RAYONG, THAILAND – Ein erster tödlicher Tollwut-Fall im Jahr 2026 in der Provinz Rayong hat die Gesundheitsbehörden auf den Plan gerufen. Thailands Department of Disease Control (DDC) ruft die Bevölkerung eindringlich dazu auf, nach jedem Tierbiss oder Kratzer sofort ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Erster Tollwut-Todesfall 2026
Nach Angaben von DDC-Generaldirektor Dr. Montien Kanasawad handelte es sich bei dem Verstorbenen um einen 36-jährigen Staatsbürger aus Myanmar, der am 23. Januar erste Symptome entwickelte und am 25. Januar verstarb.
Der Mann klagte demnach über Engegefühl in der Brust, Atemprobleme und Schwindel nach dem Trinken von Wasser, was später als typische Anzeichen einer fortgeschrittenen Tollwut-Erkrankung gewertet wurde.
Biss durch Welpen blieb unbehandelt
Ermittlungen der Seuchenbekämpfer ergaben, dass der Mann im Dezember 2025 von einem Welpen unbekannter Halterschaft in die rechte Handfläche gebissen worden war.
Er wusch die Wunde weder aus noch suchte er eine Klinik zur Tollwut-Impfung auf, und der Welpe verschwand anschließend, sodass keine Beobachtung des Tieres mehr möglich war.
Regionale Risiken und frühere Todesfälle
Dr. Montien betonte, dass Tollwut weiterhin ein ernstes Problem der öffentlichen Gesundheit sei, insbesondere in den östlichen, nordöstlichen und südlichen Landesteilen.
Im Jahr 2025 wurden landesweit sieben Tollwut-Todesfälle registriert, darunter Fälle in Chonburi, Tak, Sisaket, Nakhon Ratchasima, Chachoengsao und erneut Rayong.
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Gemeinsames Muster bei allen Opfern
Nach Behördenangaben hatten alle Betroffenen gemeinsam, dass sie nach Bissen oder Kratzern keine medizinische Versorgung aufsuchten.
Mehr als die Hälfte der Todesfälle ging zudem auf Infektionen durch Hunde zurück, die im Besitz der Opfer oder ihrer Familien standen.
Krankheitsverlauf und Symptome
Tollwut ist eine fast immer tödlich verlaufende Zoonose, die durch den Speichel infizierter Säugetiere über Bisse, Kratzer oder das Lecken offener Wunden übertragen wird.
Die Inkubationszeit reicht in der Regel von zwei Wochen bis zu zwei Monaten, kann aber abhängig von der Wundstelle und der Virusmenge bis zu einem Jahr dauern.
Wenn Symptome auftreten, ist es zu spät
Gesundheitsexperten warnten, dass die Krankheit nach Ausbruch der Symptome unheilbar ist und ausnahmslos tödlich endet.
Zu den typischen Anzeichen zählen Fieber, Kopfschmerzen, starkes Jucken an der Bissstelle, Unruhe, Angst vor Licht oder Wind sowie Schluckstörungen.
Sofortmaßnahmen nach Kontakt mit Speichel
Das DDC erinnerte daran, dass nach jedem Kontakt mit Tier-Speichel eine unverzügliche Wundreinigung und ärztliche Abklärung entscheidend ist.
Die Behörde empfiehlt, die Wunde gründlich zu waschen, ein Antiseptikum aufzutragen, das Tier wenn möglich zu sichern, sofort eine Klinik aufzusuchen und die komplette Impfserie abzuschließen.
Verantwortung der Tierhalter
Der stellvertretende DDC-Chef Dr. Direk Khampaen rief Tierhalter dazu auf, Hunde und Katzen erstmals im Alter von zwei bis vier Monaten gegen Tollwut impfen zu lassen.
Danach seien jährliche Auffrischungsimpfungen erforderlich, zudem sollten Haustiere nicht frei herumlaufen und Tiere mit ungewöhnlichem, aggressivem oder apathischem Verhalten umgehend den Viehbehörden gemeldet werden.
Information und Beratung für die Bevölkerung
Um das Risiko von Hundebissen zu senken, rät die Behörde zu besonderer Vorsicht im Umgang mit Tieren, konkrete Verhaltensempfehlungen wurden dabei als fünf zentrale Vorsichtsregeln zusammengefasst.
Für weitere Auskünfte können sich Bürger an nahegelegene medizinische Einrichtungen wenden oder die DDC-Hotline 1422 anrufen.
⚠️ Ein Biss – und ein Todesurteil?
Ein einziger Hundebiss, keine Behandlung – Wochen später ist der Mann tot. Ärzte betonen: Sobald Symptome auftreten, gibt es keine Rettung mehr.
Wird die Gefahr von Tollwut noch immer unterschätzt? Und braucht es strengere Regeln für Haustiere und Streuner?
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