NAKHON SI THAMMARAT, THAILAND – Eine Familie erlebte bei einer Trauerfeier eine Überraschung. Ausländische Besucher verwechselten die Feier mit einem Lokal. Die Gastgeber bewirteten sie trotzdem sehr freundlich. Mehr Details und ein Video dazu finden Sie ganz am Ende des Artikels.
Ungewöhnlicher Besuch bei der Trauerfeier
Am Samstag fand in der Provinz Nakhon Si Thammarat eine Beerdigung statt. Während der Zeremonie betraten plötzlich zwei fremde Männer das Gelände. Sie hielten die Veranstaltung fälschlicherweise für ein öffentliches Buffet. Die Familie bemerkte den Irrtum der Besucher sofort.
Der Thailänder Charantorn Chareomkiad hielt die Szene mit seinem Handy fest. In dem Video sieht man, wie eine Frau den Männern Trinkwasser reicht. Die Gastgeber ließen die Gäste zunächst in dem Glauben, sie seien in einem Lokal. Alle Beteiligten blieben dabei ruhig und gelassen.
Aufklärung über das Missverständnis
Später erklärte die Familie den beiden Männern die tatsächliche Situation. Sie erfuhren, dass sie mitten in einer privaten Bestattung gelandet waren. Die Ausländer entschuldigten sich daraufhin sofort für ihr Erscheinen. Sie hatten das Schild am Eingang wohl völlig falsch gedeutet.
Trotz der Aufklärung zeigten sich die Besucher sehr dankbar für die Bewirtung. Sie lobten die thailändische Gastfreundschaft gegenüber völlig Fremden. Die Familie nahm die Entschuldigung freundlich an und bewirtete sie weiter. Es gab keinen Streit wegen des kleinen Vorfalls.

Tradition der Gastfreundschaft in Thailand
In Thailand ist es eine lange Tradition, Gäste bei Beerdigungen zu bewirten. Das Bereitstellen von Speisen und Getränken gilt als wichtige Geste. Damit bedanken sich die Angehörigen bei allen Erschienenen für deren Kommen. Es ist ein fester Bestandteil der lokalen Kultur.
Diese Geste dient zudem dazu, Verdienste für den Verstorbenen zu sammeln. Man glaubt, dass gute Taten während der Trauerzeit der Seele helfen. Daher wird bei solchen Anlässen niemand hungrig nach Hause geschickt. Die Bewirtung der Fremden passte somit gut zu diesem alten Brauch.
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Ein zweiter Vorfall am nächsten Tag
Nur einen Tag später wiederholte sich die seltsame Situation erneut. Am Sonntag betraten drei weitere Ausländer den Ort der Trauerfeier. Auch sie fragten die Familie direkt, ob es sich hier um ein Restaurant handle. Der Sohn der Familie teilte das zweite Video ebenfalls im Internet.
Die Mutter von Charantorn brachte den neuen Gästen Tabletts mit thailändischen Gerichten. Ein Familienmitglied warnte die Männer dabei vor der Schärfe des Essens. Die Besucher waren sichtlich überrascht über die freundliche Aufnahme. Sie freuten sich sehr über die angebotenen Speisen.
Reaktionen in den sozialen Medien
Die Videos verbreiteten sich sehr schnell in den thailändischen Netzwerken. Viele Nutzer lobten die Familie für ihre Großzügigkeit und Geduld. Sie sahen darin ein schönes Beispiel für die Freundlichkeit ihres Landes. Das Video wurde tausendfach angesehen und fleißig kommentiert.
Charantorn gab später sogar einem großen Nachrichtensender ein Interview dazu. Er erklärte noch einmal den genauen Ablauf der beiden Vorfälle. Die Familie wollte mit den Videos vor allem die lustige Seite betonen. Sie hatten kein Problem mit dem ungewollten Besuch der Ausländer.
Unterschiedliche Ansichten der Internetnutzer
Nicht alle Kommentare unter den Beiträgen waren rein positiv gestimmt. Einige Nutzer vermuteten, dass die Fremden das kostenlose Essen suchten. Sie glaubten nicht an ein echtes Missverständnis durch die Besucher. Diese Skeptiker warnten davor, solches Verhalten auch noch zu belohnen.
Die Mehrheit verteidigte jedoch das Verhalten der gastfreundlichen Gastgeber. Sie betonten, dass das Teilen von Essen eine gute Tat darstellt. Für sie stand das menschliche Mitgefühl im Vordergrund der Geschichte. Die Familie bereute ihre Entscheidung zu keinem Zeitpunkt des Geschehens.
Was denken Sie über diese Gastfreundschaft?
Die Geschichte zeigt, wie unterschiedlich Kulturen aufeinanderprallen können. Die thailändische Familie hat hier mit viel Herz reagiert und Fremde einfach mitessen lassen. Würden Sie in einer ähnlichen Situation auch so großzügig handeln? Oder halten Sie das Verhalten der Urlauber für unhöflich?


