Abflug wird deutlich teurer: Gebührenerhöhung um 53 Prozent

Abflug wird deutlich teurer: Gebührenerhöhung um 53 Prozent
Bangkok Post

BANGKOK – Die Flughafengesellschaft AOT macht ernst: Wer ab Mai von Thailand aus ins Ausland fliegt, muss deutlich tiefer in die Tasche greifen. Die Passagier-Servicegebühr steigt um satte 53 Prozent. Die Begründung der Behörde: Den Touristen sei es egal.

Von 730 auf 1.120 Baht: Die neue Gebühr

Konkret plant die Airports of Thailand (AOT), die Passenger Service Charge (PSC) für internationale Abflüge kräftig anzuheben. Aus 730 Baht (etwa 18 Euro) werden 1.120 Baht (etwa 28 Euro). Das ist ein Plus von 390 Baht pro Passagier.

Betroffen sind die sechs wichtigsten Airports des Landes: Suvarnabhumi, Don Mueang, Phuket, Hat Yai, Chiang Mai und Chiang Rai. Für Inlandsflüge bleibt die Gebühr unverändert. Die Erhöhung soll nach den Wahlen im Mai in Kraft treten, sobald der Verkehrsminister final zustimmt.

AOT-Chefin: „Hat keine Auswirkungen auf Touristenzahlen“

AOT-Präsidentin Paweena Jariyathitipong zeigt sich in der Sache unbeeindruckt. Ihrer Meinung nach wird die Preiserhöhung die Besucherzahlen nicht beeinflussen. „Internationale Studien zeigen, dass eine PSC keine Auswirkungen auf die Reiseentscheidungen von Touristen hat“, erklärte sie selbstbewusst.

Die Hauptfaktoren seien weiterhin Flugticket-Preise und die allgemeinen Reisekosten. Die neue Gebühr sei im Vergleich ein kleiner Posten.

Wohin fließt das Extrageld?

Mit der Erhöhung erwartet die AOT zusätzliche Einnahmen von 10 Milliarden Baht (ca. 250 Millionen Euro) pro Jahr. Dieses Geld soll reinvestiert werden. Laut Paweena sind Verbesserungen der Sicherheit und der Flughafeneinrichtungen geplant. Dazu zählen Toiletten, Strom- und Klimaanlagen.

Ein Teil des Geldes bleibt als Gewinnrücklage, um neue Projekte zu finanzieren und Kreditzinsen zu senken. „Das kommt letztlich allen Reisenden zugute“, so das Argument.

Thailand ist eine Ausnahme

Die AOT-Chefin wies darauf hin, dass Thailand mit seinem System eine Ausnahme sei. Die meisten Länder erheben die Gebühr für abfliegende, ankommende und Passagiere im Transit. In Thailand müssen nur die Ausreisenden zahlen. Diese Praxis soll auch nach der Erhöhung beibehalten werden.

Das Civil Aviation Board hat der Erhöhung bereits grundsätzlich zugestimmt. Das finale Okay des Verkehrsministers gilt als Formsache.

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Kritik und Zustimmung

Tourismusverbände reagieren verhalten. Manche befürchten ein negatives Signal in einer ohnehin wirtschaftlich angespannten Zeit. Andere Experten sehen die Sache gelassener. Die Mehrkosten von weniger als 10 Euro pro Flug seien tatsächlich kaum entscheidend für eine Urlaubsbuchung.

Für Vielflieger und Familien summieren sich die Kosten jedoch. Ein Urlaub für vier Personen wird allein an der Abfluggebühr über 1.500 Baht (37 Euro) teurer. Die Diskussion ist eröffnet – und die Gebührenerhöhung so gut wie beschlossen.

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Quelle: Bangkok Post

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