SURAT THANI, THAILAND – Ein ausländischer Tourist hat auf Koh Phangan an mehr als 40 Orten politische Parolen mit roter Sprühfarbe hinterlassen und damit massiven Unmut auf der Insel ausgelöst. Bewohner und Unternehmer sprechen von einer Respektlosigkeit gegenüber Gesetz und Gemeinschaft und drängen auf ein hartes Vorgehen der Polizei.
Empörung nach Graffiti-Serie
Die Bilder der beschmierten öffentlichen Flächen tauchten am 2. Februar in sozialen Netzwerken auf und verbreiteten sich rasch in lokalen Gruppen.
Nutzer gaben dem bislang unbekannten Mann den Spitznamen „Mr. Spray“, nachdem Fotos auftauchten, die ihn beim Besprühen von Schildern und Einrichtungen zeigen sollen.
Politische Parolen an öffentlichen Flächen
Zu den Schriftzügen gehören Aussagen wie „SAVE GAZA“ auf öffentlichen Informationsschildern entlang der Straßen der beliebten Urlaubsinsel.
Auf Strommasten tauchte zudem das Wort „LIBRE“ auf, während weitere Markierungen auf Straßen, Mülltonnen, Verkehrsschildern und Kilometersteinen entdeckt wurden, von denen viele als Staatseigentum gelten.
Sorge um Inselbild und Natur
Anwohner berichten, die Schmierereien hätten das Erscheinungsbild der Insel beeinträchtigt und wirkten wie Fremdkörper in der natürlichen Umgebung.
Tourismusbetreibende warnten, die Vandalismusserie könne das Image von Koh Phangan als Reiseziel nachhaltig schädigen.
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Beschreibung des Verdächtigen
Auf weiteren online geteilten Fotos sind das Gesicht des Verdächtigen und sein rot-weißes Offroad-Motorrad zu erkennen.
Der Mann wird auf etwa 55 bis 65 Jahre geschätzt und soll sich nach Angaben von Bewohnern im Bereich Haad Yao aufhalten.
Aufruf zur Mithilfe der Bevölkerung
Bewohner forderten dazu auf, wachsam zu sein und jede relevante Beobachtung direkt der Polizei zu melden.
Tourismusvertreter betonten, das Verhalten des Mannes zeige fehlenden Respekt vor thailändischem Recht und der lokalen Gemeinschaft und könne andere Besucher zu ähnlichen Aktionen verleiten.
Mögliche rechtliche Konsequenzen
Die Polizei erklärte, die Taten könnten gegen mehrere Gesetze verstoßen, darunter den Public Cleanliness and Orderliness Act von 1992 mit einer möglichen Geldbuße von bis zu 5.000 Baht.
Zusätzlich komme Section 360 des Strafgesetzbuchs zur Anwendung, die bei Beschädigung öffentlichen Eigentums eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren, eine Geldstrafe von bis zu 100.000 Baht oder beides vorsieht.
🎨 Politische Botschaft oder blanker Vandalismus?
Dutzende Schmierereien sorgen für Ärger und werfen die Frage auf, wo Meinungsfreiheit endet und Sachbeschädigung beginnt. Viele befürchten zudem Schäden für das Image als Reiseziel.
Sollten solche Taten härter bestraft werden – oder reicht es, den Schaden bezahlen zu lassen?
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