Großschlag gegen Geldwäsche: Milliarden eingefroren

Großschlag gegen Geldwäsche: Milliarden eingefroren
The Nation
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BANGKOK – Das war ein Schlag auf ganzer Linie! Die thailändische Polizei zieht für 2025 eine atemberaubende Bilanz im Kampf gegen Geldwäsche und organisierte Kriminalität. Die beschlagnahmten Vermögenswerte der Mafia gehen in die Milliarden.

Milliardenschwere Beute sichergestellt

Die Zahlen sind gigantisch: Das Anti-Geldwäsche-Zentrum der Königlich Thailändischen Polizei (RTP) hat im vergangenen Jahr Vermögenswerte im Wert von 10 Milliarden Baht (ca. 250 Mio. Euro) beschlagnahmt.

Zusätzlich wurden 800 Bankkonten eingefroren, die als sogenannte „Mule Accounts“ für kriminelle Geldflüsse genutzt wurden. In einer spektakulären Aktion gegen ein Beschaffernetzwerk für diese Konten konnten 32 Verdächtige festgenommen werden.

„Wir durchtrennen die Geldwäsche-Routen, die mit der Schattenwirtschaft verbunden sind“, so Polizeioberst Chaiyapaj Suwanraksa, Sekretär des Zentrums.

Drogenhandel bleibt Top-Kriminalitätsfeld

Die Statistik der zugrunde liegenden Straftaten zeigt klare Schwerpunkte. An der Spitze liegen mit großem Abstand Drogenvergehen (182.078 Fälle), gefolgt von Eigentumsdelikten und Betrug.

Bei den direkt verfolgten Geldwäsche-Verfahren führten ebenfalls Drogen (293 Fälle), Online-Glücksspiel (127 Fälle) und Betrug (73 Fälle) die Liste an. Insgesamt wurden landesweit 744 Geldwäsche-Strafverfahren durchgeführt.

Die Polizei sieht in der Verfolgung illegaler Geldflüsse eine zentrale Säule der allgemeinen Verbrechensbekämpfung.

Operation „Khayee Hua Jai Thotsakan“ als Meilenstein

Ein herausragender Erfolg war die Operation mit dem Codenamen „Khayee Hua Jai Thotsakan“. Sie legte ein Netzwerk zur Beschaffung von Strohmann-Konten lahm.

Dabei konnten über 33 Millionen Baht (ca. 825.000 Euro) an die betrogenen Opfer zurückerstattet werden. Eine parallele Operation gegen Betrüger-Netzwerke führte zu den erwähnten Festnahmen und der Milliarden-Beschlagnahme.

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ZUM ANGEBOT

Die Zentrumsleitung, Polizeigeneral Ittipol Atchariyapradit und sein Stellvertreter, haben alle Einheiten angewiesen, proaktiv vorzugehen und Ermittlungen zu beschleunigen.

Neue Projekte für 2026 geplant

Für das laufende Jahr 2026 hat das Zentrum zwei Flaggschiff-Projekte angekündigt. Das erste zielt auf noch schnellere und effektivere Strafverfolgung nach dem Anti-Geldwäsche-Gesetz ab.

Ziel ist es, Straftaten schneller zu bearbeiten und die Erlöse aus der Kriminalität dem Staat zuzuführen oder an Opfer zu restituieren. Das zweite Projekt ist ein umfangreiches Praxistraining für Beamte.

Sie sollen ein tieferes Verständnis der komplexen Gesetzeslage erlangen, um Beweise sicherer zu sammeln und Vermögenswerte effektiv sicherzustellen.

Kampfansage an die organisierte Kriminalität

Die Bilanz ist eine klare Botschaft an alle kriminellen Netzwerke in und außerhalb Thailands. Die Behörden verfolgen illegale Gewinne nun mit aller Härte und hochspezialisierten Methoden.

„Wir wollen greifbare Ergebnisse erzielen und gleichzeitig die Fähigkeiten unserer Ermittlerteams stärken“, so der offizielle Tenor. Die Rückerstattung von Millionen an Geschädigte zeigt dabei einen wichtigen Fokus auf Opferschutz.

Für 2026 kündigt die Polizei an, den Druck auf die Finanzströme der Unterwelt noch weiter zu erhöhen.

🗣 Triffst du Kriminelle erst, wenn du ihr Geld triffst?

Haftstrafen schrecken ab. Aber eingefrorene Konten, beschlagnahmte Villen und blockierte Geldströme zerstören ganze Systeme. Ist der Angriff auf das Geld die wirksamste Waffe gegen organisierte Kriminalität?

Oder kommen neue Netzwerke immer schneller nach, als der Staat sie austrocknen kann?
Und wird 2026 das Jahr, in dem Thailand nicht nur Täter fängt – sondern ihre Ökonomie bricht?

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Quelle: The Nation

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