ODDAR MEANCHEY, KAMBODSCHA – Ein gewaltiger Schlag riss die Menschen aus dem Schlaf, dann stiegen Rauchwolken über dem uralten Ta-Muen-Thom-Tempel auf. Ein Waldbrand hat in der Nacht zu Sonntag gefährliche Altlasten im Boden gezündet – während im Westen Thailands die „Feuer-Tiger“ gegen eine mörderische Flammenwand kämpfen.
Explosive Nacht am Geister-Tempel
Es passierte um 22 Uhr: Erst flackerten kleine Feuer im Unterholz, dann knallte es gewaltig! Nur 80 Meter vom historischen Tempel entfernt explodierte die Erde. Die Flammen hatten alte Munition erreicht, die dort seit den blutigen Grenzkonflikten im Boden lauert.
Anwohner zuckten zusammen, als die Detonation durch die Dunkelheit hallte. Experten sind sicher: Das Feuer fraß sich durch das trockene Dickicht und verwandelte die vergessenen Granaten in tödliche Fallen. Ein Albtraum für die Grenzer, die in der Finsternis kaum etwas ausrichten konnten.
Die Jagd nach den Brandstiftern
Noch rauchen die Trümmer, doch die erste Bilanz bringt Erleichterung: Bisher gibt es keine Verletzten oder Toten. Die Ermittler haben jedoch einen bösen Verdacht. Illegale Brandrodungen könnten die Katastrophe ausgelöst haben.
Polizei und Forstbehörden durchkämmen jetzt das Gebiet. Sie wollen wissen: War es ein Funkenflug aus Versehen oder eiskalte Absicht? Fakt ist: Das gefährliche Erbe alter Kriege wurde durch die Hitze zur tickenden Zeitbombe.
Alarmstufe Rot für die Feuer-Tiger
Hunderte Kilometer entfernt, in Kanchanaburi, brennt die Welt! Waldbrand-Chef Mana Phempun hat die Schnauze voll und schickt seine härteste Truppe los: Die „Feuer-Tiger“. Die Elite-Einheit soll den Sai Yok Nationalpark vor der totalen Vernichtung retten.
Die Lage ist dramatisch. Die Brände rasen mit einer Geschwindigkeit auf das Naturparadies zu, die den Helfern den Atem raubt. Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit, den die Männer in den gelben Anzügen gewinnen müssen, bevor alles zu Asche wird.
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Die strategische Falle schnappt zu
Satellitenbilder zeigen das ganze Ausmaß des Grauens: Riesige Feuer-Cluster kesseln den Nationalpark regelrecht ein. Besonders am Srinagarind-Damm sieht es düster aus. Dort trifft das Feuer auf trockene Plantagen – ein perfekter Brandbeschleuniger für die Flammen-Hölle.
Die Experten schlagen Alarm, denn der Wind steht ungünstig. Er peitscht die Glut direkt in das dichte Herz des Waldes. Es wirkt, als hätte die Natur eine Falle gestellt, aus der es für die Bäume und Tiere kaum ein Entkommen gibt.
Nahkampf mit der Glut im Dschungel
Drei Orte sind die Vorhöfe zur Hölle: Khao Pla Noi, Khao Phlu und die alte Tao-Dam-Mine. Hier kommt kein Löschfahrzeug durch. Das Gelände ist so steil und zerklüftet, dass die Männer zu Fuß gegen die Wand aus Hitze und Rauch antreten müssen.
Die Feuer-Tiger graben mit bloßen Händen und Schaufeln Brandschneisen in den Boden, während ihnen der Qualm die Sicht raubt. Es ist ein verzweifelter Kampf Mann gegen Flamme. Regelmäßig melden sie ihre Position per Funk, damit die Strategen am Boden die Pläne anpassen können.
Brennt unser Paradies jetzt komplett nieder?
Nakhon Ratchasima und jetzt Kanchanaburi – Thailand wird von einer Feuerwelle überrollt, die alles bedroht. Wenn die Spezialeinheiten diesen Wahnsinn nicht stoppen, bleibt von der grünen Lunge Südostasiens nur ein schwarzes Skelett übrig. Werden die Feuer-Tiger diesen Krieg gegen die Flammen gewinnen, oder ersticken wir bald alle im Rauch der Vergangenheit?



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