PHUKET, THAILAND – Vor der Küste von Phuket ist der panamaflaggenführende Frachter SEALLOYD ARC gesunken, die Marine hat ein zentrales Lagezentrum eingerichtet und teilt die laufenden Einsätze in eine Ölbekämpfungsmission und die Suche nach treibenden Containern auf. Trotz enger Koordination zwischen Marine, Behörden und privaten Akteuren bremsen schlechte Sicht, fehlende Ausrüstung und ein noch ausstehender Schwimmkran die Arbeiten deutlich.
Kommandozentrale der Marine
Das Thai Maritime Enforcement Command Centre (Thai-MECC) hat am Sonntag um 16 Uhr unter Berufung auf Artikel 27(2) des National Maritime Interests Protection Act B.E. 2562 (2019) ein spezielles Lagezentrum für die Bergung der SEALLOYD ARC eingerichtet.
An der Spitze dieses sogenannten „War Room“ steht Vizeadmiral Virudom MuangChin, der das Einsatzzentrum des Third Naval Area Command führt und damit alle Maßnahmen nach dem Untergang des Schiffes vor Phuket koordiniert.
Ölteppich und Umweltschutz
Nach der Entscheidung der Royal Thai Navy wurde das Einsatzzentrum des Third Naval Area Command mit der Bergungsoperation und der Beseitigung eines möglichen Ölteppichs betraut, wobei die Arbeiten bereits am Sonntag in strukturierte Teilmissionen gegliedert wurden.
Für die Ölbekämpfung fungiert der Kriegsschiffverband mit der HTMS Matphon als Kommandoschiff sowie der HTMS Panyi, dem Patrouillenboot Tor 114 und einem Spezialteam des Third Naval Area Command, während der Energiekonzern PTT die erforderliche Ausrüstung und Ölbindemittel bereitstellt.
Suche nach treibenden Containern
Die zweite Hauptmission des Lagezentrums konzentriert sich auf die Suche und Sicherung treibender Container, für die die HTMS Hua Hin als Führungsschiff eingesetzt wird und von einem DO-228-Überwachungsflugzeug, einem S-76B-Hubschrauber, Drohnen, Schnellbooten aus der Privatwirtschaft, den Booten Tor 272 und Tor Nor 706 sowie Schiffen der Provinzverwaltung Phuket (PAO) unterstützt wird.
Die Luftfahrzeuge DO-228 und S-76B führen fortlaufend Luftaufklärung durch und zeichnen Bildmaterial auf, während Fischereifahrzeuge und andere Schiffe über eine Warnung gebeten wurden, Sichtungen von Containern umgehend über die Hotline 1465 zu melden.
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Aktuelle Sichtungen und Unterstützung an Land
Nach Angaben des Lagezentrums meldete der Fischkutter Pichai Samut 2 am späten Sonntagnachmittag gegen 17.05 Uhr einen blauen treibenden Container im Fanggebiet vor Phuket, was als wichtiger Hinweis für die weitere Suche gewertet wurde.
Zur Versorgung der eingesetzten Kräfte wurde zudem ein Feldküchenfahrzeug an den Strand von Nai Harn verlegt, um die Teams im Einsatzgebiet logistisch zu unterstützen.
Technische Hürden bei Bergung und Suche
Die Einsatzkräfte berichten, dass das Wrack der SEALLOYD ARC sich seit dem Untergang von seiner ursprünglichen Position verschoben hat und der genaue Liegeort derzeit nicht eindeutig bestimmt werden kann.
Hinzu kommen Schwierigkeiten, weil Taucher die Treibstoff- oder Ölleitungen des Schiffes bislang nicht untersuchen können, die Sichtweite die Container-Suche einschränkt, Festmacherleinen zum Sichern und Schleppen der Ladungsbehälter knapp sind und ein für die Bergung vorgesehener Kranponton den vereinbarten Sammelpunkt noch nicht erreicht hat.
Nächste Schritte und Abstimmung
Fachleute der beteiligten Behörden analysieren diese Probleme und erarbeiten Lösungen, die in einem gemeinsamen Operationsplan festgehalten werden sollen, um die Einsätze auf See besser zu synchronisieren.
Dieser Plan soll bei einer für 8 Uhr am 9. Februar 2026 angesetzten Besprechung im Hauptquartier des Third Naval Area Command in Laem Panwa vorgestellt und mit allen beteiligten Stellen abgestimmt werden.
🌊 Droht eine Umweltkatastrophe vor Phuket?
Ein gesunkener Frachter, austretendes Öl und hunderte Container im Meer – die Behörden stehen unter enormem Druck. Jede Verzögerung könnte Folgen für Umwelt, Fischerei und Tourismus haben.
Sind die Einsatzkräfte ausreichend vorbereitet für solche Unglücke – oder zeigt der Fall gefährliche Lücken?
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