BANGKOK, THAILAND – Mehr als 50 Mieter werfen einer Maklerin in Thonburi vor, sie um Mietkautionen in Millionenhöhe betrogen zu haben, und beklagen zugleich fehlende Fortschritte bei der Polizei seit 2025. Betroffen sind sowohl thailändische als auch ausländische Mieter, viele davon Studierende und Berufstätige, die nun befürchten, dass weiterhin neue Opfer hinzukommen.
Vorwürfe gegen Maklerin in Thonburi
Nach übereinstimmenden Schilderungen der Betroffenen soll die Vermittlerin in einem Condominium-Komplex in Thonburi Kautionen kassiert, anschließend aber weder die zugesagte Unterkunft bereitgestellt noch das Geld vollständig zurückgezahlt haben.
Einige Hinweise deuten laut den Beschwerden darauf hin, dass die Zahl der Geschädigten weit über den bislang bekannten mehr als 50 Personen liegen und sich auf mehrere Hundert summieren könnte.
Rolle sozialer Medien und öffentliche Beschwerden
Am 31. Januar 2026 machte die Facebook-Seite „อยากดังจัดให้ return Part 7“ die Vorwürfe öffentlich, indem sie Berichte zahlreicher mutmaßlicher Opfer veröffentlichte.
Dort schilderten Betroffene detailliert, wie sie nach geleisteter Zahlung mit immer neuen Ausreden vertröstet wurden und ihr Geld teilweise oder vollständig verloren.
Vertrauen durch Büro im Gebäude
Laut den Schilderungen der Opfer baute die Maklerin Vertrauen auf, indem sie reale Wohnungen zeigte und ein Büro direkt im Condominium betrieb.
Empfehlungen aus dem juristischen Büro des Gebäudes verstärkten demnach den Eindruck eines seriösen Angebots, sodass viele Interessenten Verträge abschlossen und Kautionen persönlich statt online übergaben.
Abgesagte Zimmer und ausbleibende Rückzahlungen
Mehrere Mieter berichten, dass ihnen am geplanten Einzugstag mitgeteilt worden sei, das Zimmer sei „nicht mehr verfügbar“, nachdem die Kaution längst überwiesen war.
Rückforderungsversuche seien demnach immer wieder verzögert, ignoriert oder nur teilweise bedient worden, wobei in einigen Fällen die gleiche Einheit offenbar mehreren Mietern parallel angeboten wurde.
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Aussagen von Betroffenen und mutmaßliches Vorgehen
Die 29-jährige Warakorn erklärte, das Büro innerhalb des Gebäudes habe für sie und andere das gesamte Konstrukt „glaubwürdig“ wirken lassen.
Sie und weitere Betroffene wollen beobachtet haben, dass nur eine kleine Gruppe tatsächlich Zimmer erhalten habe, während viele andere ihre Kaution verloren und Rückzahlungen teilweise erst nach Anzeigen bei der Polizei erfolgt seien, was für manche wie ein System wirkte, bei dem neue Einzahlungen ältere Forderungen deckten.
Polizeiermittlungen und weitere Vorwürfe
Geschädigte reichten bereits 2025 Anzeigen bei der Polizeistation Tha Phra ein, berichten jedoch, dass bislang kein Haftbefehl erlassen und öffentlich kein nennenswerter Ermittlungserfolg sichtbar geworden sei.
Die beschuldigte Person soll nach diesen Angaben weiterhin ihrem Alltag nachgehen, während vor allem ausländische Mieter, die sich mit dem lokalen Rechtssystem schwertun, weiter neue Beschwerden vorbringen.
Weitere Beschwerden und laufende Untersuchungen
Das Medium Thaitabloid berichtete zusätzlich über Vorwürfe zu einbehaltenen Löhnen von Angestellten, nicht gezahlten Reinigungskosten, angeblich betrügerischen Visadienstleistungen sowie Diebstahl.
Einige der Betroffenen sammeln derzeit Belege, um diese den Ermittlern und dem Office of the Consumer Protection Board (OCPB) vorzulegen, das nach Angaben der Behörden die eingereichten Informationen noch prüft.
🏢 Traumwohnung oder Betrugsfalle – wer schützt Mieter?
Dutzende Opfer, Millionen Baht verschwunden und offenbar kaum Fortschritte bei den Ermittlungen. Besonders Ausländer und junge Berufstätige sollen betroffen sein.
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