Interpol-Jagd endet in Phuket – Russe gefasst

Interpol-Jagd endet in Phuket – Russe gefasst
Facebook/ Phuketandamannews

PHUKET – Die thailändische Einwanderungspolizei hat in Phuket erneut zugeschlagen. Ein russischer Staatsbürger, der per Interpol-Haftbefehl gesucht wurde, wurde im Stadtzentrum der Touristeninsel aufgespürt und festgenommen. Ihm wird Betrug im großen Stil vorgeworfen.

Flucht nach Thailand – doch das Versteck war nicht sicher

Der Mann, dessen Name nicht öffentlich gemacht wurde, war aus seiner russischen Heimat geflohen. Sein Ziel: In Thailand der Strafverfolgung entgehen.

Doch die internationale Zusammenarbeit funktionierte. Die Phuket Provincial Immigration Office erhielt eine Alarmmeldung der Abteilung für auswärtige Angelegenheiten.

Ein Interpol-Haftbefehl lag vor. Die Ermittler machten sich sofort auf die Suche nach dem flüchtigen Russen.

Der Vorwurf: Absprache mit Millionen-Schaden

Bei dem Festgenommenen handelt es sich um einen Bauunternehmer. Der konkrete Vorwurf: Er soll sich bei einem Bauprojekt abgesprochen und betrügerisch verhalten haben.

Der daraus entstandene finanzielle Schaden soll laut Polizeiangaben die unglaubliche Summe von über 100 Millionen Baht (ca. 2,5 Millionen Euro) betragen.

Nach seiner Flucht lebte er unerkannt in einer Unterkunft im Herzen Phukets – bis die Fahnder seine Spur aufnahmen.

Observierung und Festnahme im Stadtzentrum

Die Polizei stellte verstärkte Streifenteams ab und begann mit der Observierung. Man wollte sichergehen, den richtigen Mann zu fassen.

Gestern, am 29. Januar, war es schließlich so weit. Der Gesuchte wurde positiv identifiziert und konnte ohne Zwischenfälle festgenommen werden.

Sein thailändisches Visum wurde sofort annulliert. Der nächste Schritt ist die Abschiebung nach Russland, wo ihm der Prozess gemacht wird.

Thailand: Kein sicheres Paradies für internationale Gesuchte

Diese Festnahme ist kein Einzelfall. Thailand kooperiert immer enger mit internationalen Strafverfolgungsbehörden, um sich nicht zum Fluchtparadies für Kriminelle machen zu lassen.

Erst diesen Monat wurde ein Russe auf Ko Samui festgenommen, der einen Autohändler-Chef in Russland erpresst haben soll. Ein usbekisches Menschenhändler-Netzwerk wurde in Pattaya zerschlagen.

„Wir werden die Zusammenarbeit mit Interpol fortsetzen, um flüchtige Straftäter aufzuspüren und abzuschieben“, bekräftigte die Einwanderungspolizei.

Botschaft an alle internationalen Verbrecher

Die klare Message lautet: Thailand ist kein sicheres Versteck. Die Behörden nutzen moderne Datenbanken und reagieren schnell auf internationale Fahndungsersuchen.

Für den festgenommenen Russen endet der Traum vom unbeschwerten Leben in den Tropen jäh. Stattdessen droht ihm die Rückführung und ein Gerichtsverfahren in seiner Heimat.

Für die thailändischen Sicherheitsbehörden ist dies ein weiterer Erfolg im Kampf gegen die internationale Kriminalität, die auch vor den eigenen Grenzen nicht Halt macht.

🗣 Ist Thailand Zuflucht – oder Falle für internationale Täter?

Er kam, um sich zu verstecken. Und wurde doch gefunden.
Immer öfter tauchen gesuchte Kriminelle in Touristenstädten auf – bis Interpol anklopft.
Ist Thailand nur Durchgangsstation… oder längst ein globaler Knotenpunkt für internationale Fahndungen?
Und wie weit muss internationale Zusammenarbeit gehen, um mit globaler Kriminalität Schritt zu halten?

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Quelle: The Thaiger

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