PAK CHONG – Unglaubliche Szenen in einem Tempel in Nakhon Ratchasima: Ein wilder Elefant betrat während einer Beerdigung das Gelände und löste eine Massenflucht aus. Mönche und Trauergäste rannten um ihr Leben.
Elefant „Phlai Duan“ betritt den Tempelhof
Am 16. Januar 2026, gegen 19:20 Uhr, geschah das Unglaubliche im Wat Khao Wong. Die Trauergemeinde war versammelt, als plötzlich der bekannte Elefant „Phlai Duan“ aus dem Khao-Yai-Nationalpark auftauchte.
Der riesige Besucher spazierte gelassen durch den Tempelkomplex. Auf viralen Social-Media-Videos ist klar zu sehen, wie Menschen in Panik davonlaufen.
„Alle verließen sofort die Zeremonie, aus Angst angegriffen zu werden“, berichteten Augenzeugen. Verletzt wurde glücklicherweise niemand.
So wurde der Riese wieder vertrieben
Nach der schnellen Räumung des Areals griffen die Dorfvorsteher und Organisatoren zu ungewöhnlichen Mitteln. Mit Taschenlampen und lauten Rufen scheuchten sie den Elefanten.
Die Methode zeigte Wirkung: Das Tier verließ friedlich das Gelände, ohne aggressives Verhalten zu zeigen. Doch Beobachter machten eine besorgniserregende Entdeckung.
Der Elefant humpelte deutlich und hatte eine Schwellung am linken Hinterfuß. Ob er tierärztliche Hilfe benötigt, ist unklar.
Warum die Elefanten immer öfter in Dörfer kommen
Der Abt Phra Athikarn Kampanat Sukhethito, selbst Vorsitzender einer Tierschutzgruppe, kennt das Problem. Die Elefanten aus Khao Yai verlassen immer häufiger den Park.
Sie wandern entlang der Thanarat-Straße und dringen fast jede Nacht in Dörfer, Hotels und Wohngebiete ein. „Die Situation wird sich noch verschlimmern“, warnt der Abt.
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Besonders in der Pflanzsaison von Februar bis Mai suchen die Tiere in Farmen und Feldern nach Futter. Der Lebensraumkonflikt zwischen Mensch und Tier spitzt sich dramatisch zu.
Jüngster Vorfall: Elefant von Auto angefahren
Erst vor einer Woche kam es zu einem schweren Unfall: Ein Wild-Elefant wurde von einem Transporter angefahren. Das Tier und das Fahrzeug wurden dabei verletzt bzw. beschädigt.
Dieser Vorfall zeigt die akute Gefahr auf den Straßen. Für die Tiere und die Autofahrer wird die Lage immer gefährlicher.
Was plant die Regierung gegen die Invasion?
Die Provinzbehörden sind alarmiert. Am 5. Januar 2026 fand ein Krisentreffen im Khao-Yai-Nationalpark unter Vorsitz des Gouverneurs statt.
Das Ziel: Langfristige Lösungen für das Mensch-Tier-Problem finden. Es soll ein Sonderausschuss gebildet werden, um koordinierte Maßnahmen zu entwickeln.
Doch bis dahin bleiben die Menschen in Pak Chong und Umgebung in Sorge. Wann und wo taucht der nächste riesige Besucher auf?
Symbol für ein größeres Problem
Dieser Vorfall ist kein Einzelfall, sondern Symbol eines landesweiten Problems. Der Lebensraum der Wildtiere schrumpft, während Siedlungen wachsen.
Die friedliche Koexistenz wird zur täglichen Herausforderung. Für die Einheimischen ist die Angst vor den nächtlichen Besuchen real.
Die Frage bleibt: Findet Thailand eine Lösung, bevor es zu einer echten Tragödie kommt?



