smog und Feinstaub einholen.

Genehmigte Maßnahmen müssen Feuerschneisen vorsehen und klar definierte Vorkehrungen enthalten, um ein Übergreifen der Flammen auf umliegende Flächen zu verhindern.

Nationale Einstufung als Kontrollzone

Auf nationaler Ebene hat der Nationale Umweltbeirat die Provinzen Chiang Mai, Chiang Rai, Lamphun und Mae Hong Son unter der Kennziffer 2568 als Verschmutzungskontrollzonen ausgewiesen. Diese Einstufung soll zusätzliche Maßnahmen zur Kontrolle, Verringerung und Beseitigung von Luftschadstoffen in der kritischen Phase von Februar bis Mai ermöglichen.

Die Behörden rechnen damit, dass die strengeren Regelungen die Durchsetzung lokaler Verbote stützen und eine engere Zusammenarbeit zwischen Provinz-, Bezirks- und Gemeindeebene erzwingen.

Messwerte steigen bereits an

Daten aus dem Climate Change Data Centre der Universität Chiang Mai zeigen, dass die Belastung bereits zunimmt. Um 10.00 Uhr wurde im Unterdistrikt Sri Dong Yen im Bezirk Chai Prakan der höchste stündliche PM2,5-Wert mit 74 Mikrogramm pro Kubikmeter gemessen.

Dieser Wert wird als Orange-Stufe eingestuft und gilt als gesundheitsgefährdend. Im Stadtgebiet von Chiang Mai erreichte der Unterdistrikt Mae Hia einen Wert von 52 Mikrogramm pro Kubikmeter.

Ein Bericht von Workpoint weist darauf hin, dass die Behörden in den kommenden Monaten sowohl die Luftqualität als auch die Wirksamkeit der Durchsetzung des Verbots genau beobachten wollen. Die Effekte des verlängerten Brennverbots sollen bewertet werden, wenn sich die jährliche Hochsaison des Smogs nähert.

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Quelle: Workpoint

2 Kommentare zu „Chiang Mai: Fünf Monate Feuerverbot

  1. Wieso höre ich diesen Witz alle Jahre wieder, unternommen wird gar nichts!
    Es so eine Lachnummer das ganze. Papier ist geduldig, der Gouverneur kann unterschreiben was er will, es ändert sich nichts. In Europa ist heute der 1. April. 😂

  2. das ist der durchbruch ein feuerverbot fuer 5 monate !!
    bin jetzt schon gespannt wie ein flitzebogen wenn der WB uns in ca. 3 monaten die feinstaubbelastung kund tut !
    wieder gefasell wie seit 20j. , wenn sich auch nur ein kleiner teil der thais daran haelt darf man die nachbarlaender nicht vergessen, die fackeln auch felder, muell ect. ab !!

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