BANGKOK, THAILAND – Thailands Rauschgiftfahnder haben in Bangkok einen 27-jährigen Taiwaner festgenommen, der als Kopf eines internationalen Drogennetzwerks gilt. Ermittler fanden bei der Aktion Drogen und mutmaßliche Schmuggelware, die offenbar für den Export vorbereitet war.
Festnahme im Stadtteil Asok
Der Verdächtige, Chiang Ming Feng, wurde am 15. Januar 2026 in einem Condominium im belebten Asok-Viertel in Bangkok festgenommen. Die Zugriffaktion war ein gemeinsamer Einsatz der Narcotics Suppression Bureau, der Ermittlungsabteilung der Immigration sowie der Metropolitan Police.
Nach Angaben der Polizei soll Chiang als zentraler Koordinator eines grenzüberschreitenden Drogennetzwerks agiert haben. Er soll zuvor vor Haftbefehlen aus dem Ausland geflohen sein und danach in das Land eingereist sein.
Bei der Durchsuchung seines Zimmers stellten Beamte rund 5 Gramm Ketamin sicher. Außerdem fanden sie mehrere große Teppiche, eine Nähmaschine und diverses Nähwerkzeug, die den Ermittlern verdächtig vorkamen.
Drogen in Teppichen und Kosmetikbehältern
Ermittler erklärten, die Teppiche seien mit versteckten Fächern versehen gewesen. In diesen seien weiße Pulver mit dem Anschein illegaler Drogen entdeckt worden, verpackt in einer Weise, die auf eine Vorbereitung zum Versand ins Ausland hindeute. Die Substanzen werden derzeit forensisch untersucht.
Eine vertiefte Auswertung ergab laut Polizei, dass Chiang als „Gehirn“ des Netzwerks fungiert haben soll. Er habe den Schmuggel gesteuert und Lieferungen ins Ausland geplant und dirigiert.
Nach Behördenangaben nutzte die Gruppe eine besonders schwer zu erkennende Methode: Heroin der Kategorie 1 sei in eine weiße Flüssigkeit mit Lotion-Charakter umgewandelt worden. Diese Flüssigkeit sei dann in täuschend echte Fake-Behälter mit realistisch gestalteter Verpackung gefüllt worden, um Kontrollen zu umgehen. Die Sendungen seien über internationale Postdienste verschickt worden.
Spur führt von Laos nach Taiwan
Laut vorliegenden Erkenntnissen der Fahnder wurden über diese Struktur etwa zwei Kisten flüssiges Heroin mit einem Gesamtgewicht von rund 10 Kilogramm aus Laos nach Taiwan geschmuggelt. In diesem Zusammenhang identifizierten Ermittler Chiang als mutmaßlichen Organisator im Hintergrund.
Hintergrundprüfungen ergaben zudem, dass Chiang in seiner Heimat wegen vier schwerer Straftaten gesucht wird: versuchter Mord, Beteiligung an einer kriminellen Organisation, Betrug und Diebstahl.
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Ausweisung vorbereitet, Ermittlungen ausgeweitet
Die Einwanderungsbehörde hat Chiangs Aufenthaltserlaubnis inzwischen widerrufen. Er wurde an die Narcotics Suppression Bureau überstellt und soll nach nationalem Recht strafrechtlich verfolgt werden. Parallel dazu koordinieren die Behörden ihre Arbeit mit in- und ausländischen Stellen, darunter auch die taiwanischen Behörden, um weitere Mitglieder des Netzwerks zu identifizieren und festzunehmen.
Der Chef der Drogenfahndung, Lt. Gen. Archayon Kraithon, bewertete die Festnahme als wichtigen Erfolg im Kampf gegen international organisierte Kriminalität. „Die Verhaftung bedeutet einen bedeutenden Schritt beim Zerschlagen eines hochentwickelten grenzüberschreitenden Drogennetzwerks“, sagte er.
Er betonte, man werde die Ermittlungen weiter ausdehnen, um zu verhindern, dass das Land als Zufluchtsort für internationale Banden diene. Man arbeite eng mit den Behörden in Taiwan zusammen, um sicherzustellen, dass die juristischen Verfahren vollumfänglich durchgeführt werden.
🗣 Das ist eure Bühne
Flüssiges Heroin, präparierte Teppiche, internationale Routen – klingt wie ein Thriller, ist aber Realität. Zeigt dieser Fall, wie professionell diese Netzwerke inzwischen arbeiten? Oder beweist er, dass sie trotz aller Tricks irgendwann Fehler machen? Schreibt, was euch an diesem Fall am meisten schockiert.



