PHUKET, THAILAND – Auf der Ferieninsel Phuket ist ein 25-jähriger Russe unter dem Verdacht festgenommen worden, Teil einer Cybercrime-Bande zu sein. Ermittler stellten dabei Vermögenswerte im Wert von mehreren Hunderttausend Baht sicher.
Hinweise auf verdächtige Geldbewegungen
Die Festnahme ging auf eine breit angelegte Aktion gegen technologiebezogene Kriminalität zurück, die unter Leitung von Maj. Gen. Sinlert Sukhum, dem kommissarischen Provinzpolizeichef, durchgeführt wurde. Beamte der Polizeistation Kathu und der Ermittlungsabteilung der Provinz Phuket hatten zuvor verdächtige Finanztransaktionen gemeldet bekommen.
Am 12. Januar 2026 gegen 17 Uhr war die Polizei in Kathu auf eine ungewöhnlich hohe Bargeldabhebung von 110.900 Baht an einem Siam Commercial Bank-Geldautomaten aufmerksam geworden. Diese Meldung galt den Ermittlern als Ausgangspunkt für weitere Schritte.
Durchsuchung in Kathu – dutzende Telefone beschlagnahmt
Am 15. Januar 2026 gegen 14 Uhr durchsuchten Einsatzkräfte mit einem Durchsuchungsbefehl des Provinzgerichts Phuket ein zuvor ermitteltes Objekt im Bezirk Kathu. Dort identifizierten sie den russischen Staatsangehörigen Kairat Zhumagaliev sowie eine Thai-Staatsbürgerin namens Phatsaporn Permphon.
Bei der Durchsuchung stellten die Beamten umfangreiche Technik und Wertgegenstände sicher:
• 34 Mobiltelefone
• 27 Bank- und ATM-Karten
• 1 MacBook-Computer
• 60.000 Baht in bar
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• 1 Motorrad
• 1 Goldarmband
• 1 Goldbarren mit einem Gewicht von 1 Salung (3,811 Gramm)
Die Ermittler sehen diese Funde im Zusammenhang mit mutmaßlichen Betrugs- und Cyberdelikten, bei denen digitale Infrastruktur und Bargeldabhebungen eine zentrale Rolle spielen.
Festnahme per Haftbefehl und schwere Vorwürfe
Am 17. Januar 2026 nahmen Beamte der Polizeistation Kathu gemeinsam mit Provinzermittlern und der Einwanderungsbehörde Phuket den 25-Jährigen fest. Grundlage war ein Haftbefehl, der am selben Tag vom Provinzgericht Lampang erlassen worden war.
Der Verdächtige wurde in einem Condominium im Bezirk Kathu gestellt. Die Polizei überführte ihn zusammen mit den sichergestellten Beweismitteln zur weiteren strafrechtlichen Bearbeitung an die Ermittler in Kathu.
Dem Mann werden nach Polizeiangaben mehrere Straftatbestände zur Last gelegt. Er soll gemeinschaftlich zum Nachteil der Öffentlichkeit betrogen haben und wissentlich falsche Computerinformationen in Systeme eingespeist haben, um Schäden für die Allgemeinheit zu verursachen. Die Behörden werten den Fall als Teil ihres verstärkten Vorgehens gegen Cyberkriminalität im Inselgebiet.
🗣 Wenn Verbrechen nur noch aus Daten besteht
Keine Waffen. Kein Überfall. Nur Karten, Telefone und digitale Spuren – und trotzdem Millionenrisiken für Opfer. Ist Cybercrime heute gefährlicher als klassische Gewaltverbrechen?
Und ist Thailand ausreichend gerüstet für eine Welt, in der organisierte Kriminalität längst im Smartphone lebt?



