CHON BURI, THAILAND – Eine Frau hat in einer Tankstelle nahe dem beliebten Bang Saen Beach einen Mann ertappt, der heimlich in der Damentoilette Fotos machte. Auf seinem Handy fanden sich Hunderte weiterer Aufnahmen von Frauen, der Verdächtige ist ein zugelassener Anwalt mit einschlägiger Vorgeschichte.
Entdeckung in der Nacht
Die Betroffene Phawida Siangwan berichtete, sie habe gegen 3 Uhr morgens nach einem Besuch am Bang Saen Beach die Toilette einer nahegelegenen Tankstelle benutzt, als ihr auf dem nassen Boden eine verdächtige Spiegelung aus der Nachbarkabine auffiel.
Zunächst habe sie an eine übernatürliche Erscheinung gedacht, bis ihr klar geworden sei, dass es sich um eine Person handelte, woraufhin sie mit ihrem Handy Beweisfotos sicherte.
Konfrontation an der Tankstelle
Nach eigenen Angaben wartete Phawida vor der Toilette, bis eine Person den Raum verließ, und kurz darauf kam ein Mann heraus, den sie gemeinsam mit ihrem Partner zur Rede stellte.
Der Mann bot an, die Bilder zu löschen, verweigerte jedoch zunächst jede Einsicht in sein Telefon und versuchte zu fliehen, bevor er mithilfe des Partners und von Mitarbeitern der Tankstelle festgehalten wurde.
Funde auf dem Handy
Bei der Überprüfung des Handys seien laut Phawida vier Fotos von ihr sowie über 1.000 weitere Bilder von Frauen entdeckt worden, darunter auch klare Aufnahmen von Schülerinnen.
In dem Gerät fanden sich zudem gelöschte Dateien im Papierkorb, was nach Angaben der Frau die Sorge nährt, dass Bilder weitergegeben oder verbreitet worden sein könnten.
Anwalt mit Vorgeschichte
Im Auto des Mannes entdeckten die Beteiligten laut Schilderung der Frau eine vollständige Anwaltstoga, zahlreiche juristische Unterlagen und einen echten Anwaltsausweis, dessen Foto mit dem Erscheinungsbild des Mannes übereinstimmte.
Über sichergestellte Chatverläufe nahm Phawida Kontakt zu der Freundin des Mannes auf, die ihr gegenüber einräumte, von seinem Verhalten zu wissen und erklärte, er sei bereits früher wegen ähnlicher Vorfälle festgenommen worden.
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Konsequenzen und Sorge um Sicherheit
Obwohl der Verdächtige nach dem aktuellen Vorfall gegen Kaution freikam, kündigte Phawida an, rechtlich gegen ihn vorzugehen, um ihre Rechte zu schützen und weitere Taten zu verhindern.
Sie betonte, wie wichtig es sei, dass Bang Saen als Touristenziel ein sicherer Ort bleibe, an dem Besucher Toiletten und öffentliche Einrichtungen nutzen können, ohne Angst haben zu müssen, wie das Portal Khaosod berichtete.
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Über tausend Bilder auf einem Handy und der Verdacht auf systematisches Vorgehen sorgen für Entsetzen. Der Fall wirft erneut Fragen zur Sicherheit in öffentlichen Toiletten auf.
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