US-Tourist kopfüber von Hochspannungsleitung gerettet

US-Tourist kopfüber von Hochspannungsleitung gerettet
The Nation

PATTAYA – Ein Adrenalin-Trip endete am Montag in einer lebensgefährlichen Katastrophe. Ein amerikanischer Paraglider landete auf einem Hochspannungsmast. Die spektakuläre Rettung legte die ganze Ferieninsel lahm.

Notruf gegen 14:30 Uhr

Die Rettungsleitstelle der Sawang Boriboon Stiftung in Pattaya erhielt den dramatischen Anruf. Ein Ausländer sei mit seinem Gleitschirm auf einem Strommast gefangen.

Der Einsatzort: der Ta Waen Beach auf Koh Larn. Sofort rückten Rettungsfreiwillige und Polizei von der Inselwache aus.

Vor Ort bot sich ein schockierender Anblick für die versammelten Touristen.

Schockmoment am Mast

Der Mast ragte mehr als zehn Meter in die Höhe. Oben hing kopfüber der 55-jährige US-Amerikaner Michael Travis Langhart.

Seine Leinen und der Schirm hatten sich in der Konstruktion verfangen. Er baumelte mit dem Kopf nach unten und schrie um Hilfe.

Die Lage war extrem heikel. Jede falsche Bewegung konnte einen tödlichen Stromschlag oder einen Sturz auslösen.

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Drastische Rettungsaktion: Ganz Koh Larn dunkel

Die Retter standen vor einem Dilemma. Der Mast führte Hochspannung. Eine Bergung unter Strom war unmöglich.

Sie entschieden sich für die einzige sichere Lösung: Sie ließen den Strom auf der ganzen Insel Koh Larn abstellen.

Ein massiver Eingriff. Restaurants, Hotels, Haushalte – alles lag im Dunkeln. Der Preis für eine Menschenrettung war hoch.

Fast eine Stunde in der Luft

Mit speziellem Gerät und unter höchster Vorsicht arbeiteten sich die Retter zu dem Mann vor. Die Operation dauerte fast eine Stunde.

Endlich konnte Langhart geborgen werden. Er wies Abschürfungen an beiden Beinen und Verbrennungen durch einen Stromschlag auf.

Sofort brachte ihn ein Rettungswagen in das Ban Koh Larn Krankenhaus. Sein Zustand war ernst, aber stabil.

Der erfahrene Pilot und der tragische Fehler

Laut Rettungskräften ist Langhart ein lizenzierter Paraglider und Fallschirmspringer. Seine Lizenz wurde vom thailändischen Luftfahrtverband ausgestellt.

Startpunkt war ein Hügel mehrere hundert Meter über dem Meer auf Koh Larn. Ziel war die Landung am Ta Waen Beach.

Doch er verlor die Kontrolle und schlug direkt in den Hochspannungsmast ein. Ein winziger Fehler mit riesigen Folgen.

Die Folgen für den Touristen und die Insel

Der Verletzte wurde zur weiteren Behandlung nach Pattaya überstellt. Die Verbrennungen durch den Stromschlag benötigen spezielle Versorgung.

Für die Bewohner und Gäste von Koh Larn war der mehrstündige Stromausfall ein massiver Einschnitt. Die Infrastruktur der Insel wurde auf eine harte Probe gestellt.

Die Rettung war ein Erfolg. Doch sie wirft Fragen auf: Sind die Flugrouten für Luftsport über der dicht besiedelten Insel sicher genug? Dieser Vorfall wird Nachwirkungen haben.

🗣 Abenteuer oder Leichtsinn?

Ein Sprung vom Hügel. Ein paar Sekunden Freiheit.
Dann ein Strommast, brennende Haut – und eine ganze Insel ohne Strom.

Wie sicher ist Abenteuersport in touristischen Zonen wirklich?
Reichen Lizenzen und Erfahrung aus – oder braucht es klarere Flugzonen, strengere Kontrollen und No-Fly-Bereiche?

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Und eine unbequeme Frage:
Wer trägt Verantwortung, wenn ein Hobby plötzlich Hunderte betrifft?

Schreib offen:
Wo endet Freiheit – und wo beginnt das Risiko für andere?

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Quelle: The Nation

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