PHUKET – Der Traumstrand wird zum Kontrollgebiet. Die Marinebehörde gibt allen Jetski-Verleihern auf der Insel ein letztes Ultimatum. Bis Mitte Februar müssen sie ihre Papiere in Ordnung bringen – sonst drohen harte Strafen.
Das steht im strengen Marine-Erlass
Phukets Marinechef, Adul Ralukmoon, hat den Startschuss gegeben. Vom 1. bis 28. Februar rollt eine Großkontrolle über die Strände. Jeder einzelne Jetski wird erfasst. Geprüft werden Lizenzen, Registrierungen und der technische Zustand der Geräte.
Betreiber mit abgelaufenen Lizenzen haben bis zum 10. Februar Zeit, sie zu erneuern. Ohne Papiere droht ein Bußgeld von bis zu 10.000 Baht (ca. 250 Euro).
Dieser Zeitplan gilt für die Strände
Die Behörden veröffentlichen den Kontrollplan vorab. Am 9. Februar stehen Kata-Karon und Kamala auf dem Plan. Am 10. Februar ist der ganztägige Großeinsatz am berühmten Patong Beach geplant. Bang Tao und die Westküste folgen am 11. Februar.
„Wir wollen korrekte und sichere Dienstleistungen. Das schafft Vertrauen bei Einheimischen und Touristen“, erklärt Chef Adul.
Warum die Vorwarnung für die Verleiher?
Eine Frage bleibt offen: Warum kündigt die Marine die Razzia so deutlich an? Experten vermuten eine strategische Entscheidung.
Man wolle den Betreibern die Chance geben, sich freiwillig zu legalisieren. Das spart Behörden Ressourcen und vermeidet böse Überraschungen vor Touristen. Kritiker sehen darin jedoch ein Schlupfloch für schwarze Schafe, um ihre Maschinen vorübergehend zu verstecken.
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Erste Razzien waren ein voller Erfolg
Bereits im Januar zeigte die Marine ihre Muskeln. Eine Spezialtruppe des Marinedepartments Region 5 schlug zu. Am Chalong Pier und rund um Koh Siray stellten sie 39 unlizenzierte Jetskis sicher. Weitere sieben folgten am Ratsada Pier.
In einem dritten Schlag erwischten sie an den Piers Laem Sai, Ao Po und Yamu sensationelle 23 weitere illegale Geräte.
Das droht den Betreibern jetzt
Für alle erwischtem illegalen Jetskis gilt: Sofortiger Betriebsstopp! Sie dürfen Touristen erst wieder angeboten werden, wenn alle Papiere vorliegen. Betreiber ohne jede Lizenz müssen sich bis zum 15. Februar persönlich bei der Marinebehörde melden. Sonst wird aktiv gesucht.
Die Daten der Kontrollen fließen in ein zentrales Register. Künftig soll die Überwachung systematischer und enger werden.
Ein lange überfälliger Schritt
Jetski-Unfälle und Betrugsfälle mit Touristen haben Phuket lange verfolgt. Das Image der Insel litt schwer unter den schwarzen Schafen der Branche. „Dieser Crackdown ist überfällig. Die Sicherheit unserer Gäste muss an erster Stelle stehen“, kommentiert ein Hotelier in Patong.
Ob die Aktion nachhaltig wirkt, wird sich zeigen. Doch der Wille der Behörden, aufzuräumen, ist diesmal unübersehbar.
⚠️ Mehr Sicherheit oder nur kurzfristiger Druck?
Jet-Skis stehen seit Jahren wegen Unfällen, Betrugsfällen und Streitigkeiten mit Urlaubern in der Kritik. Strengere Kontrollen könnten das Vertrauen der Besucher stärken – vorausgesetzt, sie werden konsequent umgesetzt.
Kritisch sehen manche jedoch die Vorankündigung der Inspektionen. Wenn Betreiber Zeit haben, Probleme vorher zu kaschieren, stellt sich die Frage, wie effektiv solche Maßnahmen wirklich sind.
👉 Sind härtere Kontrollen der richtige Weg – oder braucht es noch strengere Regeln für touristische Anbieter?


