Dating-App-Drama: Witwe verliert halbe Million

Dating-App-Drama: Witwe verliert halbe Million
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NONTHABURI – Eine einsame Witwe suchte Liebe – und fand einen Betrüger. Über die App Omi lernte sie einen Mann kennen, der sich als erfolgreicher Ingenieur ausgab. Zwei Jahre lang unterstützte sie ihn finanziell. Dann stahl er wertvolle Amulette, die einst ihrem verstorbenen Ehemann gehörten.

Tragische Suche nach Liebe

Die 43-jährige Lotterieverkäuferin Manida war nach dem Tod ihres Mannes sehr einsam. Im Juli 2023 versuchte sie ihr Glück auf der Dating-App Omi. Dort lernte sie einen Mann kennen, der sich als Chawalit (47) vorstellte.

Er behauptete, ein Ingenieur von einer renommierten Universität zu sein. Die beiden wurden ein Paar. Laut Manida übernahm sie von Beginn an alle gemeinsamen Kosten.

Sie vertraute ihm sogar ihre Kreditkarte an. Zwei Jahre lang unterstützte sie ihn in der festen Überzeugung, eine seriöse Beziehung mit einem gebildeten Mann zu führen.

Der fiese Diebstahl der Familienerbstücke

Im Juni 2024 geschah der Vorfall, der alles veränderte. Chawalit besuchte sie wie üblich zu Hause. Als Manida kurz duschen ging, nutzte er die Gelegenheit.

Er rief ihr zu, eine Besorgung machen zu müssen, und verließ das Haus. Als sie später nachsah, war sie geschockt: Neun goldgefasste Amulette waren verschwunden.

Es handelte sich um wertvolle buddhistische Amulette und persönliche Erinnerungsstücke ihres verstorbenen Mannes. Der materielle und emotionale Schaden ist immens.

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Dreifache Täuschung des „Ingenieurs“

Als Manida ihn konfrontierte, wischte Chawalit ihre Sorgen zunächst beiseite. Er versprach, den Wert zu ersetzen – was er nie tat.

Die schlimmste Erkenntnis folgte später: Der angebliche Ingenieur war in Wirklichkeit ein einfacher Blumenverkäufer auf einem lokalen Markt.

Er hatte seine gesamte Identität erfunden, um das Vertrauen der einsamen Frau zu gewinnen. Der emotionale Betrug wiegt genauso schwer wie der Diebstahl.

Polizei zeigt kaum Fortschritte – Stiftung hilft

Verzweifelt zeigte Manida den Diebstahl bei der Polizei von Plai Bang in Nonthaburi an. Doch die Ermittlungen kamen nicht voran.

Daher wandte sie sich an die Foundation Campaigning to Reclaim Social Justice (CRSJ). Der Vorsitzende Ronnarong Kaewpetch nahm sich sofort ihrer Sache an.

„Der Diebstahl aus einem Privathaus ist eine Straftat, die mit bis zu drei Jahren Gefängnis geahndet wird. Das ist nicht privat zu regeln“, betonte er.

Experten warnen vor Dating-App-Risiken

Ronnarong erklärte, dass freiwillige Geschenke in einer rechtlichen Grauzone liegen. Der Diebstahl von persönlichem Eigentum, besonders von Erinnerungsstücken eines Verstorbenen, sei jedoch ein klarer Straftatbestand.

Die Stiftung wird nun dabei helfen, den Fall voranzutreiben. Gleichzeitig warnt sie die Öffentlichkeit vor den Risiken von Dating-Apps.

Immer häufiger nutzen Kriminelle die emotionale Verletzlichkeit einsamer Menschen aus, um an Geld oder Wertgegenstände zu gelangen.

Immer mehr Fälle in Thailand

Dieser Fall ist kein Einzelfall. Aus Nonthaburi wurde kürzlich auch von einem Mann berichtet, der sein Motorrad an eine Frau verlor, die er online kennengelernt hatte.

Die Muster sind ähnlich: Falsche Identitäten, emotionale Manipulation und finanzielle Ausbeutung. Die thailändischen Behörten sind gefordert, schärfer gegen diese Form des Cyber-Betrugs vorzugehen.

Für Manida bleibt neben dem finanziellen Verlust von fast 500.000 Baht (ca. 12.500 Euro) vor allem der schmerzhafte Verlust der Erinnerungen an ihren Mann.

🗣 Wenn Nähe zur gefährlichsten Währung wird

Nicht Hacker, nicht fremde Anrufe – sondern Zuneigung, Zeit und Vertrauen.
Zwei Jahre Beziehung, gemeinsame Tage, geteiltes Leben – und am Ende verschwinden Geld und Erinnerungsstücke eines verstorbenen Ehemanns.

Wie schützt man sich, wenn der Betrug nicht von außen kommt, sondern aus dem eigenen Wohnzimmer?
Sollten Dating-Apps stärker haften?
Oder ist emotionale Vorsicht heute der einzige echte Selbstschutz?

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Quelle: The Thaiger

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