Tourist beklebt sich mit Bananen – Affen stürmen

Tourist beklebt sich mit Bananen – Affen stürmen
Viet Nam News, Asia News Network
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DA NANG – Ein ausländischer Tourist hat auf der sonst so idyllischen Son Tra Halbinsel in Vietnam für Aufsehen gesorgt. Seine Idee: Er tapezierte seinen Körper mit Bananen, um Affen anzulocken. Die Behörden stoppten den gefährlichen Spaß.

Die verrückte Aktion mit Klebeband und Obst

In einem viral gegangenen Video ist zu sehen, wie sich der Mann mit reifen Bananen am ganzen Leib „schmückt“. Er nutzte durchsichtiges Klebeband, um die Früchte an Bauch, Armen und Beinen zu befestigen.

So präpariert betrat er ein Gebiet, in dem wilde Affen leben. Die Tiere stürzten sich prompt auf den lebenden Futterautomaten und rissen die Bananen von seinem Körper.

Der Tourist schien das Spektakel zu genießen und kümmerte sich nicht um die offensichtliche Gefahr. Ein Affenbiss hätte schwere Verletzungen verursachen können.

Resort-Mitarbeiter greifen sofort ein

Glücklicherweise bemerkten Mitarbeiter eines nahegelegenen Resorts den Vorfall. Sie eilten zum Ort des Geschehens und konfrontierten den Mann.

Die Angestellten warnten ihn eindringlich vor den Risiken und forderten ihn auf, das unangemessene Verhalten sofort einzustellen. Der Tourist folgte der Aufforderung und verließ wenig später mit seinem Motorrad die Halbinsel.

Die örtliche Verwaltungsbehörde für die Son Tra Halbinsel bestätigte den Vorfall und verurteilte das Handeln des Besuchers scharf.

Shitstorm im Netz und klare Verbote

In den sozialen Medien entbrannte nach dem Video sofort eine hitzige Debatte. Viele Nutzer zeigten sich empört über die Respektlosigkeit gegenüber den Wildtieren und den Verstoß gegen klare Regeln.

Auf der Halbinsel stehen überall Warnschilder, die das Füttern der Affen strikt verbieten. Dieses Verbot dient sowohl dem Schutz der Besucher vor Angriffen als auch der Gesundheit der Tiere.

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ZUM ANGEBOT

Die Aktion des Touristen war damit nicht nur dumm, sondern auch ein klarer Verstoß gegen die lokalen Schutzbestimmungen.

Warum das Füttern so gefährlich ist

Die Behörden erklärten, dass solche Aktionen die natürliche Scheu der Affen vor Menschen abbauen. Die Tiere werden fordernder und können aggressiv werden, wenn sie Futter erwarten.

Zudem ist menschliche Nahrung oft ungesund für die Wildtiere und kann zu Krankheiten führen. Das ökologische Gleichgewicht wird gestört.

Trotz jahrelanger Aufklärungskampagnen und regelmäßiger Hinweise gibt es immer wieder Besucher, die aus Neugierde oder für ein spektakuläres Foto die Regeln missachten.

Konsequenzen: Strengere Kontrollen angekündigt

Als Reaktion auf den Vorfall kündigte die Verwaltungsbehörde an, ihre Patrouillen und Kontrollen in dem Gebiet zu verstärken.

Zudem soll die Kommunikation mit Besuchern intensiviert werden, um auf die Schutzbestimmungen hinzuweisen. Das Ziel ist klar: Der zivilisierte und sichere Tourismus auf der Halbinsel soll erhalten bleiben.

Der betroffene Tourist kam mit einer Verwarnung davon. Bei einem nächsten Verstoß könnten jedoch empfindliche Geldstrafen drohen. Seine Bananen-Aktion wird ihm wohl noch lange im Netz nachhängen.

🗣 Wenn Neugier zur Respektlosigkeit wird

Ein Mensch, mit Bananen beklebt, mitten im Lebensraum wilder Tiere – und ein Smartphone läuft.
Ist das nur Dummheit, oder Ausdruck eines Tourismus, der Natur nur noch als Kulisse sieht?
Wo endet Unterhaltung – und wo beginnt Tierquälerei und Selbstgefährdung?
Und warum lernen so viele Reisende erst dann Grenzen kennen, wenn Behörden einschreiten?

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Quelle: The Nation

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