PHUKET – Während Touristen und Einheimische unter Temperaturen bis zu 37°C stöhnen, gibt der oberste Wettermann Entwarnung. Die aktuelle Hitze sei „völlig normal“. Hinter den Kulissen bereiten sich die Behörden jedoch auf Wasserknappheit vor.
Alles im grünen Bereich, sagt der Chef-Meteorologe
Wirot Liucharoensap, Direktor des Südlichen Meteorologischen Zentrums (Westküste), weist Hitzewarnungen entschieden zurück. „Basierend auf dem 30-Jahres-Durchschnitt sind Höchsttemperaturen von 34-35°C in Phuket für diesen Zeitraum typisch“, so Wirot gegenüber Reportern.
Selbst als ihm die eigenen Daten des Wetteramtes vorgelegt wurden, die für Anfang Februar nur 32°C ausweisen, blieb er hart. Die Hitze der vergangenen Woche sei „normal“.
Warum sich die Hitze so extrem anfühlt
Der Meteorologe hat eine Erklärung parat: Wenig Wolken, starke Sonneneinstrahlung und der Rückgang von Grünflächen in der Stadt. „Sobald sich eine Brise vom Meer entwickelt, kühlt es wieder ab“, versichert er. Phuket bleibe vor anhaltender Extremhitze wie im Inland verschont.
Eine offizielle Hitzewarnung gebe es erst ab 40°C. Diesen Wert erreiche Phuket aufgrund der Meereslage selten. Der Rekord liege bei 39°C im Jahr 2019.
Lokale Behörden sahen das in der Vergangenheit anders
Doch diese Einschätzung steht im Kontrast zu früheren Maßnahmen. Bereits 2024 warnten lokale Behörden vor Hitzschlag, als das Thermometer wochenlang über 37°C kletterte.
2023 wurden sogar Warnungen bei 40°C herausgegeben. Der Widerspruch zwischen zentraler Behörde und lokaler Erfahrung verunsichert Einwohner und Touristen.
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Die wahre Krise könnte das Wasser werden
Während über die Temperaturen gestritten wird, laufen hinter den Kulissen Notfallplanungen für die Wasserversorgung. Die anhaltende Trockenheit lässt die Reserven schmelzen. In einem Krisentreffen in der Provinzhalle wurden Wassermanagement-Strategien vereinbart. Notfalls soll Wasser vom Privatsektor zugekauft werden.
Die drei Haupt-Stauseen der Insel – Bang Wad, Khlong Katha und Bang Niao Dam – sind derzeit noch zu 68% bis 78% gefüllt. Die nutzbare Menge beträgt etwa 16,5 Millionen Kubikmeter.
Rettungsprojekt aus Phang Nga verzögert sich weiter
Als langfristige Lösung gilt ein Jahrzehnte-projekt: Die Versorgung Phukets mit Frischwasser aus der benachbarten Provinz Phang Nga via Pipeline.
Der neue Chef der örtlichen Bewässerungsbehörde, Thanit Yuthong, versprach, das Projekt solle „nächstes Jahr“ beginnen. Einen genauen Zeitplan wollte er jedoch nicht nennen.
„Einige Projekte müssen noch überprüft werden“, erklärte er und verwies auf seinen noch frischen Posten. Die Menschen auf Phuket warten seit Jahren auf diese Lösung.
Was das für Urlauber bedeutet
Touristen müssen sich auf anhaltend heißes und trockenes Wetter einstellen. Sonnenschutz und ausreichend Flüssigkeit sind überlebenswichtig.Die Empfehlung der Behörde lautet: Viel trinken und die Mittagshitze meiden. Obwohl offiziell keine Warnung vorliegt, ist Vorsicht geboten.
Der Streit um die Temperaturen zeigt ein größeres Problem: Die Kommunikation zwischen Behörden ist gestört, während die Klima-Herausforderungen wachsen.
Glühende Insel – oder nur normales Tropenwetter?
Fast 37°C im Februar fühlen sich für viele bereits extrem an. Doch Meteorologen sprechen von völlig normalen Saisonwerten. Gleichzeitig laufen hinter den Kulissen erste Planungen, um mögliche Wasserengpässe während der heißen Monate zu verhindern.
Ist das wirklich nur typisches Phuket-Wetter – oder erleben wir längst die Vorboten noch heißerer Jahre?
👉 Empfindest du die Temperaturen noch als normal oder wird es spürbar heißer als früher? Teile deine Beobachtungen.


