BANGKOK – Eine akute Hochwasser-Warnung versetzt die thailändische Hauptstadt und ihr Umland in Alarmbereitschaft. Vom 18. bis 22. Januar drohen gefährlich hohe Fluten, die tief liegende Gebiete überschwemmen könnten.
Die Warnung der Katastrophenschutzbehörde
Das Department of Disaster Prevention and Mitigation (DDPM) hat am Freitag eine offizielle Warnung herausgegeben. Sie richtet sich an sieben Provinzen in Zentralthailand.
Besonders betroffen sind Gebiete entlang des Chao Phraya Flusses. Direktor-General Teerapat Khajamat warnt vor einem kritischen Zeitfenster zwischen 7 und 10 Uhr morgens an allen fünf Tagen.
In dieser Zeit könnten die Wasserstände an sensiblen Punkten wie dem Marinestützpunkt und dem Phra Chulachomklao Fort kritische Höhen erreichen.
Diese Gebiete sind besonders bedroht
Die Behörde listet konkrete Risikogebiete auf. In Pathum Thani sind die Bezirke Muang und Sam Khok gefährdet. Nonthaburi muss in Muang, Pak Kret und Bang Kruai mit Überflutungen rechnen.
In Nakhon Pathom stehen die Bezirke Bang Len, Nakhon Chai Si und Sam Phran auf der Roten Liste. Samut Sakhon ist in seiner Gesamtheit betroffen.
Für Samut Songkhram (Muang Bezirk) und Samut Prakan (Muang, Phra Samut Chedi, Phra Pradaeng, Bang Bo) gilt höchste Vorsicht. Auch Bangkok selbst muss sich wappnen.
So bereiten sich die Behörden vor
Lokale Verwaltungen sind angewiesen, die Bevölkerung in Risikogebieten umgehend zu informieren. Besonders gewarnt werden sollen Gewerbebetriebe am Flussufer.
Dazu zählen Baustellen und flussnahe Gastronomie. Öffentliche Katastrophenschutzteams und Spezialgerät werden in Bereitschaft versetzt.
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„Die Menschen in tiefliegenden Gebieten außerhalb der Schutzdeiche müssen wachsam sein und die Lage genau beobachten“, so die offizielle Anweisung des DDPM.
Das müssen betroffene Anwohner jetzt tun
Die Behörde appelliert an alle Bewohner der genannten Gebiete, die Warnungen ernst zu nehmen. Wasserstände sollten regelmäßig geprüft werden.
Eine wichtige Informationsquelle ist die offizielle App ‚THAI DISASTER ALERT‘. Hier werden aktuelle Meldungen und Handlungsanweisungen veröffentlicht.
Für den Notfall steht die 24-Stunden-Hotline 1784 bereit. Hilfe kann auch über den Line-Account @1784DDPM angefordert werden.
Hintergrund: Warum die Gefahr so akut ist
Die prognostizierten Springfluten sind ein natürliches, aber gefährliches Phänomen. Sie treten auf, wenn Sonne und Mond in einer Linie stehen und ihre Anziehungskraft auf die Meere besonders stark ist.
In Kombination mit anderen Wetterfällen oder bereits hohen Flusspegeln kann dies zu Überschwemmungen führen. Die Metropolregion Bangkok, die teilweise unter dem Meeresspiegel liegt, ist dabei besonders verwundbar.
Die Warnung ist eine präventive Maßnahme, um Schäden an Eigentum und Gefahren für Menschenleben zu minimieren.
Appell an die Solidarität
In solchen Krisensituationen ist Gemeinschaftsgeist gefragt. Anwohner werden gebeten, nicht nur sich selbst, sondern auch gefährdete Nachbarn im Blick zu behalten.
Besonders ältere Menschen und Personen mit eingeschränkter Mobilität benötigen möglicherweise frühzeitig Unterstützung.
Die Behörden betonen, dass eine gute Vorbereitung und ein ruhiges, besonnenes Handeln der beste Schutz vor den Naturgewalten sind.
🗣 Wenn das Wasser kommt…
Jedes Jahr dieselben Warnungen – und trotzdem trifft es am Ende immer wieder die gleichen Viertel. Wird diesmal rechtzeitig gehandelt oder erleben wir erneut, wie Anwohner alleine kämpfen müssen? Was sollte der Staat deiner Meinung nach sofort tun – und was sollten die Menschen selbst vorbereiten?



