USA: Kein Visa mehr für Thailänder!

USA: Kein Visa mehr für Thailänder!
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Die USA ziehen die Notbremse und stoppen Visa für 75 Länder – darunter auch Thailand. Was steckt hinter dem knallharten Schritt, und wie lange dauert das an?

Visa-Stopp sorgt für weltweites Beben

Ein politischer Paukenschlag aus Washington! Die US-Regierung hat angeordnet, die Visa-Bearbeitung für Antragsteller aus 75 Ländern vorläufig auszusetzen. Betroffen sind Menschen aus Asien, Afrika, Europa und dem Nahen Osten – darunter auch Thailand. Der Stopp gilt ab dem 21. Januar und ist zeitlich nicht begrenzt.

Wie der US-Sender Fox News berichtet, stammt die Anordnung direkt aus dem US-Außenministerium. Begründung: Man wolle verhindern, dass Menschen einreisen, die später als „öffentliche Belastung“ für den amerikanischen Sozialstaat gelten könnten. Ein drastischer Schritt – mit enormen Folgen für Millionen.

Konsulate müssen Visa ablehnen

Interne Dokumente des US-Außenministeriums zeigen: Konsularbeamte weltweit wurden angewiesen, Visa-Anträge aus den betroffenen Ländern konsequent abzulehnen – und zwar auf Grundlage bestehender Gesetze. Gleichzeitig läuft eine umfassende Neubewertung der Prüf- und Kontrollverfahren.

Das bedeutet: Selbst vollständige Anträge mit korrekten Unterlagen haben aktuell keine Chance. Die Maßnahme soll so lange gelten, bis das Ministerium seine internen Prozesse neu bewertet und angepasst hat. Ein konkretes Enddatum? Fehlanzeige!

Diese Länder trifft es besonders hart

Die Liste der betroffenen Staaten ist lang und politisch brisant. Genannt werden unter anderem Somalia, Russland, Afghanistan, Brasilien, Iran, Irak, Ägypten, Nigeria, Jemen – und Thailand. Insgesamt sind es 75 Länder, deren Bürger vorerst nicht mehr regulär in die USA einreisen dürfen.

Für viele bedeutet das: Studienpläne geplatzt, Geschäftsreisen gestrichen, Familien getrennt. Besonders hart trifft es Länder, aus denen traditionell viele Menschen in die USA auswandern oder dort arbeiten wollen.

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„Öffentliche Belastung“ als Schlüsselbegriff

Bereits im November des vergangenen Jahres hatte das US-Außenministerium alle Botschaften und Konsulate angewiesen, strengere Regeln anzuwenden. Grundlage ist der sogenannte „Public Charge“-Paragraph im US-Einwanderungsrecht.

Dabei prüfen Beamte, ob Antragsteller möglicherweise künftig auf staatliche Leistungen angewiesen sein könnten. Bewertet werden unter anderem Gesundheitszustand, Alter, Englischkenntnisse, finanzielle Lage sowie der mögliche Bedarf an langfristiger medizinischer Versorgung.

Ein Sprecher des Außenministeriums erklärte dazu:

„Das Ministerium wird seine seit langem bestehenden Befugnisse nutzen, um Einwanderer zu prüfen, die eine Belastung für die US-Gesellschaft werden könnten.“

Trump verschärft Einwanderungskurs weiter

Der Visa-Stopp reiht sich ein in eine harte Migrationspolitik, die US-Präsident Donald Trump seit seinem Amtsantritt im Januar verfolgt. Bereits zuvor hatte er massive Maßnahmen gegen Migranten angekündigt und umgesetzt.

Im November versprach Trump sogar, die Einwanderung aus Ländern der Dritten Welt dauerhaft zu stoppen. Hintergrund war ein tödlicher Vorfall nahe dem Weißen Haus, bei dem ein afghanischer Täter einen Angehörigen der Nationalgarde erschoss. Seitdem zieht die Regierung die Zügel immer weiter an.

Wie lange der Visa-Stopp andauert und ob es Ausnahmen geben wird, ist völlig offen. Sicher ist nur eins: Die Welt schaut fassungslos auf Washington.

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