KRABI, THAILAND – In der Provinz Krabi sind 46 ausländische Statisten bei Dreharbeiten in einer verlassenen Mine festgenommen worden, weil sie ohne gültige Arbeitserlaubnis gearbeitet hatten. Die Razzia löste erneut eine Debatte über den Umgang internationaler Filmproduktionen mit lokalen Arbeits- und Drehgenehmigungen aus.
Razzia am Filmset in verlassener Mine
Die Beamten des Krabi Provincial Employment Office durchsuchten am 12. Februar gemeinsam mit der Mueang Krabi Police, der Grenzpolizei und der Einwanderungsbehörde ein verlassenes Bergwerk im Unterbezirk Thab Prik.
Die Aktion fand statt, während die ausländischen Statisten aktiv für eine Fernsehserie arbeiteten, die Berichten zufolge in Dubai angesiedelt sein soll.
46 Ausländer ohne Arbeitserlaubnis
Insgesamt wurden 46 Ausländer festgenommen, darunter 36 Männer und 10 Frauen, die direkt am Drehort angetroffen wurden.
Nach Angaben der Behörden lagen für keinen der Beteiligten gültige thailändische Arbeitserlaubnisse vor.
Staatsangehörigkeiten und Strafen für Statisten
Ein Großteil der Gruppe stammte aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, Katar, Irak und Marokko, wie die Ermittler bestätigten.
Alle 46 Ausländer wurden nach dem Emergency Decree on Managing the Work of Foreigners angeklagt, das für nicht autorisierte Arbeit Geldstrafen zwischen 5.000 und 50.000 Baht sowie anschließende Abschiebung vorsieht.
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Langfristige Konsequenzen für Beteiligte
Zusätzlich zur Abschiebung wird jeder festgenommene Ausländer für zwei Jahre von der Beantragung einer neuen thailändischen Arbeitserlaubnis ausgeschlossen.
Parallel prüfen die Behörden, welche Auswirkungen die Vorwürfe auf künftige Einreise- und Drehgenehmigungen der Betroffenen haben könnten.
Verantwortung der thailändischen Produktionsfirma
Laut dem Sender Amarin TV hatte eine private thailändische Firma die Aufgabe übernommen, die Drehgenehmigungen bei den zuständigen Stellen zu koordinieren.
Die offizielle Filmgenehmigung dieser Firma war jedoch bereits am 10. Januar ausgelaufen, also mehr als einen Monat vor der Razzia in der Mine.
Mögliche Höchststrafen für den Arbeitgeber
Die Arbeitgeberseite sieht sich nun mit deutlich höheren Sanktionen konfrontiert als die Statisten selbst.
Das Unternehmen könnte mit einer Geldbuße zwischen 10.000 und 100.000 Baht pro illegal beschäftigter Person belegt werden.
Wiederkehrende Konflikte bei Auslandsproduktionen
Der aktuelle Fall hat die Diskussion über Verantwortlichkeiten und Kontrollen bei internationalen Drehs im Land neu entfacht.
In der Branche wird erneut auf die Bedeutung einer strikten Einhaltung von Arbeitsrecht und Drehauflagen hingewiesen.
Frühere Vorfälle bei TV-Produktionen
Bereits im September hatte die britische TV-Moderatorin Zara McDermott berichtet, sie und ein BBC-Dokuteam seien beinahe festgenommen worden, als sie in einer Bar drehten, auch wenn sie eigenen Angaben zufolge alle Genehmigungen beantragt hatten.
In einem weiteren Fall in Phuket geriet ein ausländisches Team in die Kritik, nachdem ein Crew-Mitglied am Aussichtspunkt Black Rock in Rawai dabei gefilmt wurde, wie es die Nationalflagge einrollte.
Filmstandort mit sensiblen Regeln
Trotz einzelner Konflikte wurden zahlreiche internationale Produktionen erfolgreich im Land realisiert, darunter The Railway Man, The Hangover Part II, Good Morning Vietnam, Tomorrow Never Dies, The Beach und The Impossible.
Branchenvertreter betonen, dass der Standort für internationale Produktionen attraktiv bleibt, sofern Arbeitsrecht, kulturelle Sensibilitäten und behördliche Auflagen konsequent beachtet werden.
🎬 Drehen ohne Regeln – sollte Thailand härter durchgreifen?
46 Ausländer arbeiten ohne Genehmigung an einer TV-Produktion und werden direkt am Set festgenommen. Der Fall entfacht erneut die Debatte über ausländische Filmteams und die Einhaltung thailändischer Gesetze.
Sind solche Kontrollen notwendig zum Schutz lokaler Jobs – oder schaden sie Thailand als Filmstandort?
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