PATTAYA, THAILAND – In einer seit Jahrzehnten bestehenden Fledermaus-Kolonie in Soi Na Kluea 18/1 haben Behörden Kotproben genommen, um mögliche Gesundheitsrisiken für die Bevölkerung zu überprüfen.
Gesundheitsbehörden und Naturschützer im Einsatz
Mitarbeiter des Department of National Parks, Wildlife and Plant Conservation (DNP) arbeiteten vor Ort mit der Disease Prevention and Control Division, Veterinary Unit der Pattaya City Public Health and Environment Office zusammen.
Das Team sammelte Proben von Fledermauskot (Guano) unter den Schlafbäumen entlang der kleinen Straße, ohne den Ablauf im Viertel zu stören. Nach Behördenangaben kam es zu keinen Verkehrsbehinderungen und keinen Beeinträchtigungen für Anwohner während des Einsatzes.
Große Kolonie mitten im Stadtgebiet
Die Kolonie in der Gemeinde Na Kluea besteht dort seit vielen Jahren und gilt als festes Merkmal des Viertels. Nach früheren Berichten leben tausende Tiere in den großen Bäumen entlang der Soi.
Es handelt sich den Behörden zufolge vermutlich um Lyle’s flying foxes, eine große Fruchtfledermaus-Art, die in der Landessprache unter Spitznamen wie „crows bat“ bekannt ist. Die Tiere ziehen immer wieder auch neugierige Besucher und gelegentlich Touristen an, insbesondere wenn sie abends zu ihren Flugrouten aufbrechen.
Sorgen wegen Krankheiten – aber keine Fälle
Anwohner hatten wiederholt Hygieneprobleme durch Kotablagerungen, mögliche Geruchsbelästigung und Gesundheitsrisiken in direkter Nähe zur Kolonie angesprochen. Neue Berichte über Krankheiten wie Nipah in Indien hätten die Nervosität zusätzlich erhöht, teilten die Behörden mit.
Trotz der wachsenden Sorge gab es in dem Gebiet bisher keine gemeldeten Krankheitsausbrüche oder konkreten Vorfälle, die mit der Kolonie in Verbindung stehen. Die aktuelle Probenahme sei Teil einer routinemäßigen Überwachung, erklärten zuständige Stellen.
Schutzstatus erfordert vorsichtiges Vorgehen
Fruchtfledermäuse wie Lyle’s flying fox stehen im Land unter gesetzlichem Artenschutz. Jede Maßnahme an der Kolonie müsse daher den Vorgaben des Naturschutzrechts folgen.
Die gesammelten Kotproben sollen Behörden helfen,
• mögliche zoonotische Krankheitsrisiken zu bewerten
• Umwelteinflüsse der Kolonie besser zu verstehen
• den Gesundheitszustand der Fledermäuse zu überwachen
Verantwortliche betonten, dass der Schutzstatus der Tiere ein wissenschaftlich fundiertes Management erfordere. Eine Verlagerung der Kolonie ohne triftige Begründung komme nicht in Frage, hieß es aus Behördenkreisen.
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Ergebnisse stehen noch aus
Bislang wurden keine öffentlichen Gesundheitswarnungen im Zusammenhang mit der Probenahme ausgesprochen. Die Aktion sei Teil breiterer Bemühungen, Wildtierschutz und Lebensqualität in stadtnahen Wohngebieten besser auszubalancieren.
Die Detailergebnisse der Laboruntersuchungen liegen derzeit noch nicht vor. Die zuständigen Stellen haben angekündigt, die Befunde nach Abschluss der Auswertung zu veröffentlichen.


