SURAT THANI, THAILAND – Auf der Ferieninsel Koh Phangan hat die Polizei eine Luxusvilla gestürmt und vier israelische Touristen wegen hochgefährlicher Designerdrogen in Labubu-Form festgenommen.
Razzia nach Hinweis von Anwohnern
Laut den Touristenpolizisten auf Koh Phangan war am Freitag über eine Hotline ein Hinweis eingegangen: Aus einem Haus auf der Insel sei laute Musik zu hören, dazu gebe es einen stetigen Kommen-und-Gehen-Verkehr „verdächtiger Ausländer“.
Die Beamten leiteten daraufhin eine Razzia ein und trafen in der Villa auf vier israelische Männer. Nach Polizeiangaben versuchten sie zu fliehen, wurden jedoch noch auf dem Grundstück gestellt.
Gefährliche Drogenmischung in Spielzeugform
Bei der anschließenden Durchsuchung fanden die Einsatzkräfte mehrere verbotene Substanzen: Kokain, Ecstasy (MDMA) und eine sogenannte Polydroge, in der Szene als „candy“ bekannt. Auffällig: Die Pillen waren in Form der beliebten Kunstfigur Labubu gepresst.
Der Bezirkschef von Koh Phangan, Paisit Thongcherm, erklärte, die „candy“-Drogen enthielten hohe Konzentrationen von MDMA, gemischt mit weiteren Stoffen wie Ketamin, Kokain und Koffein. „Die Kombination erhöht das Risiko einer tödlichen Überdosis mit der Gefahr eines plötzlichen Herzstillstands“, so Paisit.
Frühere Warnungen vor Labubu- und Doraemon-Pillen
Die Behörden hatten die Öffentlichkeit bereits im vergangenen Jahr vor Kombinationspillen in Labubu- und Doraemon-Form gewarnt. Damals hieß es, man sei besonders besorgt, dass Kinder die bunten Tabletten mit Spielzeug oder Süßigkeiten verwechseln könnten.
Einige dieser Präparate enthielten nach Angaben der Behörden MDMA und Ketamin, gemischt mit Diazepam – eine Kombination, die als potenziell tödlich eingestuft wurde.
• Hohe MDMA-Dosis mit weiteren Wirkstoffen
• Erhöhtes Risiko von Herzstillstand und Überdosis
JETZT den Wochenblitz WERBEFREI lesen!
• Optik als Spielzeugfigur, Gefahr der Verwechslung durch Kinder
Festgenommene identifiziert – Ausweisung angekündigt
Die vier am Freitag festgenommenen Männer wurden von den Behörden namentlich genannt: Eliran Avitan (27), Sali Sason (27), Dor Nachmias (29) und Ben Aslan (29).
Ihnen werden Besitz und Konsum von Betäubungsmitteln der Kategorien 1 und 2 vorgeworfen. Nach Angaben der zuständigen Stellen sollen ihre Visa widerrufen werden, im Anschluss ist ihre Abschiebung vorgesehen.
Die Ermittlungen zu Herkunft und möglichem Verteilernetz der Labubu-Pillen auf Koh Phangan dauern an.
🗣 Wenn Spielzeug zur Todesfalle wird
Pillen in Comic-Form, gemischt aus mehreren harten Substanzen – verkauft wie Süßigkeiten, mit unkalkulierbarem Risiko. Wie weit ist die Partyszene bereit zu gehen, um immer neue Reize zu finden?
Sollten Inseln mit starkem Nachtleben deutlich härter kontrolliert werden – auch wenn es dem Image schadet? Oder ist Aufklärung wirksamer als jede Razzia?
Schreib, was du denkst. Hier geht es nicht um Moral – sondern um Leben.


