Lebensgefahr! Affen-Biss überträgt Tollwut

Lebensgefahr! Affen-Biss überträgt Tollwut
The Phuket News

PHUKET / PHI PHI – Ein britischer Rettungshelfer schlägt Alarm: Innerhalb weniger Tage wurden mindestens zehn Urlauber von Affen gebissen. Die Gefahr: Jeder Biss kann tödliche Tollwut übertragen!

Gefährliche Selfie-Falle auf Monkey Beach

Vinnie Modell, Gründer der „Rescue Team Volunteers Phuket“, beobachtet einen besorgniserregenden Trend. Über die Weihnachtsfeiertage und Neujahr häuften sich die Vorfälle.

Die meisten Bisse passierten auf der berühmten Monkey Beach auf Phi Phi Island. Weitere gab es in Pattaya.

„Das sind wilde Tiere. Jede Interaktion, besonders beim Füttern oder Fotografieren, kann in einem Biss enden“, warnt Modell eindringlich. Die Opfer kamen aus Großbritannien, Deutschland und Israel.

Warum die Affen so aggressiv werden

Das Problem ist hausgemacht. Die Makaken auf Phi Phi und am Toh Sae Hill in Phuket Town sind an Menschen gewöhnt – aber nicht zahm.

Jahrelanges unerlaubtes Füttern durch Touristen hat sie fordernd und aggressiv gemacht. Sie assoziieren Menschen mit Futter und werden ungeduldig, wenn sie nichts bekommen.

Offizielle Schilder, die vor dem Füttern und Annähern warnen, werden konsequent ignoriert. Die Tiere verlieren ihre natürliche Scheu – mit gefährlichen Folgen.

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Unterschätzte Gefahr: Eine tödliche Viruskrankheit

Glück im Unglück: Die Bisse der letzten Wochen verursachten keine schweren Verletzungen. Doch die wahre Gefahr lauert unsichtbar.

Jeder Affenbiss kann tödliche Viren und Bakterien übertragen. Das größte Risiko ist Tollwut (Rabies), eine nahezu immer tödliche Krankheit, wenn sie nicht sofort behandelt wird.

Die Behandlung ist schmerzhaft: Sie umfasst eine Serie von Impfungen und Antikörper-Spritzen, die direkt in die Wunde gesetzt werden müssen, um eine Infektion zu verhindern.

Das müssen Sie im Ernstfall sofort tun

Die Gesundheitsbehörden geben klare Anweisungen: Bei einem Biss sofort die Wunde mit fließendem Wasser und Seife auswaschen.

Anschließend muss sie abgedeckt werden. Der entscheidende Schritt: Sofort einen Arzt aufsuchen! Jede Minute zählt.

Nur eine rechtzeitige postexpositionelle Prophylaxe kann den Ausbruch der tödlichen Tollwut verhindern. Ein Krankenhausbesuch ist unverzichtbar.

Appell an alle Thailand-Urlauber

Vinnie Modells Botschaft ist klar: „Kein Foto ist einen Krankenhausaufenthalt wert. Respektiert die Tiere als Wildtiere und haltet Abstand.“

Touristen müssen verstehen, dass eine „süße“ Begegnung für ein Selfie lebensgefährlich enden kann. Die Verantwortung liegt beim Menschen.

Die thailändischen Behörden verstärken ihre Warnungen, doch die letzte Entscheidung trifft jeder Urlauber selbst. Vernunft kann Leben retten.

So verhalten Sie sich richtig

Halten Sie mindestens fünf Meter Abstand zu den Affen. Vermeiden Sie direkten Augenkontakt, das wird als Bedrohung gewertet.

Verstecken Sie Essen und verzichten Sie komplett auf das Füttern. Schützen Sie vor allem Kinder, die oft als erste angegriffen werden.

Genießen Sie die Schönheit der Natur – aber aus der Ferne. So schützen Sie sich und helfen, die wilden Tiere in ihrem natürlichen Verhalten zu belassen.

🗣 Niedlich – bis es blutig wird

Ein Foto. Ein Stück Banane. Ein kurzer Moment der Nähe.
Und plötzlich geht es nicht mehr um Urlaub, sondern um Spritzen, Angst und Wochen voller Behandlungen.

Warum ignorieren so viele Warnungen, nur um ein Bild zu posten?
Sind soziale Medien stärker als gesunder Menschenverstand?
Oder wird das Risiko von Behörden und Reiseanbietern immer noch verharmlost?

Schreib ehrlich:
Wer trägt die Verantwortung – die Touristen, die Veranstalter oder beide?

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Quelle: The Thaiger

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