Keine Arbeitserlaubnis, abgelaufenes Visum – Verhaftet!

Keine Arbeitserlaubnis, abgelaufenes Visum - Verhaftet!
Matichon, ThaiExaminer

BANGKOK, THAILAND – In einem afrikanischen Friseursalon im Zentrum von Bangkok ist eine 22-jährige Kongolesin festgenommen worden, die ihr Visum überzogen und ohne Arbeitserlaubnis in einem für Ausländer verbotenen Beruf gearbeitet hatte. Die Razzia ist Teil einer verschärften Strategie der thailändischen Einwanderungsbehörde gegen ausländische Arbeitskräfte in Tätigkeiten, die gesetzlich für thailändische Staatsbürger reserviert sind.

Razzia im Stadtviertel Ratchaprarop

Beamte der Immigration Division 1 kontrollierten am 9. Februar einen afrikanischen Beauty-Salon im Gebiet Ratchaprarop zwischen Pratunam und Victory Monument und trafen dort auf eine ausländische Friseurin, die offen Kundinnen die Haare flocht.

Die Frau wurde unter dem Pseudonym Ms. T als 22-jährige Staatsangehörige der Demokratischen Republik Kongo identifiziert, vor Ort überprüft und anschließend festgenommen.

Illegale Arbeit und abgelaufenes Visum

Bei der Durchsicht ihrer Unterlagen stellten die Beamten fest, dass ihre Aufenthaltsgenehmigung bereits abgelaufen war und sie keine gültige Arbeitserlaubnis vorweisen konnte.

Zudem bestätigten die Ermittler, dass das angebotene Friseurhandwerk nach thailändischem Recht als verbotene Beschäftigung für Ausländer gilt und ausschließlich thailändischen Staatsbürgern vorbehalten ist.

Konsequenzen für Mitarbeiterin und Saloninhaber

Die Kongolesin wird den Angaben zufolge wegen Überziehung des erlaubten Aufenthalts sowie wegen Arbeit ohne Arbeitserlaubnis strafrechtlich verfolgt und soll nach Abschluss des Verfahrens abgeschoben werden.

Auch der thailändische Inhaber des Salons wurde identifiziert und angezeigt, da er eine Ausländerin ohne gültige Arbeitserlaubnis beschäftigt und Arbeiten außerhalb der zulässigen Tätigkeiten zugelassen haben soll.

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Hintergrund: Kursverschärfung nach Spitzentreffen

Die Operation geht auf eine hochrangige Sitzung am 29. Januar 2026 zurück, die von Pol. Gen. Samran Nualma, stellvertretender Polizeichef und Direktor des Centre for Combating Transnational Crime and Illegal Immigration (CCTC), geleitet wurde und die Durchsetzung gegen Verstöße von Ausländern ausdrücklich priorisierte.

Dabei betonten führende Vertreter der Royal Thai Police, darunter Pol. Gen. Kittirat Panpetch und Pol. Lt. Gen. Itthipol Itthisarannachai, eine landesweit konsequente und anhaltende Anwendung der Vorschriften, um Sicherheit zu gewährleisten und das Land nicht zu einem Zielort für grenzüberschreitende Kriminalität werden zu lassen.

Befehlskette und operative Umsetzung

Nach dem Treffen erließ die Führung des Immigration Bureau unter Pol. Lt. Gen. Panumas Boonyalak, unterstützt von Pol. Maj. Gen. Prachya Prasansuk und Pol. Maj. Gen. Panthana Nuchanart, konkrete Einsatzbefehle an die Dienststellen der Einwanderungspolizei.

Die Durchführung im Raum Bangkok wurde Pol. Maj. Gen. Prasath Khemprasit, Kommandeur der Immigration Division 1, übertragen, der wiederum Pol. Col. Keeratisak Kongkiat Siri und Pol. Col. Polsit Sutthi-arj mit der Ermittlungsführung beauftragte.

Ermittlungen gegen verbotene Tätigkeiten von Ausländern

Die konkrete Razzia in Ratchaprarop wurde von Pol. Lt. Col. Sutheerath Theerasawat, stellvertretender Leiter der Ermittlungsabteilung, mit Unterstützung von Pol. Lt. Col. Taweesap Chaiyapoom und Pol. Lt. Col. Suriyo Chaiyod geleitet, nachdem gezielte Recherchen zu Ausländern in verbotenen Berufen angelaufen waren.

Im Fokus standen Tätigkeiten, bei denen Ausländer Beschäftigungsmöglichkeiten verdrängen könnten, und die Ermittler stießen so auf den afrikanischen Salon im Distrikt Ratchathewi, in dem mehrere afrikanische Frauen Haarstyling-Dienstleistungen erbrachten.

Behörde kündigt weitere Kontrollen an

Nach der Festnahme erklärte Pol. Maj. Gen. Prasath Khemprasit, die Maßnahmen würden im Einklang mit den Weisungen der Polizeiführung stehen und „streng und konsequent“ fortgesetzt werden, insbesondere bei ausländerbezogenen Delikten.

Gleichzeitig rief die Einwanderungsbehörde die Bevölkerung zur Mitwirkung auf und verwies auf die Hotline 1178, über die mutmaßlich illegale Aktivitäten gemeldet werden können, wobei Division 1 betonte, dass die Kontrollen andauern und eingehende Hinweise geprüft werden.

💼 Schutz für Jobs – oder zu harte Maßnahmen?

Thailand verschärft die Kontrollen gegen Ausländer ohne Arbeitserlaubnis, besonders in Berufen, die Einheimischen vorbehalten sind. Für die einen ist das notwendiger Schutz des Arbeitsmarktes, für andere wirkt es wie ein harter Kurs.
Ist das konsequente Rechtsdurchsetzung – oder braucht es flexiblere Lösungen im internationalen Arbeitsmarkt?
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Quelle: ThaiExaminer

2 Kommentare zu „Keine Arbeitserlaubnis, abgelaufenes Visum – Verhaftet!

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