PATTAYA, THAILAND – In Banglamung bei Pattaya hat die Polizei einen 36-jährigen Nachbarn festgenommen, der laut Ermittlern das Haus direkt hinter seiner eigenen Wohnung ausgeraubt haben soll. Bei der Durchsuchung stießen die Beamten zudem auf Hinweise auf Drogenkonsum und nahmen einen weiteren Mann fest.
Anzeige nach Einbruch bringt Ermittler auf Spur
Der Fall ging auf eine Anzeige vom 13. Januar 2026 zurück. An diesem Nachmittag meldete der 51-jährige Santisak bei der Polizei Banglamung, ein Unbekannter sei in sein Haus in Soi Kraek 4 eingedrungen und habe mehrere Wertgegenstände gestohlen.
Laut Protokoll fehlten unter anderem:
• ein Hauptstromkabel zur Hauseinspeisung
• eine Beton-Bohrmaschine
• drei kleinere Bohrer
• ein Kühlschrank-Kompressor
• eine weitere Rolle Elektrokabel
Der Geschädigte übergab den Ermittlern klar erkennbares CCTV-Material, das den Täter bei der Tat zeigte und zur zentralen Grundlage der weiteren Ermittlungen wurde.
Festnahme im Nachbarhaus
Auf Basis der Videoauswertung und Befragungen in der Nachbarschaft identifizierten die Beamten den mutmaßlichen Täter als Itthisak („San“) Phunsawat, 36 Jahre alt. Er wohnt in einem nicht gekennzeichneten Haus in Soi Kraek 4/1, direkt hinter dem Grundstück des Opfers, getrennt nur durch einen gemeinsamen Zaun.
Am 17. Januar 2026 ließ Pol. Col. Sarawut Nuchanart, Leiter der Polizeistation Banglamung, eine Zugriffseinheit zusammenstellen. Geleitet wurde der Einsatz von Pol. Lt. Col. Yongyuth Wan Nuea (Stellv. Leiter Kriminalitätsbekämpfung), Pol. Lt. Col. Wutthipong Kasa (Leiter Kriminalitätsbekämpfung) und Pol. Lt. Natthan Thanya Chantawong (Stellv. Leiter Ermittlungen).
Die Beamten nahmen Itthisak in seinem Haus fest. Er gestand laut Polizei, der Mann auf den CCTV-Aufnahmen zu sein und den Einbruch begangen zu haben.
Drogenkonsum bei Durchsuchung entdeckt
Während der Durchsuchung trafen die Ermittler in dem Haus zudem auf Thotsaphon („Bo“) Hantip, einen Freund des Hauptverdächtigen. Nach Polizeiangaben war er gerade dabei, Betäubungsmittel zu konsumieren.
Die Beamten stellten Drogenutensilien sicher. Thotsaphon wurde wegen des Konsums von Betäubungsmitteln der Kategorie 1 angezeigt, also von methamphetaminbezogenen Substanzen.
Verdächtiger spricht von Geldnot wegen Kind
Im Verhör erklärte Itthisak nach Polizeiangaben, er habe die gestohlenen Gegenstände verkauft, um Geld für Milch für sein Kind zu beschaffen. Die Ermittler sehen darin allerdings keinen strafmildernden Umstand, sondern ein Motiv für den Einbruch.
Itthisak wird nun wegen Einbruchs in eine bewohnte Wohnung sowie wegen Besitzes und Konsums von Drogen der Kategorie 1 angeklagt. Thotsaphon muss sich wegen Drogenkonsums verantworten.
Beide Männer wurden zur Polizeistation Banglamung gebracht, wo die weiteren rechtlichen Schritte vorbereitet wurden.
🗣 Wenn Armut, Drogen und Kriminalität kollidieren
Ein Mann stiehlt beim Nachbarn. Er sagt, es ging um Milch für sein Kind. Doch im Haus liegen Drogenutensilien, ein Freund konsumiert gerade Meth.
Ist das eine verzweifelte Tat – oder eine bequeme Ausrede? Wo endet soziale Not, wo beginnt kriminelle Energie? Und warum tauchen bei solchen Fällen so oft Drogen im Hintergrund auf?
Schreib offen: Mitleid – oder volle Härte des Gesetzes?



