NARATHIWAT, THAILAND – In der südlichen Unruheprovinz Narathiwat sind in der Nacht von Samstag auf Sonntag sieben kleinere Sprengsätze detoniert, die nach Einschätzung der Sicherheitsbehörden auf das Konto von Aufständischen gehen. Verletzt wurde niemand, doch die Serie von Explosionen in den Bezirken Yi-ngo und Rangae gilt den Ermittlern als gezielter Versuch, kurz vor Beginn des muslimischen Fastenmonats Ramadan Unruhe zu stiften.
Serie von Explosionen im Bezirk Yi-ngo
Die erste Explosion ereignete sich nach Polizeiangaben gegen 23 Uhr, als ein in einem Mülleimer versteckter Sprengsatz vor einer Motorradwerkstatt nahe dem Krankenhaus Yi-Ngo Chaloem Phrakiat im Dorf Moo 7 im Bezirk Yi-ngo detonierte.
Laut Pol. Lt. Borarn Phiteenattananon, stellvertretender Ermittlungsleiter in Yi-ngo, wurden dabei mehrere geparkte Motorräder beschädigt.
Weitere Detonationen bis in die frühen Morgenstunden
Rund eine Stunde später kam es nur etwa 300 Meter vom ersten Tatort entfernt zu einer zweiten Detonation, erneut aus einem in einem Mülleimer versteckten Sprengsatz vor dem Büro der Distrikt-Viehwirtschaftsbehörde.
Gegen 2 Uhr explodierte ein weiterer Sprengsatz in einem Straßenmülleimer vor einem Handy-Reparaturgeschäft im gleichen Gebiet Moo 7.
Fünf Tatorte in Yi-ngo gesichert
Vor Tagesanbruch wurden zwei weitere Explosionen gemeldet, zunächst gegen 4 Uhr in der Nähe einer Stahlbrücke nahe einem Uhrenturm und kurz darauf in Büschen am Ausgang des Stadtgebiets Yi-ngo Moo 2.
Sicherheitskräfte sperrten alle fünf Schauplätze im Bezirk Yi-ngo ab und untersuchten sie am Sonntagmorgen, wobei offiziellen Angaben zufolge keine Verletzten festgestellt wurden.
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Hinweise aus Videoaufnahmen
Bei der Auswertung von Überwachungskameras entdeckten Ermittler Aufnahmen von zwei Personen auf einem Motorrad, die einen Sprengsatz in Straßenbüschen nahe der Ausfahrt Yi-ngo zur Fernstraße Highway Nr. 42 ablegten, wie Pol. Lt. Borarn erläuterte.
Die Polizei geht anhand dieser Bilder von einem koordinierten Vorgehen aus und versucht, die Identität der Verdächtigen zu klären.
Zwei Detonationen im Bezirk Rangae
Im benachbarten Bezirk Rangae wurden in derselben Nacht zwei weitere Explosionen registriert, beginnend um 23.32 Uhr, als ein Sprengsatz in einem Lebensmittelgeschäft im Unterbezirk Tanyongmat detonierte und dort Waren in den Auslagen beschädigte.
Die zweite Explosion ereignete sich gegen 1 Uhr in einem Mülleimer gegenüber dem Primary Education Service Area Office 3 ebenfalls in Tanyongmat, auch hier ohne Verletzte.
Verdacht auf separatistische Koordination vor Ramadan
Sicherheitskräfte haben nach der Anschlagsserie ihre Patrouillen verstärkt und werten weitere Videoaufnahmen aus, um mögliche Fluchtrouten und Unterstützer der Täter zu identifizieren.
Nach Angaben der Behörden sprechen die Muster der Angriffe dafür, dass südliche Separatisten die Detonationen abgestimmt auslösten, um vor Beginn des Ramadan, der voraussichtlich am Mittwoch beginnt, gezielt Spannungen in der Region zu schüren, wie die Zeitung Bangkok Post berichtete.
🚨 Neue Bombenserie im Süden – droht eine Eskalation?
Mehrere Explosionen innerhalb weniger Stunden lassen Sicherheitsbehörden aufhorchen. Auch ohne Verletzte wächst die Sorge vor neuer Instabilität in der Region.
Sind solche Vorfälle ein kurzfristiger Versuch, Angst zu schüren – oder ein Zeichen für wachsende Spannungen?
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