CHIANG MAI, THAILAND – Die USA haben in Chiang Mai ihr neues Generalkonsulat offiziell eingeweiht und damit ihr langfristiges Engagement im Norden des Landes bekräftigt. Die Zeremonie fand am 23. Januar statt und markierte einen weiteren Schritt in der jahrzehntelangen Zusammenarbeit beider Staaten im Norden des Landes.
Feierliche Eröffnung mit hochrangigen Gästen
An der Einweihung nahmen Michael J. Rigas, stellvertretender US-Außenminister für Management und Ressourcen, US-Botschafter Sean K. O’Neill sowie Vijavat Isarabhakdi, stellvertretender Außenminister, teil. Hinzu kamen zahlreiche amerikanische und lokale Würdenträger aus dem gesamten Norden.
Die Vereinigten Staaten unterhalten bereits seit über 75 Jahren ein Konsulat in Chiang Mai. Vertreter beider Seiten betonten, der Neubau sei ein sichtbares und dauerhaftes Symbol der Freundschaft zwischen dem Land und den USA.
Moderner Neubau am Super Highway
Das neue Gebäude des US-Generalkonsulats Chiang Mai liegt im Unterbezirk Nong Pa Khrang im Bezirk Mueang Chiang Mai, direkt an dem Chiang Mai–Lampang Super Highway. Das Gelände umfasst 16,5 Rai (rund 26.400 Quadratmeter).
Der Neubau kostete nach Angaben des Konsulats 273 Millionen US-Dollar und sei mit modernster Infrastruktur ausgestattet. Auf der Facebook-Seite des Generalkonsulats heißt es: „Wir haben eine stolze Vergangenheit und eine strahlende Zukunft, und das Beste kommt erst noch.“
Auftrag: Schutz von Bürgern und regionale Kooperation
Konsulin Kelia Cummins erläuterte bei einem Termin mit Medienvertretern, das Gebäude sei weit mehr als nur eine bauliche Hülle. Sie bezeichnete es als Symbol der engen Freundschaft und Zusammenarbeit im Norden.
Zentrales Ziel sei es, mehr als 21.000 im Norden lebende US-Bürger zu betreuen und zu schützen. Zugleich biete das Generalkonsulat konsularische Dienstleistungen für lokale Staatsangehörige und solle die Kooperation zwischen den USA und dem Norden des Landes weiter voranbringen.
Cummins erklärte, der Neubau sei bewusst so gestaltet worden, dass amerikanische Innovation mit Lanna-Architektur verbunden werde. Errichtet worden sei der Komplex von lokalen Fachkräften, was eine diplomatische Präsenz mit starker Verankerung in der Gemeinschaft widerspiegele.
Deutliche Absage an Gerüchte über Militärbasis
In sozialen Medien kursierende Spekulationen, wonach das neue Konsulat als geheime Militärbasis genutzt werden könnte, wies Cummins entschieden zurück. Sie betonte, das Land beherberge keine US-Militärstützpunkte und keine geheimen Operationen.
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Das Generalkonsulat in Chiang Mai existiert seit 1950 und ist nach ihren Angaben das einzige Konsulat der USA im Land. Es arbeite vergleichbar mit den Konsulaten des Landes in den Vereinigten Staaten.
Cummins fasste den Auftrag der Vertretung so zusammen: „Das Ziel des US-Generalkonsulats Chiang Mai ist es, US-Bürgern zu dienen und in nachhaltiger Weise Kooperation und gemeinsamen Wohlstand zu fördern.“
🏛️ Konsulat oder „geheime Basis“ – Warum entstehen solche Gerüchte?
Ein 273-Millionen-Dollar-Neubau, geopolitische Spannungen und Social Media: Schon reichen Bilder, um Spekulationen auszulösen. Die USA weisen alle Militärvorwürfe klar zurück.
Sind solche Gerüchte harmloser Netzlärm – oder ein Zeichen wachsender Unsicherheit?
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