BANGKOK, THAILAND – Ein 23-jähriger britischer Rucksacktourist liegt nach einem schweren Motorradunfall in Bangkok mit lebensbedrohlichen Kopfverletzungen im Krankenhaus, während seine Familie verzweifelt versucht, Hunderttausende Pfund für Behandlung und Rücktransport aufzubringen. Die Angehörigen des aus Großbritannien stammenden Tiger Duggan haben nach eigenen Angaben bereits fast 120.000 Pfund in nur neun Tagen bezahlt, zusätzlich drohen für einen spezialmedizinischen Rückflug in die Heimat weitere bis zu 170.000 Pfund.
Schwere Verletzungen nach Motorradunfall
Der Brite Tiger Duggan, der seit dem 16. Januar als Rucksacktourist in Thailand unterwegs war und zuvor in Perth in Westaustralien für ein Goldminen-Unternehmen gearbeitet hatte, wurde am 1. Februar bei einem Motorradunfall schwer am Kopf verletzt.
Er wird derzeit im Med Park Hospital in Bangkok behandelt und befindet sich laut Familie weiterhin in einem kritischen Zustand, auch wenn aktuelle Untersuchungen vorsichtige Hoffnung geben.
Hoffnung nach Hirnscan – aber lange Behandlung
Seine Mutter Lisa Duggan, eine Neonatalpflegerin aus Milton Keynes, berichtete, ein jüngster Hirnscan habe „Anzeichen von Leben“ gezeigt, zudem sei ihr Sohn nicht mehr auf Medikamente zur Stabilisierung des Blutdrucks angewiesen.
Lisa Duggan sagte weiter, dies sei „alles gute Nachrichten“, dennoch rechne die Familie mit einem „sehr, sehr langen Weg mit monatelanger weiterer Behandlung und Tests“.
Versicherung verweigert Zahlung
Nach Angaben der Familie weigert sich Tigers Reiseversicherung, die Kosten zu übernehmen, weil der Unfall als Teilnahme an einer „gefährlichen Aktivität“ gewertet werde.
Die laufende Behandlung im Med Park Hospital koste derzeit rund 2.500 Pfund pro Tag, zusätzlich veranschlagt die Familie für einen medizinisch begleiteten Rückflug nach Großbritannien zwischen 150.000 und 170.000 Pfund.
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Spenden entlasten – aber Geld schmilzt dahin
Über eine Online-Spendenkampagne seien seit dem Unfall laut Familie bereits mehr als 180.000 Pfund von Unterstützern eingegangen, für die sich die Angehörigen „unglaublich dankbar“ zeigen.
Da aus diesen Mitteln jedoch schon große Teile der bisherigen Krankenhaus- und Transportkosten bezahlt wurden, beschreibt die Familie ihre Situation trotz der Hilfe weiterhin als „verzweifelt“.
Kritik an fehlender praktischer Hilfe aus London
Lisa und ihr Ehemann Kieron, ein Klempner, die gemeinsam mit weiteren Angehörigen einschließlich Sohn River an Tigers Bett wachen, kritisieren, das britische Außenministerium habe bislang nur eine allgemeine E-Mail mit Links zu Ratgeberseiten geschickt.
„Es gab keinen Anruf, keine persönliche E-Mail, niemand hat uns irgendetwas angeboten“, sagte Lisa Duggan und ergänzte, die Familie habe die Hinweise zur Rückführung schon zu Beginn selbst über eine Internetsuche gefunden.
Mahnung zu mehr Bewusstsein für Versicherungsrisiken
Eine Sprecherin der Familie erklärte gegenüber der britischen Zeitung Daily Mail, Tigers Eltern würden „mit Zähnen und Klauen kämpfen, um ihm die Hilfe zu verschaffen, die er braucht“, und seien allen Spendern zutiefst dankbar.
Gleichzeitig warnte sie, viele junge Menschen seien sich der Klauseln zu riskanten Aktivitäten in Auslandsversicherungen nicht bewusst, und hoffe, die mediale Aufmerksamkeit mache Eltern und Reisende stärker auf dieses Thema aufmerksam.
Zurückhaltende Stellungnahme der Behörden
Lisa Duggan appellierte zudem an die britische Regierung, angesichts der extrem hohen Kosten aktiv bei einer Rückführung zu helfen, und verwies darauf, dass dies in anderen Fällen bereits geschehen sei.
Ein Sprecher des Foreign and Commonwealth Office erklärte auf Anfrage lediglich, man „unterstütze weiterhin die Familie eines in Thailand verletzten britischen Mannes“, ohne Details zu möglichen Maßnahmen zu nennen.
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Leider wird nirgendwo gesagt was mit einer „gefährlichen Aktivität“ gemeint ist. Somit ist der Artikel unbrauchbar, da man nicht weiss auf was man achten muss. Hatte er vielleicht schlichtweg keinen Führerschein?