Neujahr endet tödlich: 207 Tote in fünf Tagen

Neujahr endet tödlich: 207 Tote in fünf Tagen
Prasit Tangprasert, Bangkok Post

BANGKOK – Die vorläufige Bilanz der „Sieben Gefährlichen Tage“ ist erschütternd. In nur fünf Tagen starben 207 Menschen im Verkehr. Phuket ist der gefährlichste Ort, Bangkok die tödlichste Stadt.

Zahlen schockieren das ganze Land

Gesundheitsminister Pattana Promphat präsentierte die schreckliche Statistik vom 30. Dezember bis 3. Januar. Es gab 1.185 Verkehrsunfälle.

Dabei wurden 1.141 Menschen verletzt und 207 getötet. Das sind durchschnittlich 41 Tote pro Tag. Eine nationale Tragödie.

Nur neun der 76 Provinzen meldeten keine Todesfälle. Alle anderen waren Schauplatz von Leid und Verlust.

Phuket ist der gefährlichste Unfall-Hotspot

Die Ferieninsel Phuket führt die traurige Liste an. Hier gab es 47 Unfälle und 51 Verletzte. Der Tourismus-Hotspot wird zum Risikogebiet.

Die Hauptstadt Bangkok verzeichnete mit 18 Toten die höchste Zahl an Verkehrstoten. Die Zahlen der Rückreisewelle vom Sonntag könnten die Statistik weiter in die Höhe treiben.

Minister Pattana warnte die Rückkehrer eindringlich vor Leichtsinn und Übermüdung am Steuer.

Raserei und Alkohol sind die größten Killer

Die Hauptursache für die tödlichen Crashs ist eindeutig: Überhöhte Geschwindigkeit. Sie war für 33 Prozent aller Unfälle verantwortlich.

Schneiden und gefährliche Überholmanöver folgten mit 22 Prozent. In 73 Prozent der Unfälle waren Motorräder verwickelt.

Der Direktor der Bewährungsbehörde, Piya Raksakul, gab eine weitere alarmierende Zahl bekannt: 2.957 Personen wurden wegen Trunkenheit am Steuer auf Bewährung gesetzt.

Gesellschaft zahlt einen hohen Preis

Die Zahlen zeigen ein fatales Bild der Verkehrssicherheit. Neben den 160 Drogenfahrern wurden auch vier Raser und zwei Geschwindigkeitssünder verurteilt.

Jeder dieser Fälle steht für eine vermeidbare Gefahr, die in Krankenhäuser, Trauer und zerstörte Existenzen mündet.

„Jeder Tote ist einer zu viel. Diese Bilanz ist eine schallende Ohrfeige für unser Verkehrssystem“, kommentiert ein Verkehrsexperte.

Rückreisewelle noch im Gange

Die Behörden stehen unter enormem Druck. Die intensiven Kontrollen und Checkpoints laufen noch bis zum 5. Januar.

Die schlimmste Phase könnte jedoch noch bevorstehen: Die Zahlen der massiven Rückreise der Urlauber in die Ballungszentren wie Bangkok, Chonburi und Samut Prakan.

Die Ermüdung nach den Feiertagen, restlicher Alkohol und die Ungeduld, nach Hause zu kommen, sind eine tödliche Mischung.

Was jetzt getan werden muss

Verkehrssicherheitsgruppen fordern ein sofortiges und radikales Umdenken. Strafen für Raserei und Alkohol am Steuer müssten massiv verschärft werden.

Die Helmpflicht für Motorradfahrer muss endlich lückenlos durchgesetzt werden. Die technische Überwachung des Verkehrs, etwa durch Section Control, sollte ausgeweitet werden.

Diese 207 Toten sind 207 Gründe, nicht länger wegzuschauen. Thailand muss den Krieg auf seinen Straßen endlich entschlossen führen – bevor die nächsten Feiertage kommen.

🗣 Wie viele Tote sind noch „normal“?

Jedes Jahr dieselben Zahlen, dieselben Appelle – und doch wieder Hunderte Opfer.
Liegt das Problem bei Gesetzen, Kontrollen oder schlicht bei uns selbst?

Ab wann ist ein Todesopfer nicht mehr Statistik, sondern ein Versagen des Systems?
Was muss sich ändern, damit Neujahr kein Synonym für Tote auf Thailands Straßen bleibt?

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Quelle: Bangkok Post

Ein Kommentar zu „Neujahr endet tödlich: 207 Tote in fünf Tagen

  1. jedes jahr das gleiche , ausser lippenbekenntnisse aendert sich nichts, so wie folgender bericht eindrucksvoll zeigt!
    samstag abend 21.10uhr , ich wollte von phattalung aus nach hause und fuhr auf eine grosse ampelgesteuerte kreuzung zu.
    von weitem sah ich das ich gruen hatte , wusste aber das ich es nicht mehr schaffen werde, so kam es auch !
    ich rollte auf die kreuzung zu und fing langsam an abzubremsen , die ampel war zu diesem zeitpunkt ca. 1min. voll auf dunkel rot. auf der rechten spur kam ein roter PKW und fuhr ohne einen versuch des bremsens , einfach rueber !!
    damit nicht genug , es kam ein moped ich sah das scheinwerferlicht im spiegel schnell naeher kommen , und dachte noch , der wird doch wohl nicht …….. doch das moped fuhr mit hoher geschwindigkeit und besetzt mit drei jugendlichen auf der linken standspur an mir vorbei .
    die gegenseite hatte zu diesem zeitpunkt immer noch fettes gruen, und das moped fuhr einfach weiter.
    was waere wenn in diesem moment ein auto …… lassen wir das .
    habe die aufnahme zuhause herausgeschnitten separat gespeichert mit der absicht diese an der richtigen stelle zu veroeffentlichen . mir war es aber nicht moeglich die kennzeichen unkenntlich zu machen (verpixeln)
    und koennte so bei veroeffentlichung belangt werden !
    wenn man sich den klipp anschaut kann man nur sagen ,was fuer …… !!
    man stelle sich vor ein farang waer gekommen und haette dem eine volle breitseite gegeben , das waer boese geendet. dann die schuldfrage, es waeren ploetzlich zeugen da die gesehen haben das der farang bei rot rueber ist , und dann ????? beweise mal das gegenteil !!
    eine dash-cam gibt aufloesung , kann ich nur jedem empfehlen , eine cam . sehr gute qualitaet wird nicht mehr als 800 tb kosten , eine anschaffung die sich rechnet !!

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