PHUKET, THAILAND – Die Polizei beendete in der Nacht zum 15. Februar das bunte Treiben in einer illegal geführten Bar in Thalang. Beamte stürmten die „Safari Lounge“ an der Boat Avenue, verhafteten den russischen Manager und stellten zahlreiche verbotene Shishas sicher.
Razzia nach Mitternacht an der Boat Avenue
Um genau 0:45 Uhr rissen Polizisten und Verwaltungsbeamte die Türen der Safari Lounge Bar auf. Im Inneren dröhnte laute Musik eines DJs, während zahlreiche Gäste feierten. Die Beamten handelten nach gezielten Hinweisen aus der Nachbarschaft, die den Verdacht auf illegale Aktivitäten gemeldet hatten.
Anwohner beschwerten sich zuvor massiv über die Missachtung der Sperrstunden. Zudem berichteten Zeugen, dass in dem Lokal offen Wasserpfeifen, lokal als „Baraku“ bekannt, angeboten wurden. Die Beamten bestätigten diesen Verdacht bei ihrem Zugriff und fanden die Geräte auf zahlreichen Tischen im gesamten Bar-Bereich.
Manager und Arbeiter abgeführt
Während der Durchsuchung trat Kamil, ein 35-jähriger Russe, vor die Beamten und identifizierte sich als Manager des Lokals. Die Polizei nahm ihn sofort fest. Er muss sich nun für den Betrieb ohne Genehmigung und den Verstoß gegen die strengen Shisha-Gesetze verantworten.
Gleichzeitig fiel den Ermittlern ein Arbeiter aus Myanmar auf. Als die Beamten ihn nach seinen Papieren fragten, konnte er keine gültige Arbeitserlaubnis vorlegen. Die Polizei führte beide Männer zur Wache nach Cheong Talay ab, um die weiteren rechtlichen Schritte einzuleiten.
Shishas säckeweise beschlagnahmt
Die Beamten stellten in der Bar umfangreiches Equipment für den Betrieb von Wasserpfeifen sicher. In Thailand ist der Besitz und Verkauf von „Baraku“ streng untersagt und wird oft mit hohen Geldstrafen oder Haft geahndet. Die Polizei dokumentierte die Funde als Beweismittel für das anstehende Verfahren.
Wer der tatsächliche Eigentümer der Bar ist, blieb während des Einsatzes zunächst unklar. Die Ermittler machten keine Angaben dazu, ob sie bereits Jagd auf weitere Hintermänner machen. Klar ist nur, dass der Betrieb der Bar bis auf Weiteres eingestellt wurde.
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Gemischte Gefühle in den sozialen Medien
Nachdem Bilder der Razzia im Internet kursierten, entbrannte eine hitzige Debatte unter den Bewohnern der Insel. Viele Bürger lobten den harten Zugriff der Polizei. Sie sehen in der Schließung ein wichtiges Signal gegen das unkontrollierte Wachstum von illegalen Betrieben in touristischen Hotspots.
Gleichzeitig mischten sich kritische Stimmen unter die Kommentare. Einige Nutzer fragten öffentlich, wie es möglich war, dass das Lokal über einen längeren Zeitraum ohne Papiere operieren konnte. Sie fordern nun eine lückenlose Aufklärung darüber, ob die zuständigen Kontrolleure im Vorfeld weggeschaut haben.
Polizei verstärkt den Kontrolldruck
Der Zugriff in Thalang reiht sich in eine Serie von Kontrollen gegen den illegalen Handel mit Shisha-Produkten ein. Erst im Dezember nahmen Beamte in Phuket einen Russen fest, der über 360 verbotene Gegenstände in seinem Haus hortete. Die Behörden scheinen nun entschlossen, gegen diese Strukturen vorzugehen.
Die Polizei in Cheong Talay prüft nun, ob Verbindungen zu anderen Fällen bestehen. Während die Ermittlungen laufen, bleibt die Safari Lounge versiegelt. Der Fall zeigt deutlich, dass die thailändischen Behörden ihre Null-Toleranz-Politik gegenüber Verstößen im Gastgewerbe derzeit verschärfen.
Ein Wendepunkt für das Nachtleben in Thalang?
War diese Razzia nur ein punktueller Erfolg oder markiert sie den Beginn einer neuen Ära der konsequenten Gesetzesdurchsetzung in Phuket? Die Bewohner der Insel warten nun gespannt darauf, ob auch die Verantwortlichen im Hintergrund zur Rechenschaft gezogen werden. Wird der Kontrolldruck aufrechterhalten, oder kehrt nach kurzer Zeit wieder der alte Zustand in die Boat Avenue zurück?



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