PATTAYA, THAILAND – Ein nächtlicher Eifersuchtsstreit hat in Pattaya zu einer Explosion eines selbstgebauten Knallkörpers geführt. Vier Menschen wurden dabei verletzt.
Nächtliche Explosion in Wohnhaus
Die Explosion ereignete sich nach Polizeiangaben am 25. Januar 2026 gegen 00.16 Uhr in einem Wohnhaus in Soi Thung Klom, Hausnummer 46/1. Einsatzkräfte des Sawang Boriboon Rescue Center sowie Beamte der Polizeistation Nongprue rückten nach einem Notruf wegen eines lauten Knalls mit mehreren Verletzten aus.
Vor Ort trafen die Rettungskräfte vier verletzte Personen an, die sich zum Zeitpunkt des Vorfalls im Außenbereich des Hauses aufgehalten hatten.
Vier Verletzte, Ehemann schwer
Schwer verletzt wurde Christian Kamma (27), norwegisch‑thailändischer Staatsbürger. Er erlitt durch die Druckwirkung der Explosion erhebliche Verletzungen an der linken Hand.
Seine Ehefrau, Phatcharida Kamma (23), wurde ebenfalls verletzt. Zwei weitere Anwesende, Anuwat Chomphot und Suphaphon Choaha (beide 21), zogen sich leichtere Verletzungen zu und klagten über Ohrgeräusche.
Die Rettungskräfte versorgten die Betroffenen zunächst vor Ort und brachten anschließend alle vier zur weiteren medizinischen Behandlung in ein nahegelegenes Krankenhaus.
Streit aus Eifersucht eskaliert
Nach ersten Zeugenaussagen hatte die Gruppe vor dem Haus gemeinsam Alkohol konsumiert, als es zu einem Streit zwischen dem Ehepaar kam. Dabei spielte offenbar Eifersucht eine zentrale Rolle.
Laut Aussage eines Anwesenden soll der Ehemann in aufgebrachter Stimmung einen selbstgebauten Knallkörper bei sich gehabt haben. Dieser sei im Verlauf des Streits ausgelöst worden, was schließlich zu der Explosion führte. Die genauen Umstände werden derzeit ermittelt.
Sachschäden im Wohnbereich
Durch die Explosion wurden Möbel beschädigt, darunter ein Marmortisch. Zudem gingen Fensterscheiben zu Bruch. Ermittler dokumentierten den entstandenen Sachschaden sowie weitere Spuren am Einsatzort.
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Angehörige und Nachbarn hatten sich nach dem Vorfall vor dem Haus versammelt. Die Mutter des verletzten Mannes setzte unmittelbar nach dem Geschehen den Notruf ab.
Polizei ermittelt wegen illegalen Sprengsatzes
Die Polizei stellte Überreste des verwendeten Knallkörpers sicher. Dabei handelt es sich um eine Form eines improvisierten Sprengsatzes, der in der Vergangenheit bereits mehrfach zu Unfällen geführt hat. Die Behörden weisen darauf hin, dass solche Gegenstände ein erhebliches Verletzungsrisiko darstellen.
Alle Verletzten befinden sich weiterhin in ärztlicher Behandlung. Die Polizei will formelle Aussagen aufnehmen, sobald der Gesundheitszustand der Betroffenen dies zulässt.
Gegenstand der laufenden Ermittlungen sind unter anderem der Besitz sowie der unsachgemäße Umgang mit dem selbstgebauten Sprengsatz. Ein entsprechendes Strafverfahren wird vorbereitet.
Hintergrund zu improvisierten Knallkörpern
Improvisierte Knallkörper tauchen immer wieder im privaten Umfeld auf und werden oft unterschätzt. Fachstellen warnen seit Jahren davor, da unkontrollierte Explosionen schwere gesundheitliche Folgen haben können.
• Risiko schwerer Hand- und Fingerverletzungen
• Gefahr von Augen- und Gesichtsverletzungen
• Mögliche dauerhafte Hörschäden
Der Fall in Pattaya zeigt nach Einschätzung der Ermittler, wie schnell ein eskalierender Streit in Verbindung mit Alkohol und gefährlichen Gegenständen zu einer ernsthaften Bedrohung für alle Beteiligten werden kann.
🗣 Gewaltprävention und Verantwortung
Der Vorfall wirft Fragen nach persönlicher Verantwortung, dem Umgang mit Konflikten und der Gefährlichkeit selbstgebauter Knallkörper auf. Experten betonen, dass Prävention, Aufklärung und frühzeitige Deeskalation entscheidend sind, um solche Situationen zu vermeiden. Die Ermittlungen sollen nun klären, welche rechtlichen Konsequenzen sich aus dem Geschehen ergeben.


