Thailand verschärft Regeln für Jet-Ski-Betriebe

Thailand verschärft Regeln für Jet-Ski-Betriebe
Phuket Marine Office

PHUKET – Der Kampf tobt an den Stränden von Ko Naka: Auf der einen Seite wilde Jet-Ski-Raser, auf der anderen wütende Fischer. Jetzt greifen die Behörden mit einem strengen Zonenplan durch – für mehr Sicherheit und Frieden im Paradies.

Unregulierter Wildwest auf dem Wasser

Die Idylle auf der Insel Ko Naka vor Phuket ist längst gestört. „Unregulierte Jet-Ski-Aktivitäten“ haben laut offiziellem Sitzungsprotokoll die traditionelle Fischerei und die Lebensgrundlagen der Einheimischen beeinträchtigt.

Das provinzielle Komitee zur Überwachung des Jet-Ski-Gewerbes traf sich diese Woche im Provinzhauptgebäude. Vizegouverneur Adul Chuthong saß dem Treffen vor. Mit am Tisch: Der Chef der Meeresbehörde, Vertreter weiterer Ämter und lokale Geschäftsleute. Das Ziel: Endlich klare Regeln für das Chaos auf dem Wasser.

Der Plan: Strikte Zonen für alle

Die Lösung soll ein detaillierter Zonenplan für die Küste und das Meer um Ko Naka sein. Es wird klar abgegrenzte Gebiete geben.
Dazu gehören separate Zonen für Jet-Ski-VerleihBoots-LiegeplätzeSchwimmbereiche für Touristen und vor allem geschützte Fischgründe für die Einheimischen.
„Das Ziel ist es, die gleichzeitige Nutzung derselben Gebiete zu verhindern, das Unfallrisiko zu verringern und ein Gleichgewicht zwischen Tourismus und den Bedürfnissen der Küstengemeinden zu schaffen“, heißt es im Bericht.

Warum erst jetzt gehandelt wird

Auffällig ist, dass bisher kaum rechtliche Schritte gegen die wilden Jet-Ski-Betreiber unternommen wurden. Der Sitzungsbericht geht nicht darauf ein, warum die Behörden so lange zugesehen haben.
Hintergrund könnten politische Verflechtungen sein. Erst Ende letzten Jahres hatte eine Phuket-Abgeordnete, Thitikan Thitipruethikul, eine Überprüfung von über 300 Jet-Ski-Lizenzen gefordert.

Diese waren kurz vor dem Ruhestand des früheren Gouverneurs Sophon Suwannarat und eines ranghohen Marinebeamten bewilligt worden. Ein sanfter Ansatz zur Konfliktlösung scheint nun gefragt.

Vizegouverneur fordert schärfere Kontrollen

Vizegouverneur Adul legte in der Sitzung klare Anweisungen fest. Die Regionalmeeresbehörde muss die Vergabe von Lizenzen und die Registrierung der Betreiber streng überwachen.

„Die Tourismusentwicklung in Phuket muss mit dem Schutz der Meeresressourcen einhergehen und darf keine negativen Auswirkungen auf die Einheimischen haben“, forderte er. Auch die maximale Anzahl an vermietbaren Jet-Skis um die Naka-Insel herum wird neu festgelegt. Jeder Antrag auf zusätzliche Jetskis wird nun genau geprüft.

Der schwierige Spagat zwischen Geld und Tradition

Die Beamten müssen einen schwierigen Balanceakt vollführen. Kriterien für neue Lizenzen sind die Eignung des GebietsSicherheitsbedenkenUmweltauswirkungen und die Folgen für die Fischer.

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Es geht um nicht weniger als die Seele Phukets: Soll die Insel ein reines Tourismus-Mekka sein oder auch den Einheimischen und der Natur Raum lassen?

Die geplanten Maßnahmen sind ein Schritt weg vom gesetzlosen Wildwest auf dem Wasser. Die Umsetzung und Durchsetzung werden den wahren Erfolg zeigen.

Ein Modell für ganz Thailand?

Wenn der Zonenplan auf Ko Naka funktioniert, könnte er zum Vorbild für andere Konfliktstrände in Thailand werden. Die Hoffnung ist ein friedliches Miteinander von Urlauber-Spaß und lokaler Kultur.

Die nächsten Schritte sind klar: Die Behörden müssen den Plan konsequent umsetzen. Die Koordination zwischen Meeresbehörden, Provinzverwaltung und Anwohnern ist der Schlüssel zum Erfolg.
Für Touristen und Fischer auf Ko Naka könnte bald wieder mehr Ruhe einkehren – wenn die neuen Regeln respektiert werden.

🚤 Ordnung auf dem Wasser – längst überfällig?

Unregulierter Jet-Ski-Betrieb sorgt seit Jahren für Ärger, Sicherheitsrisiken und Konflikte mit Fischern. Jetzt sollen klare Zonen und strengere Kontrollen kommen.
Ist das der richtige Schritt für mehr Sicherheit und Fairness – oder schadet es dem Tourismus?
Schreib deine Meinung in die Kommentare.

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Quelle: The Phuket News

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