PATTAYA, THAILAND – Die Behörden von Pattaya haben am Abend des 15. Januar 2026 eine koordinierte Razzia gegen Betteln in zentralen Touristengebieten durchgeführt und dabei 15 Personen festgehalten und überprüft.
Koordinierter Einsatz in touristischen Hotspots
Angeführt wurde der Einsatz von Nathaphop Yom Jinda, stellvertretender Bezirkschef von Banglamung, und Damrongkiat Phinitkan, stellvertretender Bürgermeister von Pattaya City. Beteiligt waren Beamte der Pattaya City Police Station, des Sozialamts von Pattaya, der Einwanderungsbehörde Chonburi, des Provinzbüros für soziale Entwicklung und menschliche Sicherheit (DSDHS) sowie der Sondereinheit für besondere Angelegenheiten der Stadt.
Im Fokus standen stark frequentierte Bereiche wie die Pattaya Beach Road, die Sukhumvit Road Pattaya Soi 2 sowie der Bereich vor Wat Chai. Personen, die beim Betteln beobachtet wurden, wurden zur Pattaya Police Station gebracht, um ihre Staatsangehörigkeit zu prüfen und thailändische Staatsbürger von Ausländern zu unterscheiden.
Konsequenzen für Thais und Ausländer
Nach Angaben der Behörden werden thailändische Bettler mit Bußgeldern gemäß den geltenden Vorschriften belegt. Ausländische Staatsangehörige werden dagegen für eine Abschiebung in ihre Heimatländer vorbereitet.
Besondere Aufmerksamkeit galt Fällen, in denen Mütter mit Kindern angetroffen wurden. In diesen Situationen werden Kinder vorübergehend von zuständigen Stellen in Obhut genommen. Zudem werden, insbesondere bei Erstfällen, DNA-Tests durchgeführt, um Verwandtschaftsverhältnisse zu klären und den Kinderschutz sicherzustellen.
Sorge um das Image des Reiseziels
Stellvertreter-Bürgermeister Damrongkiat Phinitkan betonte gegenüber dem lokalen Medienteam, Betteln schade dem internationalen Ruf der Stadt: „Betteln beeinträchtigt das Bild Pattayas als führendes Reiseziel erheblich.“ Viele Urlauber gingen fälschlicherweise davon aus, es handle sich in allen Fällen um thailändische Staatsangehörige, besonders wenn Mütter mit Kleinkindern betroffen sind. Das führe zu Unbehagen und einem negativen Eindruck der Stadt.
Die Einsatzkräfte verteilten im Rahmen der Aktion „No Giving Money to Beggars“-Hinweisschilder und erinnerten alle beteiligten Beamten daran, ihre Aufgaben höflich, umsichtig und unter voller Achtung der Menschenrechte wahrzunehmen.
Zahlen, Nationalitäten und Wiederholungstäter
Für den Einsatz wurden drei Teams in allen Zielgebieten eingesetzt. Es wurden sowohl thailändische als auch kambodschanische Personen identifiziert.
Insgesamt wurden 15 Personen festgehalten:
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• 5 Frauen
• 7 Männer
• 2 Staatsangehörige aus Myanmar
• 1 Kleinkind im Alter von 1 Jahr und 2 Monaten
Alle Betroffenen wurden nach den jeweiligen Verfahren der beteiligten Behörden weiterbearbeitet. Laut den Verantwortlichen handelte es sich bei der Mehrheit der Aufgegriffenen um Wiederholungstäter.
Kampagne gegen Geldgaben an Bettler
Die Stadt Pattaya verfolgt seit Längerem eine durchgehende Kampagne „Do Not Give Money to Beggars“. Über Schilder und Informationsmaterial werden Einwohner und Besucher aufgefordert, kein Geld an Bettler zu geben und stattdessen Vorfälle zu melden.
Für Hinweise steht die DSDHS-Hotline 1300 zur Verfügung. Ziel ist eine dauerhafte und strukturierte Lösung des Problems, die sowohl die öffentliche Ordnung in den Touristengebieten als auch den Schutz besonders verletzlicher Personen stärken soll.
🗣 Hilfe oder Härte – Wo liegt die Grenze?
Betteln stört das Urlaubsbild – aber hinter jedem Menschen auf der Straße steckt eine Geschichte.
Wenn Kinder ins Spiel kommen, wird aus Ordnungspolitik sofort ein moralisches Minenfeld.
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