PATTAYA, THAILAND – Zwei russische Staatsbürger sind in Bangkok festgenommen worden, nachdem in Pattaya die Leiche eines Landsmannes entdeckt worden war, der zuvor als vermisst gemeldet war. Ermittler prüfen nun, ob ein Streit um eine angebliche Schuldenforderung von mehr als 120.000 US‑Dollar der Auslöser für das mutmaßliche Tötungsdelikt gewesen ist.
Festnahmen in Bangkok
Die Polizei der Provinz Chonburi nahm am Abend des 1. Februar 2026 die beiden Russen Iaroslav Demidov, 35, und Dmitrii Maskalev, 38, in einem Hotel in Soi Sukhumvit 71 in Bangkok fest.
Nach der Festnahme wurden die Männer zum Polizeirevier Nongprue gebracht, wo sie in einem Vernehmungsraum von Ermittlern der Provinzpolizei befragt wurden.
Verhalten der Verdächtigen
Bei ihrer Ankunft auf der Wache wirkten beide Verdächtige angespannt und zeigten sich mit ernsten Mienen, während sie jede Äußerung gegenüber anwesenden Reportern verweigerten.
Nach Angaben der Polizei bestreiten sie trotz intensiver Befragung weiterhin jede Beteiligung an der Tat und bestehen auf ihrer Unschuld.
Opfer und Vermisstenfall
Bei dem Getöteten handelt es sich um den 30‑jährigen Russen Mikhail Emelianov, dessen Verschwinden zu Beginn des Monats bekannt geworden war.
Seine Mutter war eigens aus Russland angereist, um in Pattaya eine Vermisstenanzeige zu erstatten, was die Ermittlungen der örtlichen Behörden auslöste.
Schuldenstreit als mögliches Motiv
Im Verlauf der Ermittlungen stießen die Beamten auf Hinweise zu drohenden Nachrichten, die sich auf eine angeblich offene Forderung von mehr als 120.000 US‑Dollar beziehungsweise rund 3,7 Millionen Baht bezogen.
Diese Summe soll nach ersten Erkenntnissen aus einer gescheiterten Geschäftspartnerschaft mit Bezug zu Cannabis stammen und gilt derzeit als mögliches Tatmotiv.
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Entdeckung der Leiche in Pattaya
Am 1. Februar 2026 entdeckten Einsatzkräfte die sterblichen Überreste des Opfers an mehreren Stellen in der Nähe eines Teichs im Bereich Phatthanakan 4 in Pattaya.
Der Fund führte zu einem größeren Polizeieinsatz, bei dem das Gelände weiträumig abgesperrt und nach weiteren Spuren durchsucht wurde.
Reaktionen und Betroffenheit
Die lokale Gemeinschaft in Pattaya zeigt sich betroffen von dem Vorfall, der die Aufmerksamkeit auf die Sicherheit ausländischer Residenten in der Region lenkt.
Vertreter der russischen Botschaft wurden über den Fall informiert und stehen in Kontakt mit den thailändischen Behörden sowie mit der Familie des Verstorbenen.
Fortgang der Ermittlungen
Der Fall wird von der Polizeiinspektion Nongprue in enger Zusammenarbeit mit den Ermittlern der Provinzpolizei Chonburi geführt, die zusätzliche Ressourcen und Fachkräfte bereitgestellt haben.
Die Beamten prüfen nun mögliche Komplizen und warten auf forensische Ergebnisse, während weitere Details erst bekanntgegeben werden sollen, wenn die laufenden Vernehmungen abgeschlossen sind.


