BANGKOK, THAILAND – Nach dreimonatigen Ermittlungen hat die Polizei in Bangkok ein mutmaßliches Kokain-Vertriebsnetz zerschlagen und vier Verdächtige festgenommen.
Koordinierter Schlag mehrerer Einheiten
Die Royal Thai Police und das Narcotics Suppression Bureau hatten die Operation über rund drei Monate vorbereitet. Am 24. Januar 2026 gaben die Behörden die Festnahmen bekannt, an denen auch das Metropolitan Police Bureau, das Office of the Narcotics Control Board und mehrere Spezialermittlungseinheiten beteiligt waren.
Der Einsatz knüpfte an frühere Festnahmen in Zentral-Bangkok an, bei denen nigerianische Staatsangehörige wegen Kokainhandels im Bereich Nana gefasst worden waren. Aus dieser breiteren Ermittlung entwickelte sich die Spur zu einem mutmaßlichen lokalen Vertriebsnetz.
Hauptverdächtige an Eislaufbahn festgenommen
Im Zentrum des Falles steht nach Angaben der Ermittler eine 38-jährige thailändische Frau, die als Schlüsselfigur des Netzwerks gilt. Sie wurde am 23. Januar gegen 20.30 Uhr an einer Eislaufbahn in der Soi Pridi Phanomyong 37 im Bezirk Watthana festgenommen.
Die Frau sieht sich Vorwürfen im Zusammenhang mit dem Verkauf und der Verteilung von Betäubungsmitteln der Kategorie 2 zu kommerziellen Zwecken gegenüber. Die Polizei erklärte, die Hauptverdächtige habe bei der Vernehmung ihre Beteiligung am Kokainvertrieb eingeräumt.
Weitere Festnahmen in mehreren Stadtbezirken
Drei weitere Verdächtige wurden zwischen 22. und 23. Januar an unterschiedlichen Orten in den Bezirken Watthana, Chatuchak und Sathorn gefasst.
• Zwei der Festgenommenen wurden wegen Besitzes von Kokain angeklagt
• Ein weiterer Verdächtiger soll Vertriebstätigkeiten unterstützt haben
Nach Angaben der Polizei befinden sich alle vier Beschuldigten weiterhin in Gewahrsam, während die Ermittlungen fortgeführt werden.
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Drogen, Luxusgüter und Vermögen sichergestellt
Bei Durchsuchungen beschlagnahmten die Beamten insgesamt 250,57 Gramm Kokain. Außerdem wurden Vakuumiergeräte, Verpackungsmaterial sowie umfangreiche Vermögenswerte sichergestellt.
Zu den eingefrorenen und beschlagnahmten Gütern zählen den Ermittlern zufolge:
• Bargeld
• Goldbarren und Goldschmuck
• Markentextilien und andere Branded Goods
• Drei Fahrzeuge
Bankkonten der Beschuldigten wurden im Zuge der Maßnahmen ebenfalls gesperrt. Der Gesamtwert der sichergestellten Vermögenswerte wurde auf rund 6,28 Millionen Baht geschätzt.
Spur führt in Wohnanlagen und Nachbarprovinz
Laut den Ermittlern ging der aktuelle Fall aus einer umfangreicheren Untersuchung hervor, die nach den früheren Festnahmen im Nana-Gebiet vor einigen Jahren eingeleitet worden war. Im Fokus standen thailändische Staatsangehörige, die mutmaßlich als Verteiler in Wohncondominiums und privaten Wohnanlagen agierten.
Bei Durchsuchungen von Wohnungen in Bangkok und in der benachbarten Provinz Samut Prakan stießen die Beamten auf Unterlagen zu Transaktionen, die Kokainverkäufe über einen längeren Zeitraum dokumentierten.
Nach Angaben der Ermittler deuteten diese Aufzeichnungen auf wiederholte Geschäfte mit zahlungskräftiger Kundschaft hin. Die Hauptverdächtige wurde zur weiteren strafrechtlichen Behandlung an das Narcotics Suppression Bureau überstellt. Details der Operation wurden von dem Medium Khaosod unter Berufung auf hochrangige Polizeibeamte berichtet.
🗣 Wenn Luxus auf Drogen trifft
Kokain, Goldbarren, Markenware, Eigentumswohnungen – und offenbar eine zahlungskräftige Kundschaft.
Was sagt es über eine Stadt aus, wenn harte Drogen längst im Alltag der Wohlhabenden angekommen sind?
Reicht es, Verkäufer festzunehmen – oder müsste viel härter gegen Nachfrage, Geldflüsse und Lifestyle-Strukturen vorgegangen werden?
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