Behörden warnen vor wachsender Smoggefahr

Behörden warnen vor wachsender Smoggefahr
The Nation

BANGKOK – Die Lage ist brandgefährlich! Neue Satellitendaten enthüllen hunderte Wald- und Feldbrände in Thailand. Doch aus den Nachbarländern droht eine noch größere Gefahr für die Luftqualität.

Die Zahlen: Wo Thailand brennt

Das Geo-Informatics and Space Technology Development Agency (GISTDA) hat alarmierende Daten veröffentlicht. Insgesamt 573 Brandherde wurden im Land erfasst. Die Hauptursache liegt eindeutig in der Landwirtschaft. In Agrargebieten wurden 189 Hotspots gezählt, in Landreformgebieten sogar 174.

Auch die Nationalen Waldreservate sind mit 102 Feuern stark betroffen. Diese Brände sind eine tickende Zeitbombe für die Luftverschmutzung.

Die Nachbarn: Kambodscha steht in Flammen

Die Situation in den Nachbarländern ist noch dramatischer. Kambodscha meldet 1.283 Brandherde – mehr als doppelt so viele wie Thailand. Auch Myanmar (671), Laos (261) und Vietnam (130) kämpfen mit großflächigen Feuern. Diese grenzüberschreitende Rauchwolke wird unweigerlich nach Thailand ziehen.

„Wir müssen die Entwicklung der Feinstaubbelastung PM 2.5 genau beobachten“, warnt GISTDA. Die Daten zeigen eine klare regionale Krise.

Die Gefahr: Giftiger Smog bedroht die Gesundheit

Die zunehmende Zahl von Bränden in Wald- und Agrargebieten ist der Hauptindikator für die bevorstehende PM2.5-Krise. Der giftige Feinstaub wird in den kommenden Tagen weite Teile des Landes bedecken.

Besonders gefährdet sind die Menschen in den nördlichen und nordöstlichen Provinzen. Der gesundheitsschädliche Smog kann zu Atemwegserkrankungen und langfristigen Schäden führen.

Die Behörden raten der Bevölkerung bereits jetzt, sich auf schlechte Luftqualität vorzubereiten und Schutzmaßnahmen zu treffen.

Die Technik: So werden die Brände aufgespürt

GISTDA nutzt das VIIRS-System des Suomi NPP-Satelliten der NASA. Diese hochauflösende Technologie erkennt selbst kleine Brandherde aus dem Weltall. Die Daten werden in Echtzeit auf einer öffentlich zugänglichen Website veröffentlicht. Jeder Bürger kann die Lage in seiner Region selbst überprüfen.

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ZUM ANGEBOT

Die Adresse lautet: https://disaster.gistda.or.th/fire. Diese Transparenz soll die Menschen für die Gefahr sensibilisieren.

Die Ursache: Brandrodung zur Vorbereitung der Felder

Die meisten Brände sind menschengemacht. Bauern nutzen die traditionelle Methode der Brandrodung, um ihre Felder für die neue Anbausaison vorzubereiten.

Obwohl diese Praxis in vielen Schutzgebieten illegal ist, wird sie weiterhin flächendeckend angewendet. Die Kontrolle durch die Behörden ist schwierig. Das Ergebnis ist eine jährlich wiederkehrende Umweltkatastrophe, die die Gesundheit von Millionen Menschen gefährdet.

Der Appell: Bevölkerung muss sich vorbereiten

GISTDA und Gesundheitsbehörden rufen die Bevölkerung dringend dazu auf, Luftqualitätsberichte zu verfolgen und bei hoher Belastung Schutzmasken (N95) zu tragen. Besonders Kinder, ältere Menschen und chronisch Kranke sollten körperliche Anstrengungen im Freien vermeiden. Luftreiniger für zu Hause werden empfohlen.

Die nächsten Wochen werden zeigen, ob die diesjährige Brandsaison noch schlimmer wird als in der Vergangenheit. Die Satelliten behalten alles im Blick.

🌫️ Rauch am Horizont – unterschätzen wir die Smoggefahr?

Hunderte Brandherde erhöhen das Risiko für gefährliche Feinstaubwerte. Besonders problematisch: Rauch kennt keine Grenzen und kann ganze Regionen belasten.
Braucht es strengere Maßnahmen gegen Brandrodung – oder fehlt es vor allem an konsequenter Kontrolle?
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Quelle: The Nation

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