Klima-Warnung: Vor starker El Niño Hitze gewarnt

🌡️⚠️ Klimaexperten schlagen Alarm: Neue Prognosen deuten darauf hin, dass Thailand vor einer außergewöhnlich heißen Phase stehen könnte. Behörden und Fachleute raten bereits zur Vorbereitung. Warum sich die Lage schneller zuspitzen könnte als gedacht…

Klima-Warnung: Vor starker El Niño Hitze gewarnt
The Nation
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BANGKOK, THAILAND – Ein führender Klimaökonom der Kasetsart University warnt, dass das Land bereits in die mittlere Phase des Klimaphänomens El Niño eingetreten ist und sich die Lage bis mindestens Anfang 2027 weiter zuspitzen dürfte.

Frühere und längere El Niño-Phase als erwartet

Der Ökonom Dr Witsanu Attavanich, Associate Professor für Ressourcen-, Umwelt- und Klimawandelökonomie an der Kasetsart University, erklärte am 16.02.2026, das Land befinde sich inzwischen in der „mid-phase“ von El Niño und werde voraussichtlich bereits im Mai 2026 in einen voll ausgeprägten Zustand übergehen.

Nach seiner Einschätzung könne das Ereignis mindestens bis Februar 2027 andauern und damit länger und früher wirksam sein, als zuvor angenommen worden war.

Zunehmende Hitze, Trockenphasen und regionale Unterschiede

Dr Witsanu warnte, der Übergang in ein ausgeprägtes El Niño werde die Risiken durch Hitzegefahren, Trockenphasen und unbeständigere Niederschläge in mehreren Landesteilen erhöhen.

Für die heiße Jahreszeit von März bis Mai 2026 werden landesweit überdurchschnittliche Temperaturen erwartet, wobei die ungewöhnlich hohe Wärme nach seinen Angaben bis mindestens August 2026 anhalten dürfte.

Höheres Hitzewellen-Risiko im Süden und Osten

Besonders kritisch schätzt der Experte das Risiko von Hitzewellen im Süden und in der unteren Ostregion ein, die intensiver überwacht werden müssten als andere Landesteile.

Die Prognosen deuten darüber hinaus darauf hin, dass von Mai bis Juli 2026 Trockenphasen nicht nur im Süden, sondern auch im oberen Norden und in Teilen des Nordostens auftreten könnten.

Globale Modelle zeichnen ähnliches Bild

Nach Angaben von Dr Witsanu zeigen Daten des ECMWF (European Centre for Medium-Range Weather Forecasts), dass das Land bereits in der mittleren Phase ist und im Mai 2026 in El Niño-Bedingungen übergehen dürfte, mit einer möglichen Verstärkung im November 2026 auf ein moderat bis starkes Niveau bis Anfang 2027.

Gleichzeitig verweisen Modelle der NOAA in den USA auf denselben Trend hin zu El Niño, schätzen die Wahrscheinlichkeit für ein starkes Ereignis im Zeitraum September bis November 2026 aber nur auf 14 Prozent, was die Unsicherheit über die genaue Ausprägung unterstreicht.

Regionale Klimaaussichten bis August 2026

Mehrere Modellläufe deuten darauf hin, dass die Temperaturen von März bis August 2026 landesweit über dem langjährigen Mittel liegen werden und das Risiko von Hitzewellen insbesondere von März bis Mai erhöht ist.

Von Juni bis August könnten dagegen der Westen und der untere Norden, darunter Provinzen wie Tak, Kamphaeng Phet, Nakhon Sawan, Uthai Thani, Suphan Buri und Kanchanaburi, mit überdurchschnittlichen Niederschlägen rechnen.

Signale für weniger Regen zum Start der Regenzeit

Ergänzende Daten des IRI der Columbia University weisen laut Dr Witsanu darauf hin, dass in einigen Regionen bereits von März bis Juni 2026 erste Anzeichen nachlassender Niederschläge sichtbar werden könnten.

Diese Tendenz werde zwischen Mai und Juli klarer und deute auf ein erhöhtes Risiko von Trockenphasen zu Beginn der Regenzeit hin.

Februar noch nahe am Normalwert – aber Planungsdruck hoch

Für Februar 2026 sieht der Ökonom die landesweite Niederschlagsmenge insgesamt nahe am langjährigen Durchschnitt, weshalb die aktuelle Trockenzeit nach derzeitigem Stand nicht außergewöhnlich streng ausfallen müsse.

Gleichzeitig betonte er, dass das Wassermanagement dennoch vorausschauend geplant werden müsse, um Reserven und Verteilung rechtzeitig auf die kommenden Monate auszurichten.

Auswirkungen auf Gesundheit, Energie und Landwirtschaft

Dr Witsanu wies darauf hin, dass höhere Temperaturen die Gesundheitsrisiken, Energiekosten und den Wasserbedarf steigen lassen, während Trockenphasen landwirtschaftliche Erträge, Einkommen von Bäuerinnen und Bauern sowie die langfristige Ernährungssicherheit beeinträchtigen könnten.

Aus Sicht der Ressourcenökonomie sei eine frühzeitige Planung der Wasserallokation entscheidend, einschließlich Speichermanagement, Bewässerungssteuerung und angepasster Anbauplanung an zunehmend variable Bedingungen.

Appell zu früher Vorbereitung und enger Beobachtung

„Thailand sollte sich ab heute auf Hitze und Dürre vorbereiten und die Vorhersagen eng verfolgen“, sagte Dr Witsanu und hob hervor, dass neue Modelle immer präzisere und laufend aktualisierte Projektionen liefern könnten.

Er fügte hinzu, entscheidend sei eine Planung, die ausreichende Wasserverfügbarkeit bis ins nächste Jahr sicherstelle und die Akteure in allen Sektoren dazu anhalte, die Lage in einer Ära klimatischer Umbrüche aufmerksam zu beobachten.

🌡️ Kommt der nächste Klima-Stresstest für Thailand?

Frühere Hitze, längere Trockenperioden und unberechenbarer Regen – Experten sehen klare Warnsignale. Die entscheidende Frage lautet nicht mehr ob, sondern wie gut sich ein Land vorbereitet. Denn extreme Temperaturen treffen Gesundheit, Wirtschaft und Lebensmittelversorgung gleichermaßen.

👉 Ist Thailand ausreichend auf längere Hitzewellen vorbereitet – oder wird das Land von den Folgen überrascht? Schreib deine Meinung in die Kommentare.

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Quelle: The Nation

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