Thailand: Marine startet Bergung nach Schiffsunglück

Thailand: Marine startet Bergung nach Schiffsunglück
The Nation

PHUKET – Vor der Küste des Touristen-Hotspots Phuket ist ein Frachter gesunken. Ein Ölteppich breitet sich aus, mehr als 200 Container treiben im Andamanischen Meer. Die Marine hat einen Großeinsatz gestartet, um eine ökologische Katastrophe zu verhindern.

Frachter kentert in kritischer Nähe zur Küste

Am 7. Februar geriet der unter panamaischer Flagge fahrende Frachter SEALLOYD ARC in Seenot. Das Schiff, auf dem Weg von Malaysia nach Bangladesch, nahm Wasser auf und begann zu kentern.

Der Unglücksort liegt nur etwa 10 Seemeilen von der Marinestation des 3. Marinebezirks entfernt, in der Nähe der Insel Ko Kaeo Yai am Promthep Kap – einer der beliebtesten Aussichtspunkte Phukets.

Die 16-köpfige Besatzung konnte in einer dramatischen Rettungsaktion von der Marine und der Kusoldharm-Stiftung geborgen werden. Menschen kamen nicht zu Schaden.

Ölteppich und Container-Drift bedrohen Ökosystem

Jetzt liegt das havarierte Schiff auf dem Meeresgrund. Aus dem Wrack tritt Treibstoff aus, der sich bereits als Ölfilm auf dem Wasser ausbreitet. Noch bedrohlicher: Über 200 Container sind von Deck gespült worden und treiben nun lose im Meer. Sie stellen eine massive Gefahr für die Schifffahrt und das empfindliche Küstenökosystem dar.

Vizeadmiral Weerudom Muangjeen, Kommandant des 3. Marinebezirks, bestätigte die Koordination der Bergungs- und Säuberungsarbeiten.

Marine startet Mega-Operation gegen die Verschmutzung

Ein ganzes Bündel von Behörden ist nun im Einsatz: Die Marine, die Katastrophenschutzbehörde, die Meeresschutzpolizei und das Meeresressourcenamt.

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Ihre Aufgaben sind gewaltig: Sie müssen das Öl aufhalten und abschöpfen, die treibenden Container lokalisieren und bergen sowie die Schadensauswirkung auf Korallenriffe und Strände bewerten. Für die Schifffahrt wurde bereits eine Warnung für das Gebiet um 7°42’42“ N / 98°16’51.6″ E herausgegeben.

Warum dieser Unfall Phuket besonders hart trifft

Die Insel lebt vom Tourismus und der intakten Natur. Strände wie Nai Harn, Kata oder Karon könnten durch Ölverschmutzung massiv beschädigt werden. Eine Verschmutzung in der Hochsaison wäre ein wirtschaftlicher Desaster. Die Imageschäden für Thailands wichtigste Urlaubsinsel wären immens.

Experten fürchten zudem, dass gesunkene Container Giftstoffe freisetzen oder als Geisternetze weiterhin Meerestiere gefährden könnten.

Die größten Herausforderungen für die Retter

Die Bergung des gesunkenen Frachters wird eine technische Meisterleistung und dauern. Zunächst muss das Leck gefunden und der Ölaustritt gestoppt werden. Die treibenden Container bei starker Strömung einzusammeln, ist wie die Suche nach der Nadel im Heuhaufen – nur größer und gefährlicher.

Die Behörden müssen einen Wettlauf gegen die Zeit führen, bevor Wind und Wellen die Verschmutzung an die traumhaften Sandstrände treiben.

Tourismus-Branche bangt um ihre Existenz

Hoteliers und Tourismusunternehmen blicken mit Angst auf das Meer. Ein großer Ölteppich an den Stränden würde Buchungen sofort zusammenbrechen lassen.

Die thailändische Regierung steht unter Druck, die Krise schnell und transparent zu managen. Das Vertrauen der Urlauber in die Sicherheit und Sauberkeit Phukets steht auf dem Spiel.

Diese Havarie ist ein Alptraum-Szenario für alle, die vom Andamanischen Meer leben. Der Kampf um Phukets Küste hat gerade erst begonnen.

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Ein gesunkenes Frachtschiff, Öl im Wasser und hunderte Container treiben im Meer. Behörden arbeiten unter Hochdruck – doch die Sorge um Küsten und Meeresleben wächst.
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Quelle: The Nation

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