PHETCHABUN, THAILAND – Eine 45-jährige Thailänderin ist nach einer gemeinsamen Reise mit ihrem thailändischstämmigen US-Ex-Mann nach Laos spurlos verschwunden – der Mann gilt nun als Hauptverdächtiger und verweigert jede Aussage ohne Anwalt.
Vermisstenfall mit internationaler Dimension
Bei der Vermissten handelt es sich um Thatsanee Saelee, eine Thai-Staatsbürgerin aus der ethnischen Gruppe der Hmong. Nach Angaben ihres Sohnes Winyu brach der Kontakt zu seiner Mutter am 29. Dezember des vergangenen Jahres abrupt ab.
Thatsanee hatte ihrer Familie zuvor mitgeteilt, sie wolle nach Laos reisen – angeblich gemeinsam mit der amerikanischen Ehefrau ihres Ex-Mannes. Später stellte sich jedoch heraus, dass sie tatsächlich mit ihrem Ex-Partner selbst unterwegs war.
Ex-Mann wird zur Schlüsselfigur
Der Ex-Mann wurde als George, 46 Jahre alt, thailändischer Herkunft und inzwischen US-Staatsbürger, identifiziert. Beide hatten früher gemeinsam in der Provinz Phetchabun gelebt, sich aber später getrennt.
Die Familie berichtet von schweren Vorwürfen: George soll Thatsanee in der Vergangenheit misshandelt und einmal sogar ihr Haus in Brand gesetzt haben. Der Brand konnte laut Winyu gelöscht werden, bevor Familienmitglieder verletzt wurden.
Nach der Trennung heiratete George eine US-Amerikanerin und erhielt die US-Staatsbürgerschaft. Dennoch nahmen Thatsanee und George ihre Beziehung dem Vernehmen nach wieder auf. Die Familie erklärte, die amerikanische Ehefrau habe von dieser Beziehung gewusst und es habe keine offenen Konflikte zwischen den drei Beteiligten gegeben.
Reise nach Laos – Rückkehr ohne Thatsanee
Nachdem Winyu keinen Kontakt mehr zu seiner Mutter herstellen konnte, meldete er sie bei der Polizeistation Khao Khor als vermisst. Von der Einwanderungsbehörde in der Provinz Nong Khai erhielt er später die Bestätigung, dass Thatsanee gemeinsam mit George nach Laos ausgereist war – nicht mit Georges US-Ehefrau, wie zuvor behauptet.
Weitere Recherchen ergaben, dass George bereits am 31. Dezember allein nach Thailand zurückgekehrt und kurz darauf weiter in die USA geflogen war. Für Winyu verstärkte dies den Verdacht, dass sein früherer Stiefvater in das Verschwinden verwickelt sein könnte.
Der Sohn erklärte zudem, George habe schon früher damit gedroht, seine Mutter nach Laos zu bringen, sie dort zu misshandeln und zurückzulassen. Solche Drohungen seien ein zentraler Grund für seinen starken Verdacht.
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TikTok-Videos zeigen letzte Spuren
Auf Thatsanees TikTok-Konto veröffentlichte Videos zeigen sie zunächst in einem Resort im Distrikt Meuang Feuang in der Provinz Vientiane. Anschließend reiste sie demnach nach Vang Vieng, wo sie an einer Feier mit Freunden teilnahm.
Ihr letztes Video wurde am 30. Dezember hochgeladen. Danach gab es keine weiteren öffentlichen Lebenszeichen.
Verdächtiger verweist auf Anwalt
Winyu versuchte mehrfach, George zu kontaktieren. Am 10. Januar antwortete dieser schließlich und schilderte seine Version der Ereignisse in Laos.
George gab an, er und Thatsanee hätten sich unmittelbar nach der Ankunft getrennt. Ein Auto habe sie vom Flughafen abgeholt und zu einer Unterkunft gebracht, die sie selbst gebucht habe. Den Namen oder Ort dieser Unterkunft kenne er nicht, erklärte er.
Er behauptete weiter, Thatsanee sei mit Freunden in Laos unterwegs gewesen. Eigenes Fehlverhalten wies er zurück und machte deutlich, dass er keine weiteren Auskünfte geben werde. „Er sagte, er werde nur noch über seinen Anwalt sprechen“, so Winyus Darstellung.
Ermittlungen ohne offizielle Stellungnahme
Die Ermittlungen zum Verschwinden von Thatsanee dauern an. Die zuständigen Beamten der Polizeistation Khao Khor haben bislang keine offizielle Stellungnahme zu dem Fall veröffentlicht.
Für die Familie bleibt unklar, wo sich Thatsanee aufhält und was nach ihrem letzten dokumentierten Aufenthalt in Vang Vieng geschah.
🧩✈️ Reise ohne Rückkehr – was geschah mit Thatsanee in Laos?
Eine Frau reist mit ihrem Ex-Mann nach Laos. Er kehrt allein zurück. Sie bleibt verschwunden.
Familie spricht von früherer Gewalt, Drohungen und Angst. Der Mann schweigt – und verweist nur noch auf seinen Anwalt.
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