BANGKOK – Jetzt geht’s um die ganz großen Zahlen! Die Tourism Authority of Thailand (TAT) hat einen ehrgeizigen Plan für 2026 vorgelegt. Trotz globaler Krisen soll die Einnahmen-Marke von 3 Billionen Baht geknackt werden.
Die harten Zahlen des Traumziels
TAT-Gouverneurin Thapanee Kiatphaibool legte die Messlatte hoch. Das Ziel für 2026: 3 Billionen Baht (ca. 74 Mrd. Euro) Gesamtumsatz im Tourismus. Das wäre ein Plus von 11% gegenüber 2025.
Dafür sollen 36,7 Millionen internationale Touristen ins Land kommen. Der Inlandsverkehr soll auf rekordverdächtige 210 Millionen Trips anwachsen.
Die Aufteilung ist klar: 2 Billionen Baht aus dem Ausland, 1 Billion Baht aus dem Inland. Ein kühner Plan in unsicheren Zeiten.
Die 5 Säulen der neuen Wunder-Strategie
Der Schlüssel zum Erfolg heißt „Amazing 5 Economy“. Diese fünf Säulen sollen den thailändischen Tourismus revolutionieren:
1. Life Economy: Thailand wird zum Wellness- und Medical-Hub. Die Kampagne „Healing is the New Luxury“ (Heilen ist der neue Luxus) lockt zahlungskräftige Gäste an.
2. Sub-Culture Economy: Zielgruppe sind Nischen-Märkte wie Filmemacher, Sportler, Yacht- und Privatjet-Reisende.
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3. Night Economy: Kreatives Nachtleben soll nicht nur Bangkok, sondern auch Sekundär-Destinationen beleben.
4. Circular Economy: Tourismus nach dem Reduce-Reuse-Recycle-Prinzip. Fokus liegt auf nachhaltigen Sekundärstädten.
5. Platform Economy: Digitale Plattformen sollen nahtlose Reiseerlebnisse von der Buchung bis zur Bezahlung schaffen.
Warum Thailand trotz Krise optimistisch ist
Das Jahr 2025 lieferte die Blaupause. Zwar gingen die Besucherzahlen aus China und Malaysia zurück, doch die Langstreckenmärkte boomen.
Aus Europa, Amerika, dem Nahen Osten und Afrika kamen rekordverdächtige 10,8 Millionen Gäste. Großbritannien und die USA knackten erstmals die Marke von je 1 Million Besuchern.
Dieses Potenzial will die TAT jetzt systematisch ausschöpfen – trotz geopolitischer Spannungen und eines starken Baht.
Die größten Herausforderungen auf dem Weg
Die Hürden sind nicht klein: Globale Wettbewerbsfähigkeit, hohe Haushaltsverschuldung, Sicherheitsbedenken und Naturkatastrophen.
Die TAT setzt daher auf Qualität statt Quantität. Fünf unterstützende Strategien sollen den Erfolg sichern.
Dazu zählen die Stärkung der Marke „Amazing Thailand“, Premium-Destinationen und Partnerschaften mit Airlines.
So soll der Umsatz das ganze Jahr fließen
Ein weiterer Hebel sind ganzjährige Events und Festivals. Das „Sub-Culture“-Modell wird von Krabi auf Chiang Mai ausgeweitet.
Pilotprojekte in Phang Nga, Nan und Phetchaburi testen das „Green Destination“-Konzept. Nachhaltigkeit wird zum Verkaufsargument.
Für Inlandsgäste gilt das Motto „Holistic Travel“ – ganzheitliches Reisen mit höheren Ausgaben. Internationale Gäste sollen sinnstiftende Erlebnisse finden.
Botschaft an die Welt
Die Kernbotschaft nach außen ist klar: Thailand ist ein Ort der Heilung und des Luxus. Die „Healing is the New Luxury“-Kampagne zielt genau darauf ab.
Zusammenarbeit mit globalen Medien und Digitalplattformen soll die Reichweite maximieren. Thailand will nicht nur besucht, sondern als sinnvolle Destination erlebt werden.
Die Jagd nach den 3 Billionen Baht hat begonnen. Der Plan ist ambitioniert, die Strategie durchdacht. Jetzt muss ihn die Realität einholen.
🗣 Wenn Visionen auf Realität treffen
Drei Billionen Baht. Qualitätstourismus. Heilung statt Handtuchkrieg.
Thailands Tourismus will sich neu erfinden – luxuriöser, nachhaltiger, zahlungskräftiger.
Doch die große Frage bleibt:
Kann man ein Massentourismus-Land wirklich in eine Premium-Destination umbauen, ohne seine Basis zu verlieren?
Sind Wellness, Subkultur und Night Economy der Weg aus der Abhängigkeit –
oder nur neue Etiketten auf einem alten System?
Was glaubst du:
Strategischer Befreiungsschlag – oder Wunschdenken mit Hochglanzfolie?



