CHACHOENGSAO, THAILAND – Ein 36-jähriger Motorradfahrer ist in der Provinz Chachoengsao tödlich verunglückt, nachdem sich ein über der Straße verlaufendes Kabel um seinen Hals gelegt haben soll. Die Polizei ermittelt gegen den Fahrer eines Strohlastwagens und prüft, ob Arbeiten an tief hängenden Leitungen den Unfall ausgelöst haben könnten.
Unfall auf der Provinzstraße
Der tödliche Unfall ereignete sich am 10. Februar gegen 20.00 Uhr im Bezirk Bang Khla, als die Polizei der Wache Bang Khla zu einem schweren Motorradcrash gerufen wurde.
Die Beamten fanden die später identifizierte Person, Thotsaphon Panya (36), an der Unfallstelle. Der Fahrer befand sich in kritischem Zustand und verstarb später trotz medizinischer Versorgung.
Kabel legt sich um den Hals
Auf der Gegenfahrbahn lag seine umgestürzte Suzuki GSX 1000, zugelassen in Bangkok. Zeugen berichteten, kurz zuvor sei ein Kabel auf die Fahrbahn gestürzt.
Nach ersten Ermittlungen verfing sich dieses Kabel, wodurch der Fahrer die Kontrolle über das schwere Motorrad verlor und in einen Unfall verwickelt wurde.
Strohlaster und gelöste Leitungen
Der Anwohner Mr Thanaphon sagte der Polizei, ein mit Stroh beladener Lastwagen habe an der Unglücksstelle angehalten, nachdem er offenbar in über der Straße verlaufende Kabel geraten sei.
Ein Mann sei demnach dabei beobachtet worden, wie er ein Kabel handhabte, um dem Lkw die Weiterfahrt zu ermöglichen. Die Behörden prüften, ob diese Handlung zur Destabilisierung des bereits lockeren Kabelstrangs beigetragen hatte.
Vorherige Berührungen durch Motorräder
Augenzeugen gaben an, zwei kleinere Motorräder hätten den bereits gelockerten Kabelstrang vor dem Unfall ebenfalls gestreift. Die Fahrer dieser Fahrzeuge konnten ihre Scooter unter Kontrolle halten.
Das deutlich stärkere Motorrad von Mr Thotsaphon ließ sich unter den gegebenen Umständen dagegen nicht mehr beherrschen, als sich das Kabel verfing.
Reaktion nach dem Unfall
Nach Angaben von Augenzeugen ereignete sich der Unfall in einem Bereich mit begrenzter Sichtbarkeit und Straßenbeleuchtung. Die genauen Umstände des Unfallhergangs wurden von der Polizei dokumentiert und sind Gegenstand der laufenden Ermittlungen.
Die Unfallstelle konnte nach der Bergung des Fahrzeugs wieder freigegeben werden. Die Polizei sicherte alle relevanten Zeugenaussagen.
Ermittlungen gegen Lkw-Fahrer
Die Polizei sichtete Aufnahmen von Überwachungskameras entlang der Route und nahm später den 44-jährigen Mr Surachet, Fahrer des Strohlastwagens, zur Befragung fest.
Surachet räumte ein, von Lat Bua Khao nach Wang Sombun unterwegs gewesen zu sein, um Stroh zu liefern. Die Ermittlungen prüfen, inwiefern die Handhabung des Kabelstrangs durch beauftragte Personen zu der Gefährung des Motorradfahrers beigetragen haben könnte.
Aussage zu tief hängenden Kabeln
Mr Surachet erklärte, die Kabel seien bereits verheddert und tief gehangen. Er sagte laut Polizeibericht, einen Arbeiter angewiesen zu haben, die Kabel anzuheben, um ein mögliches Fahrzeugrisiko zu verhindern.
Bezüglich der genauen Abfolge der Ereignisse teilte er mit, dass er den Zusammenhang zwischen seinen Anweisungen und dem späteren Unfall nicht unmittelbar erkannt habe. Die Behörden untersuchen derzeit alle verfügbaren Beweise und Zeugenaussagen.
Rechtliche Konsequenzen und Ermittlungsstand
Die Staatsanwaltschaft prüft, welche strafrechtlichen Vorwürfe gegen den Lkw-Fahrer und möglicherweise weitere Beteiligte erhoben werden können. Unter Prüfung stehen Vorwürfe der Fahrlässigkeit und möglicher Verstöße gegen Verkehrssicherheitsbestimmungen.
Die Ermittlungen der Polizei andauern. Die Provinzbehörden kündigten an, eine umfassende Überprüfung der Straßeninfrastruktur in dieser Region durchzuführen, um ähnliche Vorfälle in Zukunft zu verhindern.
Infrastruktur-Sicherheit und Prävention
Der Fall wirft wichtige Fragen zur Überwachung und Instandhaltung von Stromleitungen und anderen Infrastruktureinrichtungen entlang von Straßen auf. Fachleute weisen darauf hin, dass regelmäßige Inspektionen solcher Anlagen wesentlich sind, um Risiken für den Straßenverkehr zu minimieren.
Behördenvertreter erklärten, dass sie in Zusammenarbeit mit Versorgungsunternehmen Maßnahmen zur Überprüfung und Sicherung von tief hängenden Leitungen in der Provinz einleiten werden. Dies soll die Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmer erhöhen.
⚠️ Unsichtbare Gefahr – wer trägt die Verantwortung?
Ein herabhängendes Kabel kostet einen Mann das Leben – nur wenige Tage vor seiner Hochzeit. Der Fall wirft Fragen zur Sicherheit auf Thailands Straßen und zur Verantwortung bei solchen Gefahrenquellen auf.
Müssten lose Leitungen viel schneller gesichert werden, um solche Tragödien zu verhindern?
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