PATTAYA, THAILAND – Ein 34-jähriger Chinese ist in Pattaya festgenommen worden, weil er Touristen und Partygängern angeblich verbotene E-Zigaretten-Kapseln mit dem starken Narkosemittel Etomidat verkauft haben soll. Die Ermittler warnen vor den sogenannten „Zombie-Pods“, die schwere gesundheitliche Schäden bis hin zu lebensbedrohlichen Komplikationen auslösen können.
Zugriff vor Wohnanlage
Die Polizei von Region 2 und die Stadtpolizei Pattaya nahmen den Mann am 2. Februar 2026 vor einem Condominium in Soi Thapphraya 15 fest.
Zuvor hatte ein verdeckter Ermittler zehn der mutmaßlich mit Etomidat versetzten Vape-Pods gegen markierte 12.000 Baht erworben, woraufhin das Zugriffssignal gegeben wurde.
Ermittler unter Touristen eingeschleust
Laut den Behörden ging der Aktion ein Hinweis von Informanten voraus, wonach ein chinesischer Tourist im Partymilieu von Pattaya sogenannte „Zombie-Pods“ vertreibe.
Daraufhin nahmen die Beamten Kontakt zu dem Verdächtigen auf, der sich bereit erklärt haben soll, einzelne Kapseln für 1.200 Baht pro Stück an den vermeintlichen Käufer zu liefern.
Führung durch Polizeispitze
An dem Einsatz beteiligten sich mehrere hochrangige Beamte, darunter Pol. Maj. Gen. Thitwat Suriyachai, stellvertretender Kommandeur der Polizei Region 2.
Ebenfalls vor Ort waren Pol. Maj. Gen. Kiattisak Sathongoi, Leiter der Verbrechensbekämpfung in Region 2, sowie Pol. Maj. Gen. Phongphan Wongmanithet, Kommandeur der Provinzpolizei Chonburi, und weitere leitende Ermittler.
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Durchsuchung des Zimmers
Der festgenommene Mann wurde als Yu Kun, geboren am 19. November 1992 und chinesischer Staatsbürger, identifiziert.
Bei der anschließenden Durchsuchung seines Condominiums stellten die Beamten weitere 40 Pods, leere Kapseln, rund 400 Versiegelungssätze und drei Beutel mit weißem Etomidat-Pulver sicher.
Gefährliches Narkosemittel in E-Zigaretten
Nach Angaben der Behörden handelt es sich bei Etomidat um ein Anästhetikum, das das zentrale Nervensystem stark dämpft und normalerweise im medizinischen Bereich verwendet wird.
In Vape-Kapseln gemischt könne der Stoff zu starker Sedierung, Atemdepression, Blutdruckabfall, Verwirrtheit bis hin zu Bewusstlosigkeit führen, sodass Konsumenten äußerlich wie „Zombie-artig“ wirkten.
Weitere Ermittlungen eingeleitet
Alle beschlagnahmten Beweismittel, darunter die Pods, das Pulver und das Bargeld, wurden zusammen mit dem Verdächtigen den zuständigen Ermittlern übergeben.
Gegen den Mann laufen nun strafrechtliche Verfahren nach den nationalen Betäubungsmittelgesetzen, die ein hartes Vorgehen gegen den Handel mit solchen Substanzen vorsehen.
⚠️ Neue Partydroge – unterschätzte Gefahr?
Mit Betäubungsmitteln versetzte Vape-Pods können schwere gesundheitliche Folgen haben und wirken auf Konsumenten stark sedierend. Behörden schlagen Alarm und warnen vor lebensgefährlichen Risiken.
Sollten solche Substanzen härter verfolgt werden – oder fehlt es vor allem an Aufklärung über die Risiken?
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