Big Joke kontert Geldwäsche-Ermittler (Video)

Big Joke kontert Geldwäsche-Ermittler (Video)
Matichon
Google Werbung

BANGKOK, THAILAND – Der Anwalt des früheren stellvertretenden nationalen Polizeichefs Pol Gen Surachate Hakparn, genannt „Big Joke“, hat bei der Anti-Geldwäschebehörde AMLO eine Beschwerde wegen angeblicher Diskriminierung, Grundrechtsverletzungen und möglicher Verquickung mit einem Online-Glücksspielnetzwerk eingebracht. Zugleich soll der Schritt jede Entscheidung stoppen oder eng überprüfen lassen, die zur Beschlagnahme oder zum Einfrieren von Vermögenswerten des Ex-Spitzenpolizisten führen könnte.

Beschwerde bei der Anti-Geldwäschebehörde

Am 9. Februar 2026 reichte Anwalt Sanyaphattra Samart um 15.00 Uhr seine Petition persönlich bei AMLO-Generalsekretär Thepsu Bowornchotidara in der Zentrale der Behörde ein.

Er forderte AMLO auf zu prüfen, ob die bisherigen Maßnahmen gegen Pol Gen Surachate die in der Verfassung verankerte Unschuldsvermutung verletzten und ob einzelne Funktionsträger wegen persönlicher Konflikte nicht mehr als neutral gelten könnten.

Vorwürfe der Befangenheit im Transaktionsausschuss

Im Mittelpunkt der Beschwerde steht ein Mitglied des Transaktionsausschusses, das laut Anwalt in mehreren Verfahren in direktem Konflikt mit Pol Gen Surachate stehe.

Nach Darstellung von Sanyaphattra soll diese Person versucht haben, Angelegenheiten mit Bezug zu Surachate auf die Tagesordnung des Ausschusses zu bringen, obwohl es dazu noch kein rechtskräftiges Gerichtsurteil gibt.

Risiko von Vermögensbeschlagnahmen

Der Anwalt erklärte, es gebe Bestrebungen, strittige Sachverhalte in ein Verfahren zu überführen, das letztlich in der Beschlagnahme von Vermögenswerten münden könnte.

Dies müsse gegenüber dem Ausschussvorsitz offengelegt werden, da der Betreffende als unmittelbarer Gegenspieler auftrete und damit Fragen nach Qualifikation, Unparteilichkeit und rechtmäßigem Gebrauch von Amtsbefugnissen aufwerfe.

Stört Sie die Werbung?
JETZT den Wochenblitz WERBEFREI lesen!
ZUM ANGEBOT

Verweis auf Grund- und Menschenrechte

Sanyaphattra betonte, die Petition diene dazu, Fairness für Pol Gen Surachate sicherzustellen und die wiederholten Eingaben bei den zuständigen Stellen zu erläutern.

Er habe Hinweise erhalten, dass rechtswidrige oder verfassungswidrige Schritte bevorstehen könnten, die grundlegende Rechte und Menschenrechtsschutz verletzten.

Umfangreiche Unterlagen und rechtliche Verteidigung

Der Eingabe seien nach Angaben des Anwalts umfangreiche Dokumente und Beweismittel beigefügt.

Pol Gen Surachate sei bereit, sich in allen Punkten dem Rechtsweg zu stellen, lehne aber jede Ausübung staatlicher Gewalt ab, die er als rechtswidrig, diskriminierend oder von persönlichen Konflikten geprägt ansehe.

Verbindung zu Online-Glücksspiel und Taskforce

Der Anwalt warf dem Ausschussmitglied zudem vor, zuvor einer Polizei-Taskforce angehört zu haben, die Verfahren gegen Pol Gen Surachate betrieben habe.

Er verwies darauf, dass Pimwilai Plong-on, Verdächtige im Fall der Online-Glücksspielplattform „Minnie“, bei der Polizeistation Tao Poon Beschwerde gegen diese Taskforce eingelegt habe und dort dieselbe Person als Leiter genannt werde.

Mögliche Relevanz für Geldwäscheprüfungen

Nach einem Bericht der Zeitung Matichon erklärte Sanyaphattra, die Umstände könnten unter Straftatbestände im Zusammenhang mit Geldwäsche oder mit entsprechenden Vortaten fallen.

Er forderte AMLO auf zu bewerten, ob eine Person, gegen die selbst solche Vorwürfe im Raum stehen, in Verfahren über das Einfrieren oder die Beschlagnahme von Vermögen anderer Betroffener überhaupt unbefangen mitentscheiden könne.

⚖️ Justiz oder Machtkampf – was steckt hinter dem Fall „Big Joke“?

Vorwürfe über Befangenheit, mögliche Grundrechtsverletzungen und ein Streit um Vermögen: Der Fall wirft Fragen zur Neutralität von Ermittlungen auf.
Geht es hier um konsequente Rechtsdurchsetzung – oder um persönliche Konflikte auf höchster Ebene?
Schreib deine Meinung in die Kommentare.

Video

Newsletter abonnieren

Newsletter auswählen:
Abonnieren Sie den täglichen Newsletter des Wochenblitz und erhalten Sie jeden Tag aktuelle Nachrichten und exklusive Inhalte direkt in Ihr Postfach.

Wir schützen Ihre Daten gemäß DSGVO. Erfahren Sie mehr in unserer Datenschutzerklärung.
Quelle: Matichon

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert