Mordverdächtiger flieht als Mönch – Jetzt gefasst!

Mordverdächtiger flieht als Mönch – Jetzt gefasst!
Thaitabloid
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NAKHON PHANOM – In einer spektakulären Aktion hat die thailändische Polizei einen seit über einem Jahrzehnt gesuchten Mordverdächtigen festgenommen. Der Mann hatte sich in einem abgelegenen Waldkloster als Mönch versteckt. Die Festnahme endete in einer dramatischen Verfolgungsjagd im bergigen Grenzgebiet.

Jahrelange Suche endet im Kloster

Gesucht wurde der 47-jährige Mr. Santi seit dem 6. Januar 2015. Ein Haftbefehl des Phuket Provincial Court lag gegen ihn vor. Der Vorwurf: Körperverletzung mit Todesfolge.

Dem Verdacht nach hatte er am 30. August 2014 in Phuket eine Frau namens Ms. Nongyao in einem gemieteten Zimmer schwer verletzt. Anschließend soll er die Tür von außen verschlossen und sich abgesetzt.

Erst Tage später wurde das Opfer tot aufgefunden. Santi war untergetaucht – und nutzte eine Tarnung, auf die kaum einer gekommen wäre.

Perfekte Tarnung: Das Leben als Mönch

Um seiner Verhaftung zu entgehen, trat der Gesuchte in den Mönchsstand ein. In der Robe und in der Abgeschiedenheit eines religiösen Rückzugsortes in Nakhon Phanom führte er ein neues Leben.

Die Ermittler des Central Investigation Bureau (CIB) blieben jedoch hartnäckig. Ein Tipp führte sie schließlich zu dem Waldkloster. Die Spezialeinheit plante den Zugriff mit äußerster Vorsicht.

Aus Respekt vor seinem religiösen Status verzichteten die Beamten zunächst sogar auf Handschellen, als sie sich auswiesen und den Haftbefehl vorlegten.

Dramatische Flucht über vier-Meter-Klippe

Doch der Verdächtige nutzte eine List. Er bat darum, zu einer Buddha-Statue auf einem Hügel gehen zu dürfen, da seine Entkleidung als Mönch noch nicht vollzogen sei.

In diesem Moment ergriff er seine Chance. Er floh und sprang über eine vier Meter hohe Klippe in die Tiefe, um sich dann über mehr als 500 Meter entlang eines Berggrats davonzumachen.

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Die Polizisten setzten unter schwierigsten Bedingungen nach. Bei der gefährlichen Verfolgung wurden mehrere Beamte verletzt, konnten den Flüchtigen aber schließlich stellen und überwältigen.

Ordentliche Entkleidung und Überstellung

Nach der Festnahme wurden die erforderlichen religiösen Prozeduren für seine Entkleidung aus dem Mönchsstand eingehalten. Erst danach wurde er in reguläre Gewahrsam überführt.

Mr. Santi wurde umgehend zu Ermittlern der Patong Polizeistation in Phuket gebracht, wo der Fall seinen Ausgang nahm. Bei ersten Befragungen soll er die Tat gestanden haben.

Die elf Jahre dauernde Flucht war damit beendet. Der lange Arm des Gesetzes hatte ihn doch noch erreicht.

Signalwirkung der Polizei-Aktion

Das CIB wertet die Operation als großen Erfolg. Sie sende ein klares Signal: „Wir geben die Jagd auf flüchtige Straftäter nie auf, egal wie lange sie dauert.“

Die verletzten Beamten erhalten derzeit medizinische Behandlung. Gegen Mr. Santi wird nun das ordentliche Strafverfahren eingeleitet.

Für die Familie des Opfers bedeutet dies einen späten, aber entscheidenden Schritt in Richtung Gerechtigkeit, nach mehr als einem Jahrzehnt des Wartens.

🗣 Kann man sich vor der Vergangenheit verstecken?

Zehn Jahre lang ein neues Leben, ein neues Gewand, ein neues Gesicht – und doch holt ihn die Tat von 2014 wieder ein. Ist das ein Beweis, dass niemand der Justiz ewig entkommt?
Oder zeigt dieser Fall vor allem, wie leicht man jahrelang untertauchen kann, wenn man weiß, wo man sich versteckt? Was sagt das über Kontrolle, Vertrauen und blinde Flecken im System?

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Quelle: Thaitabloid

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