PATTAYA, THAILAND – Ein chinesischer Ex‑Bankmanager, der in seiner Heimat mehr als 10 Millionen Baht veruntreut haben soll, ist in Pattaya von der Einwanderungspolizei festgenommen worden. Yao Ming, 38, wurde wegen illegaler Einreise und unerlaubten Aufenthalts in Gewahrsam genommen, während sein mutmaßlicher Millionenbetrug in China weiter untersucht wird.
Hinweis aus China und Suche an der Ostküste
Am 11. Februar ordnete Pol Maj Gen Songprod Sirisukha, Kommandeur der Immigration Division 3, nach einem Hinweis eines chinesischen Informanten Ermittlungen zu einem flüchtigen Verdächtigen im Osten des Landes an.
Gemeinsam mit Pol Col Chinawut Tangwongslerd und Pol Col Suriya Phuangsomboon ließ er ein Team zusammenstellen, das gezielt in der bei Touristen beliebten Küstenstadt Pattaya nach dem Mann suchen sollte.
Zwei Wochen Observation im Condo
Pol Col Suriya führte daraufhin ein Einsatzteam an, das zwei Wochen lang verdeckte Observationen durchführte und dabei auf einen verdächtigen Chinesen in einem Condominium in Pattaya aufmerksam wurde.
Den Ermittlern fiel auf, dass der Mann gegenüber der Hausverwaltung eine chinesische Personalausweis‑Karte statt eines Reisepasses verwendet hatte, was bei Ausländern als ungewöhnlich gilt.
Zugriff am 9. Februar und Verdacht auf illegale Einreise
Am 9. Februar beobachtete Pol Lt Col Thongthai Phairoh den Verdächtigen beim Verlassen seines Zimmers und nutzte die Gelegenheit, ihn zu kontrollieren und nach seinem Reisepass zu fragen.
Der Mann wurde als Yao Ming, 38 Jahre alt, identifiziert, doch eine Überprüfung seines Passes und der biometrischen Daten ergab keinerlei Einreisevermerk in das Königreich.
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Vorwurf der Veruntreuung bei Lanzhou Bank
Nach Angaben der thailändischen Behörden hatte Yao zuvor für die Lanzhou Bank in China gearbeitet und war dort 2025 als Filialleiter tätig gewesen.
In dieser Funktion soll er inaktive Konten auf Namen Dritter genutzt haben, um fingierte Transaktionen zu buchen und rund 2,2 Millionen Yuan auf andere Konten zu verschieben, das Geld abzuheben und anschließend aus China zu fliehen.
Flucht über Nachbarländer und offene Auslieferungsfrage
Laut einem Bericht der Zeitung Matichon hielt sich Yao nach seiner Flucht zunächst in Nachbarstaaten der Region auf, darunter Laos und Kambodscha, bevor seine Spur nach Pattaya führte.
Die thailändische Polizei konnte ihn dort schließlich aufgreifen und an Ermittler übergeben, hat bislang jedoch keine Einzelheiten zu möglichen Auslieferungsverfahren bekannt gegeben.
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