HAT YAI, THAILAND – Nach einem tödlichen Vorfall an einer Schule in Hat Yai ist der 18‑jährige Tatverdächtige unter strenger Bewachung in eine psychiatrische Einrichtung verlegt worden. Die Polizei untersucht weiterhin die Hintergründe der Tat sowie den Umgang mit der verwendeten Dienstwaffe. Gegen den jungen Mann wurden unter anderem Anklagen wegen vorsätzlicher Tötung und weiterer schwerer Straftaten erhoben.
Verlegung unter Hochsicherheit
Der 18‑Jährige wurde am 12.02.2026 gegen 13:00 Uhr von der Polizei in Hat Yai aus dem Hat Yai Hospital in das Songkhla Rajanagarindra Psychiatric Hospital in Songkhla-Stadt verlegt.
Nach seiner Festnahme war er zunächst unter medizinischer Aufsicht im Krankenhaus behandelt worden. Aufgrund seines psychischen Zustands ordneten die zuständigen Behörden anschließend die Unterbringung in einer psychiatrischen Einrichtung an.
Sicherheitsmaßnahmen beim Transport
Nach Angaben der Polizei erfolgte der Transport unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen. Der Tatverdächtige wurde während der Verlegung gesichert, zudem begleiteten mehrere Polizeikräfte den Transport.
Ein Beamter der Polizei Hat Yai befand sich im Krankenwagen, ein weiteres Einsatzfahrzeug eskortierte den Konvoi. Die Behörden betonten, dass während der gesamten Verlegung keine Zwischenfälle auftraten.
Vorfall an der Patong Prathankiriwat School
Die Verlegung steht im Zusammenhang mit dem Vorfall vom 11.02.2026 an der Patong Prathankiriwat School an der Thetsaban 31 Road im Unterbezirk Patong, Bezirk Hat Yai, Provinz Songkhla.
Nach bisherigen Erkenntnissen der Ermittler gab der Tatverdächtige auf dem Schulgelände Schüsse ab und hielt zeitweise mehrere Personen fest. Dabei kam die Schulleiterin ums Leben, zwei Schülerinnen wurden verletzt und medizinisch versorgt.
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Polizeieinsatz und Festnahme
Unmittelbar nach Eingang der Notrufe sicherten Einsatzkräfte den Campus und koordinierten das weitere Vorgehen mehrerer Einheiten. Ziel war es, die Situation unter Kontrolle zu bringen und weitere Gefährdungen auszuschließen.
Der Tatverdächtige wurde schließlich auf dem Schulgelände überwältigt und festgenommen. Nach Polizeiangaben gab es während des Zugriffs keine weiteren Todesopfer. Der 18‑Jährige wurde später mit einer Verletzung medizinisch behandelt.
Aussagen der Provinzpolizei Songkhla
Pol. Maj. Gen. Teerasak Chaiyotha, Kommandeur der Provinzpolizei Songkhla, besuchte den Tatort und erklärte gegenüber Reportern, das genaue Motiv sei weiterhin unklar und Gegenstand laufender Ermittlungen.
Er bestätigte zudem, dass der junge Mann im Dezember 2025 in einer psychiatrischen Klinik in der Provinz Songkhla behandelt worden sei. Zuvor sei er polizeilich nicht in Erscheinung getreten. Medienberichte deuteten darüber hinaus auf mögliche weitere Hintergründe hin, die derzeit geprüft würden.
Herkunft der Waffe und laufende Ermittlungen
Die Staatsanwaltschaft führt nach Angaben der Ermittler mehrere Anklagepunkte, darunter vorsätzliche Tötung, versuchten Mord sowie Verstöße gegen das Waffengesetz.
Nach bisherigem Stand soll der Tatverdächtige zuvor in eine Auseinandersetzung mit einem Polizeibeamten geraten sein und dabei eine staatliche Dienstwaffe an sich genommen haben. Die genauen Abläufe werden derzeit rekonstruiert. Die Polizei prüft insbesondere, wie es zur Wegnahme der Waffe kommen konnte.
Interne Überprüfung des Einsatzes
Parallel zu den strafrechtlichen Ermittlungen wurde eine interne Untersuchung eingeleitet. Diese wurde vom Nationalen Polizeikommissar in Bangkok angestoßen und soll die Abläufe rund um den Einsatz sowie den Umgang mit der Dienstwaffe überprüfen.
Die Behörden betonen, dass sowohl die Tat selbst als auch organisatorische Fragen umfassend aufgearbeitet werden. Ziel sei es, mögliche Sicherheitslücken zu identifizieren und künftig besser zu verhindern.
Diskussion über Sicherheit an Schulen
Der Vorfall hat landesweit Diskussionen über Sicherheitskonzepte an Bildungseinrichtungen ausgelöst. Vertreter aus Politik und Gesellschaft fordern eine sorgfältige Analyse der bestehenden Schutzmaßnahmen.
Im Mittelpunkt stehen Fragen nach Prävention, frühzeitiger psychologischer Unterstützung sowie einem verantwortungsvollen Umgang mit Waffen. Gleichzeitig weisen Experten darauf hin, dass die Hintergründe komplex seien und jede Tat individuell bewertet werden müsse.



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